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ARCHIVE --- AUF  BEFEHL ADOLF HITLERS BEGINNT AM 22. JUNI 1941 DER UNTER DEM DECKNAMEN BARBAROSSA GEPLANTE ANGRIFFSKRIEG DER DEUTSCHEN WEHRMACHT AUF DIE SOWJETUNION. DIE OSTFRONT IM ZWEITEN WELTKRIEG IST DAMIT EROEFFNET. DIESER KRIEG IST NICHT ZULETZT EIN KRIEG DER PROPAGANDA. DAS IHNEN HIER ZUR VERFUEGUNG GESTELLTE BILDMATERIAL STAMMT AUS DEUTSCHEN QUELLEN. NACH ANFAENGLICHEN ERFOLGEN WANDELT SICH DIE DEUTSCHE OFFENSIVE ZU EINER KATASTROPHE. DER DEUTSCHE HISTORIKER ERNST NOLTE BEZEICHNET DIESEN KRIEG MIT SCHAETZUNGSWEISE 40 MILLIONEN TOTEN IN SEINEM BUCH 'DER FASCHISMUS IN SEINER EPOCHE' ALS DEN

Mit Schweizer Hilfe gelangte die Wehrmacht an Devisen für ihre Vernichtungskriege. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Die Schweiz als «Hitlers Geldwäscher»: Wer überfällt schon seinen eigenen Banktresor? 

Die Kontroverse um Schweizer Konten von Holocaust-Opfern wirbelte vor 20 Jahren viel Staub auf. Nun rollt ein Dokumentarfilm ein weiteres Mal die Geschäfte der Schweiz mit den Nazis auf.



Ein kanadischer Spirituosenhersteller klopfte 1995 bei den Schweizer Banken an, um Auskunft über mögliche Konten von Opfern des Nazi-Holocaust zu erhalten. Diese zeigten ihm die kalte Schulter. Darauf wandte sich Edgar Bronfman, Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), an einen mächtigen Mann der US-Politik: den republikanischen Senator Alphonse D'Amato aus New York. Er witterte die Chance, jüdische Wählerstimmen zu gewinnen, und nahm sich der Sache an.

Damit begann die Kontroverse um die nachrichtenlosen Vermögen, die sich zu einer der grössten Krisen der jüngeren Schweizer Geschichte entwickelte. Das Selbstbild der Schweiz wurde in seinen Grundfesten erschüttert: Blieb sie im Zweiten Weltkrieg nicht wegen ihrer Neutralität und ihrer starken Armee verschont, sondern weil sie mit den Nazis kollaboriert hatte? Für D'Amato war der Fall klar. Auch Präsident Bill Clintons Regierung setzte die Schweiz unter Druck.

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Der Dokumentarfilm in voller Länge. YouTube/Reportage Dokumentation

20 Jahre danach hat der deutsche Fernsehsender ARD die Kontroverse neu aufgegriffen. Am Montag strahlte er zu nachtschlafender Zeit einen Dokumentarfilm mit dem reisserischen Titel «Hitlers Geldwäscher» aus. Sein Autor, der renommierte französische Investigativjournalist Xavier Harel, präsentiert die Schweiz darin einmal mehr in einem unvorteilhaften Licht. Aus seiner Sicht hat sie wesentlich dazu beigetragen, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg führen konnte.

«Der Zweite Weltkrieg war der am besten organisierte Raubzug der Militärgeschichte.»

Adam Tooze, Historiker

Neben den nachrichtenlosen Vermögen widmet sich der Film einem weiteren dunklen Kapitel: der Annahme von Raubgold durch die Schweizerische Nationalbank. Viel Neues erfährt man nicht, dennoch zeigt der Film interessante Zusammenhänge. So hatte Hitler die deutschen Devisenreserven für den Aufbau von Wirtschaft und Wehrmacht aufgebraucht. 1939 war das Land nach Ansicht von Zentralbankchef Hjalmar Schacht praktisch bankrott. Worauf Hitler ihn absetzte.

Unbegründet war die Warnung nicht. Beim Angriff auf Polen sei die deutsche Wehrmacht auf einen schnellen Sieg angewiesen gewesen, denn sie habe nur Munitionsreserven für 14 Tage Kampfeinsatz gehabt, heisst es im Film. Die Nazis brauchten Geld. Sie fanden es, indem sie die Goldreserven der eroberten Länder plünderten. «Der Zweite Weltkrieg war der am besten organisierte Raubzug der Militärgeschichte», sagt Adam Tooze, Historiker an der New Yorker Columbia-Universität.

«Bis zuletzt konnte die Reichsbank sich auf die Schweizerische Nationalbank verlassen.»

Zitat aus «Hitlers Geldwäscher»

Das Raubgold musste «gewaschen» und in Devisen umgewandelt werden, mit denen die Nazis Rohstoffe beschaffen konnten. Die Banken in der neutralen Schweiz leisteten dazu einen wesentlichen Beitrag, sie nahmen fast 400 Tonnen Gold entgegen, was einem heutigen Gegenwert von rund 15 Milliarden Euro entspricht. Mit Abstand wichtigster Abnehmer war die Nationalbank.

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS SICH DIE SNB MIT MILLIARDEN GEGEN DIE FRANKENSTAERKE STEMMT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- The Swiss National Bank, SNB, photographed  Thursday, 15 January 2015, in Bern, Switzerland. The Swiss National Bank (SNB) ended the day by abandoning its exchange rate control and cut interest rates to -0.75 to send the franc soaring against the single currency.  The Swiss franc rose by almost 30 per cent against the europe after the move shocked global markets. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Nationalbank nahm den Nazis tonnenweise Gold ab.
Bild: KEYSTONE

Die Nationalbank habe behauptet, internationales Recht erlaube solche Geschäfte, sagt der Lausanner Historiker Hans-Ulrich Jost im Film. Als neutrales Land habe die Schweiz auch mit den Alliierten Geschäfte gemacht und sich darum auf den Standpunkt gestellt, sie könne das deutsche Gold nicht zurückweisen, ergänzt der ehemalige Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth. Er räumte ein, im Nachhinein könne man sich fragen, «ob genug kritische Fragen gestellt wurden».

