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«Star Wars: Galactic Racer» im Test. So gut ist das Game für Playstation

Der Geschwindigkeitsrausch in diesem «Star Wars»-Racing-Game ist intensiv.
Der Geschwindigkeitsrausch in diesem «Star Wars»-Racing-Game ist intensiv.bild: zvg
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Darum kostet «Star Wars Galactic Racer» unglaublich viele Nerven

«Star Wars»-Fans warten schon lange auf ein ordentliches Racing-Game, das im allseits beliebten Universum angesiedelt ist. Endlich hat das Warten ein Ende. Doch auch «Star Wars: Galactic Racer» wird nicht alle zufrieden stellen.
12.10.2026, 19:5212.10.2026, 20:02

Wer mit der Urtrilogie von «Krieg der Sterne» aufgewachsen ist, wurde schon damals mit ultraschnellen Raumschiffen und Fahrzeugen konfrontiert, die eine wahnsinnig grosse Faszination hinterliessen. Das schnelle Vorwärtskommen in brenzligen Situationen ist ein fester Bestandteil dieser Saga.

Dass das alles noch schneller gehen kann, bewiesen die schicken Podracer in «Episode 1», wo wir Zeugen eines Rennens wurden, in dem unsere Augen kaum hinterherkamen. Dieser eine beliebte Wettkampfsport bekam bereits seine Versoftung, doch es sollte mehr als 20 Jahre dauern, bis ein richtiges Racing-Game aus dem «Star Wars»-Universum endlich in unserer Unterhaltungszentrale landet. Nun ist Nachschub endlich da. Doch reine Podracer-Fans werden enttäuscht.

Das ist unser Pilot. Seine Story? Egal!
Das ist unser Pilot. Seine Story? Egal!bild: zvg

Abseits der Skywalker-Saga

Das Spielprinzip ist simpel: so schnell wie möglich auf Platz eins der Tabelle flitzen. Damit das auch einen dramaturgischen Nährboden hat und uns eine Motivation mit auf den Weg gegeben wird, bekommen wir gratis obendrauf eine Hintergrundgeschichte spendiert. Diese eine Story ist in etwa so simpel wie diejenige im allerersten «F-Zero», die uns damals noch via Bedienungsanleitung erzählt wurde: Wir schlüpfen in die Rolle eines wortkargen Piloten, der im Auftrag eines Gangsterbosses an einem Turnier teilnimmt, um einen Widersacher zu schlagen. Persönliche Gründe schlummern auch noch ein bisschen mit, aber die Skywalker-Saga wird hier definitiv nicht gestreift.

Diesen unsympathischen Piloten müssen wir vom Podest stürzen.
Diesen unsympathischen Piloten müssen wir vom Podest stürzen.bild: zvg

Drei Boliden am Rande der Galaxis

Zeitlich befinden wir uns nach dem Fall des Imperiums, wo die Galaxis noch ein bisschen auf der Suche nach Gleichgewicht und Kontrolle ist und die Sinnsuche bei vielen Planeten und Völkern beginnt. Jetzt, wo alles ein bisschen lockerer zu und her geht und das finstere Imperium nicht mehr alles kontrolliert, werden am Rande der Galaxis Rennen ausgetragen, bei denen unterschiedliche Spezies und Flugmaschinen an den Start gehen.

Die Landspeeders sehen allesamt einfach nur cool aus.
Die Landspeeders sehen allesamt einfach nur cool aus.bild: zvg

Es gibt den klassischen Landspeeder, ein Speeder-Bike und eine dritte Version, die Skim-Speeders, die als Mixtur aus den ersten beiden durchgehen können. Natürlich sind zu Beginn nicht alle drei verfügbar, doch bedienen lassen sie sich alle etwa gleich. Gas geben, Turbo zünden, wenn die Energieleiste voll ist, brav ausweichen, Gegner bisschen rammen und immer darauf achten, dass die Kiste nicht überhitzt und explodiert. Natürlich können diese Boliden auch noch optisch und technisch aufgemotzt werden. Gerade im späteren Rennverlauf ist eine technische Optimierung sehr wichtig, um gegen die doch ziemlich starken Gegner eine Chance zu haben. Die wohlverdienten Credits müssen also weise investiert werden.

Cool: Bald flitzen wir durch einen abgestürzten Sternzerstörer.
Cool: Bald flitzen wir durch einen abgestürzten Sternzerstörer.bild: zvg

Pure Gänsehaut

Wir rasen von Planet zu Planet, wo natürlich auch sehr bekannte Welten aus den Filmen auf uns warten und ergötzen uns an der optischen Pracht, auch wenn dies bei der rasenden Geschwindigkeit nicht immer möglich ist. Aber audiovisuell werden wir hier so oder so einfach nur verwöhnt.

