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Ukraine zieht Waffen aus dem umkämpften Osten des Landes ab

Ukraine zieht Waffen aus dem umkämpften Osten des Landes ab

07.11.2015, 19:5907.11.2015, 20:08
Die Zeichen in der Ost-Ukraine deuten auf Entspannung – Pro-russische Separatisten entfernen schweres Kriegsgerät von der Front 
Die Zeichen in der Ost-Ukraine deuten auf Entspannung – Pro-russische Separatisten entfernen schweres Kriegsgerät von der Front
Bild: ALEXANDER ERMOCHENKO/EPA/KEYSTONE

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben den Abzug ihrer Waffen entlang der Front im Osten des Landes beendet. Die ukrainische Armee zog am Samstag Mörser vom Kaliber 82 Millimeter aus den Orten Piski und Opitne in der Nähe des Flughafens von Donezk ab, der monatelang zwischen Regierungstruppen und pro-russischen Rebellen umkämpft war, wie ein Armeesprecher mitteilte.

Ukraine

Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten in Piski einen Militärkonvoi, der vor allem Mörser transportierte.

Ein ukrainischer Soldat sagte der AFP, dass die Soldaten nun nur noch über Gewehre oder Kalaschnikows oder «Steine» verfügten, um sich im Falle eines Angriffs zu verteidigen. «Wir reagieren nicht auf Provokationen oder Schüsse der Rebellen», versicherte er.

Es handelte sich um die letzte Phase des Abzugs bestimmter Waffen aus der Region Donezk in der Ostukraine. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die den Abzug der Waffen überwacht, wollte sich zunächst nicht offiziell dazu äussern.

Die pro-russischen Rebellen hatten bereits am Donnerstag versichert, ihre Waffen aus dem Gebiet abgezogen zu haben. In der Nachbarregion Luhansk hatten beide Seiten nach eigenen Angaben bereits im Oktober den Abzug beendet.

Die ukrainischen Streitkräfte und die Rebellen hatten sich Ende September auf eine Vereinbarung geeinigt, die einen Abzug aller Panzer und Artilleriegeschütze von einem Kaliber unter 100 Millimetern und Mörser aus einem Gebiet im Umkreis von 15 Kilometern an der Front vorsieht.

In den vergangenen Tagen war es wieder vermehrt zu bewaffneten Zusammenstössen vor allem mit automatischen Waffen und Granatwerfern gekommen. (wst/sda/afp)

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