Goldkäufe bis April 1945

Nicht nur daran hat es gefehlt. Der Historiker Marc Perrenoud, ein ehemaliger Mitarbeiter der Bergier-Kommission, verweist auf Dokumente, wonach die Nationalbank erwogen habe, deutsches Gold einzuschmelzen, um seine Herkunft zu vertuschen. So weit sei es nicht gekommen, betont Jean-Pierre Roth. Dennoch waren die Geschäfte mit Deutschland den Alliierten zunehmend ein Dorn im Auge, denn sie wurden auch nach der Invasion in der Normandie im Juni 1944 fortgesetzt.

Erst am 8. März 1945, zwei Monate vor Kriegsende, verpflichtet sich die Schweiz, kein Gold mehr zu kaufen. Aber noch im April trafen Goldbarren der deutschen Zentralbank in der Schweiz ein. Der Grund dafür ist unklar. «Bis zuletzt konnte die Reichsbank sich auf die Schweizerische Nationalbank verlassen», lautet das wenig schmeichelhafte Fazit in «Hitlers Geldwäscher».

«Ohne den Finanzplatz Schweiz hätten sich die Nazis den Krieg nicht leisten können.»

Gregg Rickman

Der Film impliziert unverblümt, dass die Schweiz wegen dieser Geschäfte von den Nazis verschont wurde. Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss zitiert dazu den Schriftsteller Bertolt Brecht: «Hitler hat kein Interesse, die Schweiz zu besetzen. Wer überfällt schon seinen eigenen Banktresor?» Historiker Adam Tooze meint, es sei für die Nazis «völlig uninteressant» gewesen die Schweiz zu besetzen, «nicht nur weil militärische Operationen in den Alpen eine heikle Sache sind, sondern vor allem weil es für das Regime nützlich war, einen Geldtresor auf einer Insel der Neutralität zu haben».

ARCHIVE --- NACH ZAEHEN VERHANDLUNGEN WURDE VOR 70 JAHREN, AM 25. MAI 1946, DAS WASHINGTONER ABKOMMEN BESCHLOSSEN. DIE VERHANDLUNGEN AUF SCHWEIZER SEITE FUEHRTE MINISTER WALTER STUCKI. DER VERTRAG REGELT DIE VON DEN WESTLICHEN ALLIERTEN SIEGERMAECHTEN USA, GROSSBRITANNIEN UND FRANKREICH GELTEND GEMACHTEN ANSPRUECHE UEBER DEUTSCHE VERMOEGENSWERTE IN DER SCHWEIZ UND DES VON DER NATIONALBANK ERWORBENEN RAUBGOLDES --- Minister Walter Stucki, im April 1946 bei seiner Rueckkehr von den Verhandlungen um das

Botschafter Walter Stucki (l.) besteigt das Flugzeug nach Washington, wo er das vorteilhafte Abkommen aushandelte.
Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Am Ende kam die Schweiz mit einem blauen Auge davon, sie musste nur 250 Millionen Franken aushändigen. In einer internen Depesche hiess es, die in Washington geschlossene Übereinkunft sei «fast ein diplomatisches Wunder». In den folgenden Jahrzehnten waren die Nazi-Geschäfte kein Thema mehr. Im Kalten Krieg galt die «neutrale» Schweiz als verlässlicher Verbündeter des Westens. Mit seinem Ende wurde die Vergangenheit neu aufgerollt.

Hat die Schweiz den Krieg verlängert?

Nun kam die Schweiz nicht mehr so glimpflich davon. Sie wurde verdächtigt, Gelder von jüdischen Opfern des Holocaust unterschlagen oder den Nazis ausgehändigt zu haben. Für Empörung sorgte vorab die Tatsache, dass die Banken von den Hinterbliebenen der Opfer Sterbeurkunden verlangten, die in den Vernichtungslagern natürlich nicht ausgestellt worden waren.

Gregg Rickman, die damalige rechte Hand von Senator D'Amato, kommt im Film zu einem harten Urteil: Die Schweizer Banken hätten das Geld als Kriegsbeute angesehen. «Ohne den Finanzplatz Schweiz hätten sich die Nazis den Krieg nicht leisten können», meint Rickman. Er ist überzeugt, dass die Schweiz den Nazis geholfen hat, den Krieg zu verlängern – ein heikles Thema, das im Film kontrovers abgehandelt wird. Hans-Ulrich Jost etwa sieht die Sache differenzierter.

Gegenseite kommt kaum zu Wort

Frei von Mängeln ist «Hitlers Geldwäscher» nicht. So erwähnt der Film, die Schweiz habe in den 90er Jahren ihre «angeblich makellose Asylpolitik» hinterfragen müssen. Dieser Prozess hatte bereits zuvor begonnen, etwa mit dem Spielfilm «Das Boot ist voll». Zum 50. Jahrestag des Kriegsendes 1995 entschuldigte sich der damalige Bundespräsident Kaspar Villiger öffentlich dafür, dass jüdische Flüchtlinge an der Schweizer Grenze abgewiesen worden waren.

Wenig zielführend wirken auch die Auftritte des unvermeidlichen Jean Ziegler und des ehemaligen Wachmanns Christoph Meili. Und die Gegenseite kommt erst ganz am Schluss zu Wort, durch den Lausanner Ökonomen Jean-Christian Lambelet, Mitglied des Arbeitskreises Gelebte Geschichte. Er verweist auf das Ungleichgewicht von 80 Millionen Deutschen gegen vier Millionen Schweizer, die sich zudem nur zur Hälfte selbst ernähren konnten. «Wir mussten leben», sagt Lambelet.

Das wurde aus der Führungsriege des «Dritten Reiches»

Dieser Aspekt hätte eine vertiefte Behandlung verdient. War die enge Zusammenarbeit mit den Nazis der Preis dafür, dass die Schweiz den verheerenden Krieg unbeschadet überstehen konnte? Womit sich nicht alles entschuldigen lässt, was damals und danach geschah. Bei den nachrichtenlosen Vermögen jedenfalls wurden die Schweizer Banken zur Kasse gebeten. 1998 zahlten sie den Angehörigen der Holocaust-Opfer in einem Vergleich 1.2 Milliarden Franken.