Wir dürfen eine Handvoll bekannter «Star Wars»-Planeten bereisen.
Wir dürfen eine Handvoll bekannter «Star Wars»-Planeten bereisen.bild: zvg

Wir düsen über wunderschöne Sanddünen, dschungelartiges Gelände, verkrustete Salzwüsten oder Waldgebiete, die wir fast schon riechen können. Wir lauschen den vertrauten Soundeffekten, bekommen Gänsehaut, wenn wir durch einen ausgehöhlten Sternzerstörer fliegen und uns die Musik im Hintergrund leise zuflüstert. Eine Handvoll bekannter Planeten dürfen wir bereisen, u.a. Jakku, Ando Prime oder Crait, die allesamt vorzüglich getroffen wurden. Aber da die Strecken darauf jeweils doch sehr überschaubar sind, hätten ein paar weitere Welten dem Spiel doch gut getan.

Sauschwer und frustrierend

«Galactic Racer» ist zu Beginn sehr schwierig und nagt intensiv am Nervenkostüm. Der Grund ist vor allem die sehr steile Lernkurve. Wer einmal am Rennen teilnimmt und sich von Strecke zu Strecke und von Planet zu Planet kämpft und dann aus Gründen vielleicht auch einfach seine Karre zu Schrott fährt oder ausscheidet, ist draussen. Und zwar so richtig. Ab einem bestimmten Startpunkt oder Speicherpunkt weiterspielen geht nicht. Das Spiel ist vorbei. Game Over. Also alles nochmals von vorne und von ganz unten beginnen.

Wer seinen Motor nicht beobachtet, muss mit einer Explosion rechnen.
Wer seinen Motor nicht beobachtet, muss mit einer Explosion rechnen.bild: zvg

Das kann wahnsinnig motivieren, aber auch wahnsinnig nerven und den unkomplizierten Arcade-Spielspass nach unten drücken. Kommt dazu, dass viele Strecken bei diversen Abschnitten sehr eng programmiert sind und höchste Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen verlangen. Je nach Örtlichkeit muss man auch noch Lava ausweichen, Säurepfützen umgehen oder auf die niedrigen Temperaturen achten. Wer also von Anfang bis Ende durchrasen möchte, muss höchste Konzentration vorweisen.

Der Spielverlauf ist so schnell, dass stets höchste Konzentration nötig ist.
Der Spielverlauf ist so schnell, dass stets höchste Konzentration nötig ist.bild: zvg

Zwei grosse Enttäuschungen

Wer übrigens dachte, er könne mit «Galactic Racer» auch endlich wieder mal via Podracing seinen Spass haben, wird enttäuscht. Wir können zwar in einer Art Nebenmission und Rückschau in die Rolle der Kultfigur Sebulba aus «Episode 1» schlüpfen, um mit einem Podracer an Rennen teilzunehmen, doch das alles wirkt nur als kleines Goodie, das den Hunger kaum stillt. Sehr schade.

Immer wieder treffen wir auf bekannte Figuren aus dem «Star Wars»-Universum.
Immer wieder treffen wir auf bekannte Figuren aus dem «Star Wars»-Universum.bild: zvg

Wer nicht alleine spielen möchte, kann mit dem Online-Multiplayer zeigen, was er oder sie draufhat. Rennspiele sind prädestiniert dafür, um gemeinsam Spass zu haben. Warum hier aber auf eine klassische Splitscreen-Funktion verzichtet wurde, weiss der Imperator. «Galactic Racer» schreit doch förmlich danach, dass wir es zu zweit vor dem Bildschirm konsumieren und eine ordentliche Racing-Party feiern dürfen. Sehr, sehr schade.

Zwischen Hui und Pfui

Fazit: Der Einstieg ist hart, die Lernkurve steil und die Fluchwörter sitzen locker. Die pure Euphorie und die Vorfreude auf einen langersehnten «Star Wars»-Racer bekommen in den ersten Minuten ein paar ordentliche Dämpfer verpasst. Absolut verständlich, wer hier bereits das Handtuch wirft und den Controller wegschmeisst.

Wer weitermacht und sich durchbeisst, erhält viele wunderschöne Kulissen, spannende Rennen – wobei jedes das letzte sein könnte – sowie weitere Rennboliden, die für Abwechslung sorgen und aufgemotzt werden können.

Eine grosse Enttäuschung bleibt jedoch für alle zurück, die sich auf ordentliche Podrennen à la «Episode 1» gefreut haben. Zwar dürfen wir via Nebenmission und Rückblenden ein bisschen probeflitzen, doch das via Trailer und Vorschau angekündigte grosse Highlight gibt es so leider nicht.

«Star Wars: Galactic Racer» ist erhältlich für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC. Freigegeben ab 12 Jahren.

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