Gesellschaft & Politik
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«Das beste Departement, das es gibt»

Ueli Maurer will auch bei Gripen-Nein VBS-Chef bleiben 

Swiss Defense Minister Ueli Maurer (C) attends a military exercise during the traditional 'kasernen-talks' (Kasernengespraech) at the air base of the Swiss air force in Payerne March 25, 2014. Switzerland will vote on a referendum regarding the purchase of new Saab Gripen fighter jets on May 18, 2014. REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND  - Tags: MILITARY POLITICS)

Bild: Reuters

Im Abstimmungskampf um die Gripen-Beschaffung hat Bundesrat Ueli Maurer jüngst mit dem Schweizer Fernsehen SRF gehadert. Das sei wohl ein «Vater-Reflex», die Armee sei für ihn wie ein Kind. Ein Nein zum Gripen wäre kein Grund für ihn, das Departement zu wechseln

Denn «das VBS ist das beste Departement, das es gibt», sagte der Verteidigungsminister in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Dementsprechend werde er auch bei den Bundesratswahlen 2015 definitiv wieder kandidieren, sagte der SVP-Bundesrat. 

In einem Interview mit der SRF-Sendung «Rundschau» hatte sich Maurer am vergangenen Mittwoch vor laufender Kamera über einen TV-Beitrag zum Kampfjet Gripen enerviert. Er geisselte diesen als «tendenziös», zumal für ein Fernsehen, das von öffentlichen Geldern lebe. 

Auch im Interview mit der «Schweiz am Sonntag» führte Maurer seine Kritik aus. Der im Beitrag zitierte deutsche Militärexperte Lutz Unterseher sei «ein Linker, der seit 20 Jahren als Armeeabschaffer bekannt und sicher kein Experte in Sachen Luftwaffe» sei. Es hätte dutzende neutrale Luftwaffenspezialisten gegeben

Lobende Worte für SRG-Chef de Weck

Seine emotionale Reaktion begründete der Verteidigungsminister im «SonntagsBlick» damit, dass es ihn ärgere, wenn man versuche, die Armee und ihr Umfeld zu diskreditieren. Schliesslich gäben dort Hunderttausende von Leuten jeden Tag ihr Bestes. «Wenn man diesen Menschen derart schnoddrig begegnet, dann stelle ich mich vor sie. Das ist wohl der Vater-Reflex.» 

Das Kind mit dem Bade ausschütten wollte Maurer trotz SRF-Kritik nicht. So fand er für SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der «Schweiz am Sonntag» lobende Worte: «Ich finde, er persönlich hat eine gute Linie und ein gutes Gespür.» Als oberster Chef der SRG mache er es «nicht schlecht». «Als Person überzeugt er mich, politisch haben wir andere Ansichten.» (rey/sda) 



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    Alle Leser-Kommentare
  • sleeper 20.04.2014 16:55
    Highlight Highlight Kompliment an Watson: Gute und faire Berichterstattung.
  • papparazzi 20.04.2014 12:30
    Highlight Highlight Wenigstens hat man hier dem Herr Bundesrat Maurer sauber die Möglichkeit gegeben für eine Stellungsnahme und Erklärungen im Zusammenhang! Hier sind die Fragen auch differenzierter und objektiver als beim linken Journalisten Sandro Brox! ut (dp)

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