Dabei ist es nicht geblieben. Die Schweizer Banken wurden seither wiederholt von der US-Justiz in den Schwitzkasten genommen, vor allem in Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis. Sie mussten happige Bussen entrichten. Der Film stellt die Frage, ob die Schweiz bereit ist, die Konsequenzen aus ihrer Vergangenheit zu ziehen. «Ich frage mich, ob die Banken irgend etwas gelernt haben», sagt der ehemalige D'Amato-Vertraute Gregg Rickman.

Unternehmen «Barbarossa»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maurus Dähler 15.07.2016 20:12
    Highlight Highlight Wir hatten Alliierte Spione in unserem Land. Produzierten Waffen für die Nazis in unseren Waffenfabriken. Hatten eine Schmuggelroute über Vichy Frankreich. Schossen sowohl Deutsche als auch Alliierte Flugzeuge ab. Das habe ich jedenfalls gehört und gelernt bekommen. Die Schweiz hat das getan um zu überleben.
  • Olaf! 15.07.2016 09:56
    Highlight Highlight Wenn die bösen Schweizer den Nazis das Gold liquidierten und die dann mit dem Geld Rohstoffe und was auch immer kauften. Wer verkaufte denn diese Waren? Im besetzten Gebiet bezweifle ich, dass die Deutschen Probleme damit hatten, sich zu nehmen was sie wollten.
    • Der Rückbauer 16.07.2016 01:20
      Highlight Highlight Vor allem interessiert die Frage, wo das Raubgold, mit welchem die nach Nazi-Deutschland importierten Rohstoffe (für Waffenproduktion) bezahlt wurden,gelandet ist? Wer waren die Lieferanten dieser Rohstoffe? - Während des 2. WK war die Schweiz das einzige Land, in welchem Gold frei handelbar war. Ja, auch Raubgold, mit dem die Nazis die Rohstoffe bezahlten, auch an alliierte Länder - auch an die USA?....Krieg fragt nicht nach Moral, aber von einem Dokumentarfilm erwarte ich Ausgewogenheit. (https://www.geschichte-schweiz.ch/raubgold-reichsbankgold-holocaust.html)
  • http://bit.ly/2mQDTjX 15.07.2016 02:09
    Highlight Highlight Was hilft der Blick soweit zurück?

    Ist die Situation heute ähnlich? Etwa die Schweiz als Gehilfe der Koalition der Willigen?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Koalition_der_Willigen

    Werden unsere Urenkel dereinst fragen, was wir denn unternommen hätten, als diese Koalition der Willigen die Welt in den dritten Weltkrieg führte? Wird die Schweiz dereinst Verantwortung übernehmen müssen für ihre Mitwirkung an Kriegsverbrechen, für die sie sich schon immer gut bezahlen liess?

    Haben wir etwas aus der Geschichte gelernt?
  • kEINKOmmEnTAR 14.07.2016 23:01
    Highlight Highlight Im Nachhinein eine Personen für ihr Handeln zu verurteilen die die Verantwortung über 6 Millionen Menschenleben hatten ist immer einfach und sicher nicht zielführend.

    Während dem Krieg gab es zwei Parteien, die Allierten und die Achsenmächte. Es gab nicht die Guten und die Böse und beide Seiten werden wahrscheinlich Rechte verletzt haben. Die neutrale Schweiz hatte mit beiden Geschäfte gemacht und das ist auch gut so.
  • Hans Albert Salden 14.07.2016 17:10
    Highlight Highlight https://leandersalden.wordpress.com/eine-seite/ Hier gibt es unter "Vorwort" einige interessante Informationen zum WKI, welcher ja nahtlos überging in den WKII. Ganz am Ende von diesem Vorwort ist ein ziemlich langer Kommentar ("Zwergmammut"). Wenn zutrifft, was dort steht, waren auch die Schweizer nichts anderes als Bauern in einen großen Spiel. Groll und Verachtung für Profiteure des Zweiten Weltkriegs? Dann aber bitte dorthin, wo es mehr als gerechtfertigt wäre.
  • Dä Brändon 14.07.2016 16:34
    Highlight Highlight Das Gold gab der Schweiz vermutlich den Kickstart für die blühende Wirtschaft. Das der Krieg hätte verkürzt werden können hätte sich die Schweiz geweigert das Gold umzutauschen bezweifelfe ich doch sehr. Was aber der absolute Gipfel ist, ist die amerikanische Heuchelei. Den Schweizern vorzuwerfen sie hätten nichts daraus gelernt und betreiben weiterhin schmutzige Geschäfte. Im Vergleich zu den USA ist unser Scheisshaufen, neben dem der Amerikaner, gar nicht zu sehen.
    • rodolofo 15.07.2016 10:36
      Highlight Highlight Ja klar, die "Andern" sind sowieso die "Bösen"...
      Aber wir reden jetzt nicht von diesen "Anderen"!
      Wir reden von einem Teil unserer eigenen Vorfahren und was aus ihrem Nachwuchs geworden ist!
      Natürlich haben sie getan, was sie offenbar tun mussten oder tun wollten.
      Und sie haben hinterher all ihre kriminellen Machenschaften schön geredet und verklärt.
      Aber mit ihren Mythen und Legenden lassen sich nicht alle abspeisen!
      Und das ist in "Amerika" nicht anders.
    • Dä Brändon 15.07.2016 11:50
      Highlight Highlight Ich gebe Dir da absolut recht! Ich wollte die Haltung der Schweiz im 2. WK nicht runterspielen, nur diese Heuchelei stinkt bis zum Himmel. Und wenn man als Heuchler andere beschuldigt kriegt man vom Gegenüber umso mehr Gegenwehr!
  • Zeit_Genosse 14.07.2016 08:29
    Highlight Highlight Die Schweiz hat sich kaufen lassen! (?)
    a) damit viele Leben auf dem Gewissen.
    b) damit viele Leben gerettet.

    Der Rest ist historische Aufarbeitung die je nach
    Interessenslage zu anderen Ergebnissen führt.

