International
Klima

Venedig droht Meeresspiegelanstieg um mehr als einen Meter

Venedig droht Meeresspiegelanstieg um mehr als einen Meter

02.09.2021, 16:2302.09.2021, 21:33

Klima- und Meeresforscher warnen für die Region Venedig vor einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen Meter in den nächsten Jahrzehnten.

Sollte der Klimawandel nicht entscheidend gebremst werden, sei bis zum Jahr 2100 ein Anstieg um bis zu 120 Zentimer möglich, hiess es. Als Extremszenario wurde sogar ein Anstieg von rund 170 Zentimetern berechnet.

Das geht aus Analysen hervor, die in dieser Woche vom Fachmagazin «Natural Hazards and Earth System Sciences» veröffentlicht wurden. An dem Projekt beteiligt waren Universitäten aus Venedig und Lecce in Apulien sowie das italienische Institut für Meeresforschung (Ismar).

Die Wissenschaftler mahnen, dass der steigende Meeresspiegel in Folge des Klimawandels bei der Stadtplanung in Venedig und auch anderen Küstenorten dringend einkalkuliert werden müsse.

Das Megaprojekt «Mose», bei dem an den drei Einfahrten zum Hafen von Venedig mobile Flutschutztore errichtet wurden, soll Venedig aktuell vor Hochwasser schützen. In einer Prognose der Wissenschaftler müsste die Barriere von 2075 an fast das ganze Jahr geschlossen bleiben, um die Stadt vor dem Meer zu schützen - was extreme Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaft der Lagunenstadt haben würde. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Leeres Venedig
1 / 59
Leeres Venedig
Wo sich normalerweise tausende Touristen drängen, ist jetzt niemand mehr.
quelle: ap / claudio furlan
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Überschwemmungen in New York
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Vance: Einwanderungspolitik Grund für Ausschreitungen in Frankreich
US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung aus ärmeren Ländern für die Ausschreitungen bei den jüngsten Protesten in Frankreich verantwortlich gemacht. Gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA schrieb der Republikaner auf der Plattform X, linke Politiker in Frankreich und anderen Ländern hätten «im Namen von Vielfalt und Mitgefühl» die «Dritte Welt» ins Land geholt. Dabei habe Frankreich nicht auf «Assimilation und Kompatibilität» der Menschen geachtet, kritisierte er weiter. Die Politiker seien gewarnt worden, dass es so kommen würde, hätten aber nicht zugehört.
Zur Story