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Snowden im BBC-Interview: «Ich hätte früher handeln sollen»

Februar 2015: Snowden wird an einer Veranstaltung auf Hawaii per Videofeed zugeschaltet.
Februar 2015: Snowden wird an einer Veranstaltung auf Hawaii per Videofeed zugeschaltet.
Bild: AP/FR132414 AP

Snowden im BBC-Interview: «Ich hätte früher handeln sollen»

Edward Snowden warnt in einem TV-Interview über Programme, mit denen der britische Geheimdienst Smartphones manipuliert. Ein solches «Smurf»-Programm erlaube es, Aufenthaltsort und Bewegung eines Menschen genau zu bestimmen.
06.10.2015, 03:2806.10.2015, 07:45

Der US-Whistleblower Edward Snowden spricht über Programme, mit denen der britische Geheimdienst Smartphones manipuliert. Und er bedauert, dass er nicht schon früher Informationen über die Vorgehensweisen von Geheimdiensten veröffentlicht hat.

«Ich bereue, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, denn je länger man solche Programme gewähren lässt, desto tiefer graben sie sich ein», sagte der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA der britischen BBC in einem am Montagabend ausgestrahlten Interview.

Er habe zwar bezahlt für seine Entscheidung, Geheimnisse zu verraten, fühle sich damit aber wohl. «Falls ich morgen nicht mehr da bin, bin ich glücklich mit dem, was ich hatte», sagte der 32-Jährige in Moskau, wohin er nach seinen Enthüllungen geflohen war.

Wikileaks

«Smurfs» sind laut Sprecherin gesetzeskonform 

In dem Interview sprach Snowden auch über nach «Schlümpfen» (Englisch: Smurfs) benannte Programme, mit denen der britische Geheimdienst GCHQ Smartphones ohne Wissen der Besitzer an- und ausschalten sowie über das Mikrofon mithören könne. Ein Programm erlaube es ausserdem, Aufenthaltsort und Bewegungen eines Menschen über sein Handy genau zu bestimmen.

Über die «Smurfs»-Programme hatte unter anderem der «Guardian» im Januar 2014 berichtet. Eine GCHQ-Sprecherin sagte, der Dienst halte sich an die Gesetze und breche nicht die Europäische Menschenrechtskonvention. (dwi/sda/dpa)

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