    Trotzdem sollten wir (die Schweiz) mit Demut immer daran denken (auch die Generationen die dafür nichts können), dass unser heutige Wohlstand in dieser Zeit begründet liegt.
    • R&B 14.07.2016 09:38
      Highlight Highlight @Zeit_Genosse
      ja
  • rodolofo 14.07.2016 08:26
    Highlight Highlight Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Schweizer Grossbanken ihr erfolgreiches Geschäftsmodell als Komplizen, diskrete Raubgold-Aufbewahrer, Vermögensverwalter und Geldwäscher des internationalen organisierten Verbrechens, also Maxi-Diktaturen (Bananenrepubliken und Ostblock-Oligarchen) und Mini-Diktaturen (Mafia, Multis und reiche Geschäftsleute) weiterentwickelt und perfektioniert.
    Und nur einige Tage, nachdem der Chef einer Schweizer Grossbank den angeblichen "Mitte-Links-Kurs" des aktuellen Bundesrats beklagt, ist bereits die Rede vom Doppelrücktritt Schneider-Amman und Leuthard...
    • R&B 14.07.2016 09:37
      Highlight Highlight Die Kaste der Bankster
  • henkherrmann 14.07.2016 00:30
    Highlight Highlight wenn ich die Diskussion so überblicke bleiben mir 3 eher ungeordnete Gedanken:

    1.) es wird hier ja viel vom - individuellem oder kollektivem - Untergang des Landes phantasiert. Die anderen, die besetzten Länder, ob sie den Krieg erklärt, sich gewehrt haben oder annektiert wurden … es gibt sie immer noch! Zerschossen, versehrt und mit ihren Widerständlern, Arrangierern u Mitläufern in Auseinandersetzung. >„Mag zynisch sein, ist aber trotzdem so.“< Leben die vielleicht etwas aufrechter als die neutrale, gerettete Schweiz, die am Ende nur gewonnen u verdient hat?

    ... tbc
    • R&B 14.07.2016 09:31
      Highlight Highlight @henkherrmann: Wenn jetzt jemand mit der Waffe in Ihrer Wohnung vor Ihnen steht und Sie entscheiden müssen, ob Sie sterben oder eine dubiose Geldtransaktion auf Ihrem Konto machen sollen. Wie entscheiden Sie?
      Ich kann es für mich nicht beantworten, weil ich noch nie in einer solchen Situation war.
      Der Vergleich ist sehr real, denn hätte Hitler die Schweiz eingenommen, wäre die ganze Regierung mit Familie und alle Politiker umgebracht worden. Ebenfalls alle Jude und viele Schweizer Einwohner.
      Das war vermutlich die Situation, in der sich die Regierung der Schweiz damals befand.

    • henkherrmann 14.07.2016 20:45
      Highlight Highlight .. scheinheilige Methode, dass hier die ganze Zeit versucht wird mit einer existenziellen Konstruktion (Leben od Tod) die Moral-Frage auszuhebeln. Haben denn die Regierenden also sich selbst geschützt oder das ganze Land? Wollten das alle so? Welche Juden nicht? Warum wurde noch NaziGold genommen als der Krieg längst entschieden war?
      Da spannt sich doch ein weites Feld vom Überleben (von was oder wem?) zu profitabler Kriegsbeute (wie es in dem Film heisst) an der festgehalten wurde bis es nicht mehr ging. Hier wird immer der Deckel drauf gehalten. Darum reden darüber immer nur die Anderen!
    • R&B 15.07.2016 19:12
      Highlight Highlight @henkherrmann: Es muss dann schon zwischen Regierung und Bankstern unterschieden werden. Nach dem 2WK haben die Bankster weiter gewütet. Deckel drauf halten? Nein. Der Bundesrat hat die Bergier-Kommission eingesetzt, die schonungslos die Wahrheit zu Tage gebracht hat. Der Bundesrat hat sich darauf basiert für das Verhalten entschuldigt. Was möchten Sie denn noch mehr?
  • henkherrmann 14.07.2016 00:28
    Highlight Highlight ...

    2.) Die "Häme" im Film ist vielleicht eine angemessene Reaktion auf das Fehlen eines moralischen Gegenüber auf der Schweizer Seite.

    3.) Geht es bei dieser Diskussion vor allem so zu u her, weil die globale Konflikt-Profiteure-Konstellation der CH sich wie ein roter Faden durch die Geschichte bis heute zieht?

