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Grossbritannien

England: Bus und Polizeiauto bei Ausschreitungen angezündet

Schwere Ausschreitungen im englischen Leeds – Bus und Polizeiauto angezündet

Zwei brennende Fahrzeuge, massives Polizeiaufkommen: In der englischen Stadt Leeds kam es zu schweren Krawallen.
19.07.2024, 07:5219.07.2024, 07:52
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

Bei schweren Ausschreitungen im englischen Leeds sind in der Nacht zum Donnerstag ein Bus und ein Polizeifahrzeug in Brand gesetzt worden. Hunderte Menschen hatten sich nach britischen Medienberichten in der Gegend von Harehills versammelt. Auslöser war offenbar ein Polizeieinsatz, bei dem Beamte zu einem Vorfall gerufen worden waren, in den Sozialarbeiter und Kinder involviert gewesen sein sollen.

Beim Eintreffen der Beamten formierte sich eine Menschenmenge, die sich gegen die Polizisten wandte. Den Berichten nach wurden Motorräder und Fahrräder gegen ein Polizeifahrzeug geschleudert, das schliesslich von den Randalierern umgeworfen wurde.

Krawalle bis in den Morgen

Es wurden auch Personen gesehen, die mit einem grossen Kühlschrank auf ein Feuer zuliefen, das mitten auf der Strasse loderte und diesen unter dem Jubel der Menge ins Feuer warfen. Später zeigten Bilder, dass ein Doppeldeckerbus nur noch ein verkohltes und verbogenes Wrack war. Polizei und Gemeinderäte forderten die Menschen auf, nach Hause zu gehen, während Dutzende von Einsatzkräften versuchten, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Dennoch kamen immer wieder Randalierer auf die Strasse, viele veröffentlichten Bilder von den Ausschreitungen live in sozialen Netzwerken. Auch am Donnerstagmorgen war die Situation noch angespannt, ein Polizeihubschrauber flog über das betroffene Viertel.

«Ich bin entsetzt über die schockierenden Szenen und Angriffe auf Polizeifahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel in Leeds heute Abend. Unruhen dieser Art haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Mein Dank gilt der Polizei von West Yorkshire für ihre Reaktion. Ich werde regelmässig auf dem Laufenden gehalten», schrieb die britische Innenministerin Yvette Cooper auf der Plattform X.

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