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Wegen Luftverschmutzung – Barcelona verhängt Fahrverbot für ältere Autos

Wegen Luftverschmutzung – Barcelona verhängt Fahrverbot für ältere Autos

02.01.2020, 22:3002.01.2020, 22:30

In Barcelona haben die Behörden am Donnerstag ein Fahrverbot für ältere Fahrzeuge verhängt, um die Luftverschmutzung in Spaniens zweitgrösster Stadt zu reduzieren.

Vor dem Jahr 2000 in Spanien zugelassene Benzinautos und vor 2006 zugelassene Dieselautos sind nun werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr auf den meisten Strassen der Stadt verboten. Die Fahrer müssen bei einem Verstoss mit einer Geldstrafe von mindestens 100 Euro rechnen.

Die neuen Vorschriften werden voraussichtlich rund 50'000 Fahrzeuge pro Tag betreffen und zu einer 15-prozentigen Reduzierung der Stickstoffdioxid-Emissionen führen. Alle betroffenen Fahrzeuge dürfen zehn Mal im Jahr in die Stadt fahren. Ausserhalb Spaniens zugelassene Autos können bei der Stadtverwaltung eine Sondergenehmigung beantragen. Ab 2021 sollen auch ältere Lieferwagen, Lastwagen und Busse verboten.

Autos, die älter als Jahrgang 2000 sind, müssen sich den Restriktionen beugen.
Autos, die älter als Jahrgang 2000 sind, müssen sich den Restriktionen beugen.

In Barcelona wird der EU-Grenzwert für Kohlendioxid in der Luft seit 2002 überschritten, wie aus einem Bericht des Gesundheitsamtes der Stadt für 2017 hervorgeht. Die schlechte Luftqualität habe zwischen 2010 und 2017 durchschnittlich 424 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verursacht, heisst es in dem Bericht.

Im vergangenen Jahr hatte Brüssel den Gerichtshof der Europäischen Union angerufen, um gegen Spanien wegen seiner «systematischen Verstösse» gegen die Vorschriften zur Begrenzung der Stickstoffdioxid-Emissionen vorzugehen. In Madrids Altstadt herrscht seit 2019 bereits ein striktes Fahrverbot. Dort gilt nur für Anwohner eine Ausnahmeregelung. (sda/afp)

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