    Am Ende schwingt doch auch hier die allgemeinen Einstellung in CH nach oben aus: „…Beigelegt. Fall erledigt.“ (im Film min.41)
    • R&B 14.07.2016 09:35
      Highlight Highlight @ henkherrmann:
      add 2) "Häme" ist unterste Schublade. Von einem seriösen Journalisten erwarte ich Analyse und Reflektion.
      Wenn Schweizer Banker sich arrogant verhalten, soll dies auch entsprechend behandelt werden und nicht gleich alle Schweizer als Kollaborateure in einen Topf geworfen werden. Für die ganze Schweizer Bevölkerung war es in den 90er ein Schock, als wir davon erfahren haben.
    • R&B 14.07.2016 09:36
      Highlight Highlight @henkherrmann:
      add 3) Bitte führen Sie etwas mehr aus.
    • henkherrmann 14.07.2016 20:59
      Highlight Highlight @R&B/2: ich verstehe es nicht mal als Häme. es ist ein langer Finger der sich dahin bohrt wo es weh tut. Die eigenen Leute tun es ja nicht: nicht benennen, schon gar nicht analysieren oder gar reflektieren. Wird ja hier auch nicht gemacht: 'der Grossvater an der Grenze, die Banker, eine Regierung, die Bevölkerung' - immer schön umenannt. Wenn es keiner war, waren es doch alle und die kommen in den Sack und Knüppel drauf - so läuft das bei den Fremdmedien. Was hat der Schock denn bewirkt? Das Bankgeheimnis steht immer noch höher im Kurs als ethisches Wirtschaften. Hauptsache uns gehts gut
    Weitere Antworten anzeigen
  • R&B 13.07.2016 21:05
    Highlight Highlight Ich habe mir den Film soeben angeschaut. Er schönt die Rolle der Schweiz nicht und zeigt auch die arrogante Rolle der Banken während der Untersuchungen. Die Rolle der Schweizer Regierung und Banken im 2.Weltkrieg war damals ein Schock für uns alle. Viele haben es negiert. Andere wie ich enttäuscht akzeptiert. Natürlich hat sich jeder gefragt, wie man sich selber damals verhalten hätte, um die eigene Bevölkerung zu schützen. Einige selbstkritisch. Viele mit Wut gegen das Ausland.
    Was mir am Film nicht gefiel, ist der hämische Kommentar und das Auslassen der Situation der Regierung damals.
  • ElendesPack 13.07.2016 19:21
    Highlight Highlight Ein Land, das neutral ist und umzingelt von kriegführenden Mächten, welches mit allen Seiten gleichermassen Geschäfte macht (Ui nein! Neutral eben.), damit es wenigstens auf kleinem Raum noch ein stabiles und humanes System aufrecht erhalten kann, muss sich meiner Meinung nach für gar nichts entschuldigen.
    Und b.t.w.: Mein Grossvater stand damals mit einem Karabiner an der Grenze und sah das Ganze weder als Spiel für Buben an, noch glaubte er, dass ihn die Banken schon beschützen würden.
    Aber aus 70 Jahren Distanz lässt sich leicht urteilen.
    • MARTHAR 14.07.2016 12:26
      Highlight Highlight Human? Nun, das werden die an der Grenze abgewiesenen jüdischen Flüchtlinge wohl etwas anders sehen. Und btw: Wenn es doch für die Schweiz nur ums Überleben ging, weshalb hat sie dann an diesen dreckigen Geschäften auch weit nach Ende des 2. Weltkriegs festgehalten? Weshalb die jüdischen Vermögen nicht von sich aus zurückbezahlt? Weshalb liegt auf hiesigen Banken nicht nur Millionen an hinterzogenem Steuergeld aus dem Ausland, sondern auch das Vermögen der Diktatoren-Elite dieser Welt?
    • ElendesPack 15.07.2016 12:37
      Highlight Highlight "Die Schweiz" hat das also gemacht? Dann muss irgendwo noch ein riesiges Familienvermögen rumliegen, von dem ich nichts weiss. Schön, dass ich das endlich erfahre.
      Für Ihre restlichen Fragen: Fragen Sie die Banken, die werden das beantworten können. Ich kann es jedenfalls nicht, auch wenn ich Teil von "der Schweiz" bin.
  • Der Rückbauer 13.07.2016 17:04
    Highlight Highlight Danke, dass Peter Blunschi wenigstens in einigen, völlig einseitig dargestellten Punkten Gegensteuer gibt. Diese Geschichte ist in diesem Film teilweise völlig verdreht und vor allem einseitig dargestellt. Die Gegenseite kam kaum zu Wort. Der Film ist von einer jüdischen Stiftung finanziert. Um noch etwas mehr Gegensteuer zu geben, hier eine Seite von ARD (http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1996/erste6668.html) von 1996, mit dem Titel: Nazi-Gold - Alliierte täuschten die Weltöffentlichkeit. Hier wird die Geschichte wenigstgens etwas differenzierter dargestellt.
    • MARTHAR 14.07.2016 12:28
      Highlight Highlight "Der Film ist von einer jüdischen Stiftung finanziert." Und schon sind wir bei der zionistischen Weltverschwörung. Weil einfach nicht sein kann, was nicht sein darf, siehe auch die unsägliche NZZ Berichterstattung über die Verwicklung der Schweiz in die Kolonialgeschichte.
  • The_Knight 13.07.2016 16:03
    Highlight Highlight Seit Jahren sehe und lese ich das Wort Aufarbeitung der Vergangenheit. Ich bin froh habe ich diese Zeit der Kriege nicht erlebt. Manchmal frage ich mich, wieviele verschiedene andere Länder zahlen müssten. Kolonialmächte. Da wären wohl einige mehr oder weniger pleite. Langsam aber sicher nervt mich das Thema.
  • Homes8 13.07.2016 15:10
    Highlight Highlight Die BIZ übernahm 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs das österreichische Gold und war 1939 nach der NS-Besetzung der sogenannten Rest-Tschechei auch bei der Überweisung eines Teils des tschechischen Goldes zugunsten der NS-Seite behilflich. Lord Montagu Norman, einer der Präsidenten der BIZ und gleichzeitig Leiter der Bank of England, verhinderte die Überweisung nicht. Ab April 1939 wurde der am. Wall-Street-Anwalt T. McKittrick, der die Interessen Rockefellers wahrnahm, als Präs. in die BIZ berufen. Während 39-45 wickelte die BIZ alle notwendigen Devisengeschäfte für das Deutsche Reich ab.
    • Fabio74 13.07.2016 16:03
      Highlight Highlight Mag sein. Thema trotzdem verfehlt. Geht um die Schweiz, dann ists unnötig anderen Dreck auszubuddeln um zu relativieren.
    • Homes8 13.07.2016 18:04
      Highlight Highlight @ Fabio74
      Für dich wieder mal eine Extraerklärung.
      Die BIZ wickelt die internationalen Zahlungen ab und gehöhrt nicht zur CH, auch wenn sie in Basel liegt. Extratertoriales Gebiet. Die belgieschen Delegierten wollten Sie eigentlich in Brüssel ansiedeln. Die Allierten Dellegierten, USA, GB, F, I und auch D einigten sich dann auf Basel. Da läuft der Zaster durch. Wir Schweizer Bürger haben mit dem Nazigold nichts zu tun
  • Homes8 13.07.2016 15:08
    Highlight Highlight Hier noch ein Beitrag von Wiki betreffend BIZ
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bank_f%C3%BCr_Internationalen_Zahlungsausgleich
    In der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 galt die BIZ als sehr „nazifreundlich“ mit einer einflussreichen „deutschen Gruppe“ innerhalb der Organisation. Emil Puhl, geschäftsführender Vizepräsident der Reichsbank war stellvertretendes Mitglied („Alternate“) des BIZ-Verwaltungsrats geworden. Fortsetzung folgt-
  • MaxM 13.07.2016 14:39
    Highlight Highlight War die Geschichte auch nicht etwa so, dass die Schweiz bzw. Schweizer Banken zu den Unternehmen gehören, die die Konti weiterführten, obwohl in den anderen Ländern nach dem Ablauf bestimmter Zeit solche Konti einfach aufgelöst wurden?
    • Der Rückbauer 13.07.2016 17:07
      Highlight Highlight Ich glaube mich zu erinnern, dass gerade die USA die Konti verstaatlichten, wenn 5 Jahre lang kein Kontakt mit dem Kontoinhaber erfolgte. Die Schweiz kannte keine solche "Verwirkung", die Konti wurden einfach zins- und kommissionsfrei gestellt.
  • zsalizäme 13.07.2016 11:41
    Highlight Highlight Den letzten Satz von Gregg Rickmann finde ich herrlich... «Ich frage mich, ob die Banken irgend etwas gelernt haben». Und das von einem Ami?

