International
EU

Griechenland: «Man hat nicht das Schlimmste verhindert, weil man besonders klug war, sondern weil man Angst hatte»

Griechenland: «Man hat nicht das Schlimmste verhindert, weil man besonders klug war, sondern weil man Angst hatte»

22.07.2015, 14:4222.07.2015, 15:00

Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker war es vor allem die Angst vor den unkalkulierbaren Folgen eines Grexit, die eine Einigung im griechischen Schuldendrama ermöglicht hat. «Man hat nicht das Schlimmste verhindert, weil man besonders klug war, sondern weil man Angst hatte», sagte der Luxemburger der belgischen Tageszeitung «Le Soir» (Mittwoch). «Es ist die Angst, die das Abkommen ermöglicht hat.»

Juncker kritisierte zugleich, dass sich bei den jüngsten Verhandlungen in der EU ein Bruch der solidarischen Bindungen gezeigt habe. Dies sei nicht nur beim Thema Griechenland, sondern auch beim Thema Migration der Fall gewesen. Mit Blick auf die Zukunft stimme ihn dies sehr besorgt, sagte der Kommissionspräsident.

Griechenland

Grexit ist keine Lösung

Auf die von vielen Seiten geäusserte Kritik am deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble ging Juncker nicht näher ein. Zu dessen Vorschlag für einen zeitweisen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone sagte er der Zeitung: «Ich sehe das weniger dramatisch als Sie».

Ein Grexit sei nicht die gewünschte Lösung gewesen. Nur bei einem Scheitern der Verhandlungen wäre eine solche Option aufgegriffen worden. (whr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Medien: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran
In ihrem festgefahrenen Krieg im Nahen Osten erwägt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump neue Angriffe auf Ziele im Iran.
Zur Story