International
Gesellschaft & Politik

Stoltenberg: Finnland wird an diesem Dienstag der Nato beitreten

Stoltenberg: Finnland wird an diesem Dienstag der NATO beitreten

03.04.2023, 13:2104.04.2023, 09:16
NATO Secretary General Jens Stoltenberg speaks during a media conference, ahead of a meeting of NATO foreign ministers, at NATO headquarters in Brussels, Monday, April 3, 2023. (AP Photo/Geert Vanden  ...
Bild: keystone

Finnland soll an diesem Dienstag offiziell in die NATO aufgenommen werden.

Man werde das Land am Rande eines Aussenministertreffens als 31. Mitglied des Verteidigungsbündnisses willkommen heissen und am NATO-Hauptquartier zum ersten Mal die finnische Flagge hissen, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel. Es werde ein guter Tag für die Sicherheit Finnlands, für die nordische Sicherheit und für die NATO insgesamt werden.

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatte sich Finnland im vergangenen Jahr gemeinsam mit Schweden entschlossen, nach langer Zeit der militärischen Bündnisfreiheit die Aufnahme in die NATO zu beantragen. Die Türkei, die als eines von aktuell 30 Mitgliedern zustimmen muss, meldete allerdings zunächst Bedenken an und zögerte den Beitritt so monatelang hinaus. Erst Mitte März erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, seinen bisherigen Widerstand gegen den Beitritt Finnlands aufzugeben.

Die Blockade gegen den Beitritt Schwedens hält Erdogan bis heute aufrecht. Er wirft dem Land vor allem mangelnden Einsatz gegen «Terrororganisationen» vor. Dabei geht es Ankara vor allem um die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK. Ähnliche Vorwürfe erhob Erdogan zunächst auch gegen Finnland. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Maricarmen wurde nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung geschmissen: Riesenproteste in Spanien
Zehntausende Menschen haben in Madrid für das Recht auf Wohnen und gegen Zwangsräumungen demonstriert. Der Protest stand unter dem Motto «Ni una Maricarmen más» («Keine weitere Maricarmen») und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung einer 87-Jährigen, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war. Das Innenministerium sprach von rund 25'000 Teilnehmern, die Veranstalter vom Mieterverband «Sindicato de Inquilinas» von 300'000.
Zur Story