    Ja, ich frage mich auch, ob die CH-Banken etwas gelernt haben, ich frage mich aber noch vielmehr, wann die Amis aus ihren Fehlern lernen werden...
    • smoking gun 13.07.2016 12:55
      Highlight Highlight Nö, es war die Sowjetunion, die den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Das Aufreiben der Wehrmacht an der Ostfront war kriegsentscheidend.

      Natürlich haben die USA auch einen wichtigen Teil dazu beigetragen. Zum Bespiel die Lieferungen von Kriegsgütern und Lebensmitteln an die Sowjetunion.
    • Fabio74 13.07.2016 16:07
      Highlight Highlight @smoking gun: Es waren Sowjets, die USA, die Briten, die Kanadier und unzählige andere. Ohne den russischen Sieg zu schmälern, aber ohne Sieg in Afrika um die Eroberung Italiens als Entlastung der Russen im Osten und der Angriff im Westen wäre es wohl länger gegangen. Die Deutschen brauchten an mehreren Fronten Truppen
    • MARC AUREL 13.07.2016 16:52
      Highlight Highlight Du sagst es! Ohne Lieferungen wären die Russen unfähig gewesen! Also haben die Amis den 2 Weltkrieg gewonnen! Und längerfristig wäre es nur mit die Amerikaner gegangen.
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  • Denk nach 13.07.2016 11:30
    Highlight Highlight Mein Grossvater stand an der Grenze. Die moralische Frage, wer sich wie in einem Weltkrieg korrekt verhalten hat, kann man im Nachhinein immer stellen. Fraglich ist, wer hier mit weisser Weste davon kommen soll.

    Danke das die Schweiz es geschafft hat nicht in diese Schlachterei involviert zu werden.... Das Volk wurde beschützt. Deswegen bin ich heute hier.
    • Denk nach 13.07.2016 13:42
      Highlight Highlight @Ehrlich, habe ich das behauptet? Wo denn? Er wäre vermutlich gestorben und ich wäre nicht hier. Daher bin ich dankbar das wir nicht im Krieg waren.
    • MARC AUREL 13.07.2016 16:56
      Highlight Highlight Es geht nicht drum sich korrekt zu verhalten. Da ist niemanden unschuldig aber kämpfen hätte man können wie die meisten und sich nicht einfach ergeben.
    • Denk nach 13.07.2016 18:10
      Highlight Highlight Verstehe ich nicht, sorry.

      Du würdest also lieber gegen Deutschland kämpfen und den Handel verweigern, nur um das richtige zu tun? Im Verhältnis 20:1? Im besten Fall gibt es noch Wiederstandsnester in den Alpen, das Mittelland wo die Frauen und Kinder leben ist so oder so verloren.

      Erkläre doch dann deiner Tochter, wenn sie von Besatzungssoldaten vergewaltigt wird, dass sie für den Kampf der Schweiz für das Gute halt ein Opfer bringen muss.

      Es ist echt absurd mit was für Ideen einige hier um sich werfen. Sorry
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 13.07.2016 11:23
    Highlight Highlight Ja. Unterstehe drücken auch Verständnis für die Situation der Schweiz aus. Sicher, man will und muss überleben.
    Nur: bis in die 90er hinein lautete der tenor: unsere stolze armee und ihre bunker und der verteidigungswille haben die Schweiz gerettet, deshalb ist jeder, der auch nur was anderes denkt, ein landesverräter.
    Unreflektierter patriotismus und armeeverherrlichung gaben den ton an.
    Peter bichsel, 2010 in der work zeitung: 'auch in bin der schule zum patrioten gemacht worden.'
    Die Realität, dass die Schweiz der banktresor hitlers war, wurde vehement unter den tisch gewischt.
    • nilson80 14.07.2016 11:52
      Highlight Highlight Guter Kommentar. Es geht nicht darum über die Menschen von damals zu richten. Keiner von uns weiss ob er zum Helden taugt bis es mal wirklich so weit ist. Die mythologisierte Armeeverherrlichung mit dem Ziel der Unterdrückung von anderen Auffassungen ("Landesverräter") und der Vertuschung krimineller Geschäfte darf sehr wohl scharf kritisiert werden.
  • saukaibli 13.07.2016 11:03
    Highlight Highlight «Ich frage mich, ob die Banken irgend etwas gelernt haben». Na das lässt sich garantiert mit "ja" beantworten. Sie haben gelernt, dass man betrügen und bescheissen kann wie man will, kriminelle Geschäfte mit kriminellen Leuten machen kann und danach kaum Konsequenzen zu befürchten hat. Und vor allem, dass es meistens so lange geht bis etwas passiert, da ist schon die nächste oder übernächste Generation am Ruder. Sonst wäre die Schweiz ja nicht immer noch die Nummer 1 bei Schwarzgeldkonten.
  • kaiser 13.07.2016 10:46
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel. Dass der Film einseitig und tendenziös ist wurde bereits erwähnt (auch Dokumentarfilmer müssen ja Geld verdienen). Ja, die Schweiz hat Gold von Nazi-Deutschland von 1939-1945 im Wert von 1231,1 Mio Fr. angenommen. Die Schweiz hat in derselben Zeit aber auch Goldgeschäfte mit den Amis und den Briten im Wert von 2911,5 Mio Fr. gemacht. Damit sollten wir also in der Summe den Krieg eher verkürzt als verlängert haben um mit der Logik der Dokumentarfilmer zu argumentieren.
    • Denk nach 13.07.2016 12:54
      Highlight Highlight Der Sieger bestimmt die Rhetorik. Nazi Gold pfus, Ami Gold hui. Hätte hypothetisch gesehen Deutschland gewonnen wären die Argumentation umgekehrt.
  • henkherrmann 13.07.2016 10:18
    Highlight Highlight Oha, das geht ja hier sauglatt runter - diese nationale Selbstentschuldungs-Strategie in der Kommentaren sind im Groben gleich jedem Mitläufer und Kollaborateur der Nazis ... 'Selbsterhaltung, Geld nicht gleich Krieg, die Anderen haben auch ...' bla bla
    Wenn es 'moralisch eine andere Seite ist', dann lässt man Moral also grade lieber aus.
    Spätestens wenn man sagt "... so haben wir heute auch dadurch den Wohlstand, den wir geniessen dürfen ...", ist das fast unerträglich, sattes Kriegsgewinnlertum! und dann a la SVP immer von dem Widerstand, der Freiheit und den Entbehrungen schwafeln ...
    • MacB 13.07.2016 11:57
      Highlight Highlight Planspiel:
      Hätten wir heute dieselbe Situation, würdest du Deutschland den Krieg erklären oder kooperieren? ... Wahrscheinlich den Krieg erklären oder?

