Film
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Warum heisst der Oscar eigentlich Oscar? Alles, was es zum wichtigsten Filmpreis zu wissen gibt



An Oscar statue stands on the red carpet at the entrance to the Dolby Theatre as preparations continue for the 88th Academy Awards in Hollywood, Los Angeles, California February 27, 2016. The Oscars will be presented February 28, 2016. REUTERS/Lucy Nicholson

Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS

Wer gewinnt in diesem Jahr den Oscar für den besten Film? Holt auch Leonardo DiCaprio endlich einen Goldjungen? Wissenswertes zur Oscarverleihung.

Was erwartet einen bei der Oscarshow in diesem Jahr?

Es könnte einige politische Spitzen geben, immerhin ist kein einziger afroamerikanischer Schauspieler nominiert, was schon im Vorfeld für Proteste gesorgt hat. Einige schwarze Hollywoodgrössen wollen die Verleihung boykottieren und gar nicht kommen.

Oder vielleicht auch eine Wutrede von Lady Gaga? Möglich wär's.

Welches Werk wird als bester Film ausgezeichnet?

Vieles spricht dafür, dass «The Revenant» mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle einige Preise gewinnen wird. Ob allerdings auch der Haupt-Oscar dabei sein wird, war lange fraglich. Stattdessen rechneten Kritiker dem Missbrauchsdrama «Spotlight» lange Zeit grosse Chancen aus.

Bester Film - die Nominierten

Wer könnte in den Schauspielsparten abräumen?

Leonardo DiCaprio gilt so gut wie gesetzt. Bei den Frauen könnte Brie Larson den Durchbruch schaffen. Die 26-jährige US-Amerikanerin ist zwar noch eher unbekannt, spielt in dem Entführungsdrama «Room» aber sehr einfühlsam eine Mutter, die ihrem Jungen trotz der Gefangenschaft in einem kleinen Raum das Gefühl von Freiheit vermittelt.

Bester Hauptdarsteller - die Nominierten

Was wäre die dickste Überraschung?

Das Actionspektakel «Mad Max: Fury Road» ist zwar für zehn Oscars nominiert, darunter in den Kategorien bester Film und Regie - aber auch in vielen Nebenkategorien. Der Oscar für den besten Film wäre sehr unerwartet. Als bester Regisseur liegt George Miller dagegen weit vorn im Rennen.

«Mad Max: Fury Road» - der Trailer

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YouTube/Warner Bros. Pictures

Wohin geht der Auslands-Oscar?

Der junge ungarische Regisseur László Nemes zeigt mit «Son of Saul» auf höchst ungewöhnliche Weise die Gräuel im Vernichtungslager Auschwitz: Seine Kamera folgt dem Insassen Saul, der verzweifelt versucht, seinen Sohn beerdigen zu lassen. So ergibt sich ein äusserst beklemmendes Abbild aus dem Inneren der NS-Vernichtungsmaschinerie. Das Werk hat gute Chancen auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Wer moderiert die Oscar-Gala?

Der Komiker Chris Rock steht zum zweiten Mal als Gastgeber auf der Oscar-Bühne. Der 51-jährige Afroamerikaner lässt sich ungern den Mund verbieten und trat schon früh in Clubs und der Satire-Sendung «Saturday Night Live» auf. Er arbeitet aber auch als Schauspieler und Regisseur, gewann Emmys und Grammys und schrieb ein Bestseller-Buch.

Wer kennt die Oscar-Preisträger schon?

Die mehr als 6000 Oscar-Juroren mussten ihre Stimmzettel bereits bei der Filmakademie in Beverly Hills einreichen. Am Ende kennen nur zwei Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers vorab den Ausgang der Wahl. Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala gebracht.

Wer könnte seinen dritten Oscar in Folge gewinnen?

Der mexikanische Kameramann Emmanuel Lubezki hat gute Chancen darauf. Unter der Regie seines Landmannes Alejandro González Iñárritu fing Lubezki die Bilder für «The Revenant» ein. Im vorigen Jahr räumte das Duo mit der Satire «Birdman» vier Oscars ab, darunter für die beste Kamera. 2014 nahm Lubezki für seine Fotografie des spektakulären Weltraum-Epos «Gravity» den ersten Oscar entgegen.

Emmanuel Lubezki arrives at the 88th Academy Awards Nominees Luncheon at The Beverly Hilton hotel on Monday, Feb. 8, 2016, in Beverly Hills, Calif. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP)

Emmanuel Lubezki
Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/Invision

Wieso hat auch Brad Pitt eine Oscar-Chance?

Brad Pitt hat in der Finanzsatire «The Big Short» eine schräge Nebenrolle, eine Oscar-Nominierung gab es dafür aber nicht. Aber als Koproduzent des gefeierten Finanzthrillers steht er in der Sparte «Bester Film» am Start.

Cast members Brad Pitt and Ryan Gosling pose on the red carpet at the premiere of

Pitt (links) mit Gosling
Bild: SHANNON STAPLETON/REUTERS

Das war schon 2014 so, als das von Pitt mitproduzierte Sklavendrama «12 Years a Slave» den Oscar in der Königskategorie absahnte. Ein Schauspiel-Oscar fehlt allerdings nach mehreren Nominierungen noch in seiner Sammlung.

Oscars 2016 Bester Nebendarsteller

Warum heisst der Oscar eigentlich Oscar?

Seinen heute üblichen Namen verdankt der seit 1929 verliehene Preis angeblich der Bibliothekarin und späteren Academy-Direktorin Margaret Herrick. Die Statue (35 Zentimeter hoch, vier Kilogramm schwer, goldüberzogen) sehe ihrem Onkel Oscar ähnlich, soll sie gesagt haben. 1939 liess die Akademie den Spitznamen zu. (sda/dpa)

Oscars 2016 Beste Hauptdarstellerin

Oscars 2016 Beste Regie

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Kommentar

Synchronisation sucks – weshalb die Originalfassung immer besser ist

Leute, tut euch einen Gefallen und schaut eure Filme und Serien gefälligst im Originalton.

Bei den Oscars 2020 befand sich das amerikanische Kinopublikum in einer ungewohnten Situation: Der südkoreanische Film «Parasite» hatte eben abgeräumt; unter anderem in der Kategorie «Best Picture» – das erste Mal, dass ein nicht-englischsprachiger Film in dieser Kategorie gewann.

Und nun sah sich die amerikanische Kinowelt mit der Frage konfrontiert, Synchronfassung oder Originalton? Und damit auch mit der übergeordneten Frage: Kann die Synchronfassung dem Originalfilm gerecht werden?

Liebe …

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