      Nun erkläre mir bitte, weshalb du dann die Abschaffung der Armee befürwortest?
      (Ich nehme aufgrund deines SVP-Bashings an, du bist links orientiert)

      Oder würdest du dich gleich freiwillig ergeben? WIe gesagt, es ist einfach, heute alles zu kritisieren. Doch was sind/waren die besseren Alternativen?
    • Raembe 13.07.2016 12:24
      Highlight Highlight Darf ich deinen Jahrgang wissen?
      Du bist sicher wie ich nach dem 2. Weltkrieg geboren. Wenn die NB das nicht getan hätte, wären die Deutschen vlt hier einmaschiert. Dann wärst Du vlt nie geboren worden...
    • henkherrmann 13.07.2016 13:15
      Highlight Highlight @MacB
      Das Planspiel kann ich so nicht beantworten, weil ich eine Person und kein Land bin. Es gab hier das Bsp. von der Gruppe Neo-Nazis - denen würde ich jedenfalls nicht ihr Hobby finanzieren, notfalls würde ich mich schlagen (lassen).
      Ich hab vor allem Mühe mit dem Getue vom moralischen Sieger und hehrer Neutralität, wenn das Land höchstens zynischer Sieger einer bis heute anhalten Reihe schmutziger Geschäfte ist ...

      und keine Ahnung was Sie unter "links" verstehen, eine Armee-Abschaffung gehört für mich nicht dazu ... So eine 'Geschäfte-machen-Politik' hat schliesslich auch Risiken ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 13.07.2016 10:09
    Highlight Highlight Ohne die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu erwähnen, hat dieser Artikel nur wenig mit der Realität zu tun.
  • smoking gun 13.07.2016 10:08
    Highlight Highlight Ein Grossteil des Vermögens der Familie Bush stammt übrigens aus Geschäften mit Nazi-Deutschland. Prescott Bush, der Grossvater vom Dubbelyou, machte zusammen mit den Harrimans mit ihrer Union Banking Corporation unter anderem Geschäfte mit dem Stahlbaron Thyssen. Prescott Bush wurde 1942 wegen "Trading with the Enemy" enteignet, erhielt aber bald darauf eine grosszügige Entschädigung.
  • Nonqi 13.07.2016 10:01
    Highlight Highlight Die Schweiz war und ist nicht neutral.
    • Arabra 13.07.2016 12:20
      Highlight Highlight Geschäfte zu machen mit links, rechts, oben und unten ohne zu werten, zu was oder für was die Geschäfte sind, ist auch eine Form von Neutralität. Neutralität endet, wenn man Partei ergreift... Meines Wissens wurde das nie gemacht. Es wurden Geschäfte mit Gut und Böse gemacht....
    • winglet55 13.07.2016 13:56
      Highlight Highlight @ Arabra, Nein es wurden vor allem Geschäfte mit Bösen bevorzugt, da um ein Vielfaches lukrativer. Ich möchte nur daran erinnern, das selbst das UNO-Embargo gegen Südafrika umgangen wurde. Dieses Embargo wurde nicht aus grosser existentieller Not umgangen, sondern einzig und allein aus Gier. Gestern,Heute & Morgen, dasselbe Spiel, mit denselben Protagonisten. Nur die Namen ändern, der Antrieb bleibt derselbe.
    • Nonqi 13.07.2016 14:42
      Highlight Highlight @Arabra
      Das hat für mich weniger mit Neutralität, sondern Gleichgültigkeit zu tun, wenn es mich nicht interessiert, ob mein Geschäftspartner gute oder böse Absichten hat.
      Es ist reine Gier, oder wieso landet ein ägyptisches Militärflugzeug in Kloten und wird mit Kriegsmaterialien beladen?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricco Speutz 13.07.2016 09:56
    Highlight Highlight Und jetzt? Was geschieht jetzt? Wieder ein Grund ein wirtschaftlich erfolgreiches Land zu erpressen? Seien wir mal ehrlich. Von dem Geld das damals gemacht wurde ist doch heut nichts mehr da!

    Ja, es hat uns mit zusammen mit Sparmassnahmen und der Anbauschlacht sicher durch die schweren Zeiten gebracht! Aber wie im Film erwähnt, hat die Schweiz auch Geschäfte mit allen anderen gemacht.

    Schweizer Wertarbeit in der Industrie und im Maschinenbau haben auch einen massgeblichen Beitrag geleistet!

    Lernt aus der Geschichte und vermeidet wiederholende Fehler, aber lasst es doch auch mal gut sein!
    • Fabio74 13.07.2016 11:45
      Highlight Highlight Warum fühlt man sich immer gleich angegriffen?
      Es ist wichtig, Geschichte aufzuarbeiten anstatt falsche Mythen zu verinnerlichen
    • boexu 13.07.2016 12:08
      Highlight Highlight "Schweizer Wertarbeit" chchch. Als wäre unsere Arbeit mehr Wert als die anderswo.
    • Maett 14.07.2016 00:45
      Highlight Highlight @boexu: ach was sind die ausländischen Kunden unserer Firmen doch dumm, könnten sie doch dieselben Produkte in derselben Qualität, in der sie hier entwickelt und gebaut werden doch auch in Ländern mit günstigeren Arbeitsbedingungen kaufen, statt hier zu viel Geld auszugeben - NOT.
  • MacB 13.07.2016 09:43
    Highlight Highlight Die damaligen Führungsköpfe der Schweiz hatten die Aufgabe, das Land zu verteidigen. Dies schien durch Kooperation mit der einen Kriegsseite, ohne in den Krieg verwickelt zu werden, möglich. Man machte es. So sicherte man das Land und wir haben heute auch dadurch den Wohlstand, den wir geniessen dürfen.

    Aus Sicht der Sicherung des Fortbestandes der Schweiz haben sie also alles richtig gemacht. Moralisch und muss man das aber von einer anderen Seite beleuchten. Es ist kein Kapitel, das stolz macht. Aber es hat die Schweiz ohne Krieg durch die Kriegsjahre gebracht.
    • henkherrmann 13.07.2016 10:33
      Highlight Highlight also nochmal zum mitdenken:
      Kooperation mit den Nazis => Wohlstand geniessen & Fortbestand gesichert ... feine Sache.
      Moral ist eine andere Seite/ein anderes Kapitel, dass nicht stolz macht und das wir deswegen auslassen ... aha.

      Jetzt denke ich mir den Rest: 'Die Schweiz hatte keinen Krieg, sondern Gold, Kunstwerke etc.
      Und frage mich:
      Warum hört man dann doch immer nur von der Moral? Dem Durchhalten angesichts der Entbehrungen (des einfachen Volkes), dem Widerstand und dem Hochhalten der Freiheit und Unabhängigkeit?
      gibt es sowas wie moralisches Blutgeld??
    • Fabio74 13.07.2016 10:49
      Highlight Highlight Moralisch war es eine Sauerei vor allem dass man Flüchtlinge wissentlich direkt in den Tod geschickt hat
    • MARC AUREL 13.07.2016 11:07
      Highlight Highlight Und trotzdem, andere Länder hatten wiederstand geleistet, gekämpft und wir? Wir dachten nur an uns! Wir hätten nein sagen sollen und wiederstand leisten sollen wie die meisten! Aber wenn es um Geld geht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 13.07.2016 09:26
    Highlight Highlight Es ist bekannt das Hilter die Schweiz überrollt hätte hätte er gewonnen.

    "Die Schweiz das kleine Stachelschwein / nehmen wir im Rückzug ein. "
    • Fabio74 13.07.2016 10:49
      Highlight Highlight Diesen Spruch kennt kein Deutscher. Obs den wirklich so gab?
    • Gerald Balzer 13.07.2016 12:32
      Highlight Highlight Auch wenn ich Fabio74 Recht geben muss. Der Spruch ist in Deutschland unbekannt. Genauso wie die Bezeichnung "Kuhschweizer". Hätte das NS-Regime die Schweiz sicher in Deutsche Reich integriert sobald es sie nicht mehr gebraucht hätte. Alles andere wäre vollkommen unlogisch gewesen.
    • stookie 13.07.2016 13:42
      Highlight Highlight Ich glaube grossartiges "Erobern" war da nicht mehr notwendig.
      Ich habe alte Familienbilder aus dieser Zeit gesehen (aufgenommen in Gemeinden der Nordwestschweiz) wo praktisch jeder Erwachsene Mann einen Seitenscheitel und einen kleinen Schnauzbart trug.
      Ich glaube Ideologisch wären die Deutschen mit wehenden Fahnen empfangen worden. ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 13.07.2016 09:20
    Highlight Highlight Ist etwas davon neu oder nicht aufgearbeitet? Schaut man auf eine Karte von 1943 sieht man die Verhältnise in Europa. Also nicht moralisch aber etwas verständlich... wenn ich in einer Gruppe von Neo-Nazis stehe, halte ich unter Umständen auch den Mund...

    Und mit Geld alleine führt man keinen Krieg. Es lieferten Länder für das Geld Rohstoffe für Hitlers Krieg. Und jeder der an das deutsche Reich lieferte, wusste was damit geschah. Vielleicht auch ein Thema für einen Film?
    • henkherrmann 13.07.2016 10:48
      Highlight Highlight Nein, angesichts der fortlaufenden Reden vom hehren Schweizer Freiheitsvorbild sehe ich nichts auf-gearbeitet. Es wird weiter-gearbeitet an jeder möglichen Blutgeldfront. Um mein Bild vom anderen Kommentar auf den Punkt zubringen.
      Die Schweizer Moralkeule trieft von Blut!
      und sie wird vermutlich deshalb so oft geschwungen, weil man hofft es trocknet. Aber es kommt immer neues dazu, grad wenn Sie "Rohstoffe" sagen oder lieber liberales wirtschaften mit Bankgeheimnis, Waffen, Nahrung .. es geht ums Geld aus Gewalt und Not - und Sie meinen 'nicht die Hände schmutzig gemacht'?!


    • MARC AUREL 13.07.2016 11:10
      Highlight Highlight Die Schweiz war aber führend wie immer wenn es um GELD und profit geht! Wir haben viel beigetragen, weit mehr als die Anderen!
    • Homes8 13.07.2016 11:49
      Highlight Highlight @ henkherrmann
      Wenn Sie Schuldige suchen, dann recherchieren Sie doch und benennen diese. Aber einfach so pauschal rundumschlag die Schweizer schlecht machen geht nicht.
      Soll jetzt wieder mal für persönliche Profite die Allgemeinheit haften?
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