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Mexiko will von Österreich Moctezumas Kopfschmuck zurück

Mexiko will von Österreich Moctezumas Kopfschmuck zurück

13.10.2020, 09:0313.10.2020, 09:03
Mexiko bem
Moctezumas Schmuck.Bild: sda

Mexiko hat seine Bemühungen zur Wiedererlangung eines prachtvollen Kopfschmucks des einstigen Azteken-Herrschers Moctezuma aus Österreich verstärkt. Präsident Andrés Manuel López Obrador erteilte seiner Ehefrau den Auftrag, sich in Wien dafür einzusetzen.

Sie solle bei ihrem Besuch dort auf die Rückgabe des wertvollen Objekts dringen, teilte der Staatschef am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitRaubkunst.

López Obrador bezeichnete die Mission seiner Frau, der Journalistin und Schriftstellerin Beatriz Gutiérrez Müller, jedoch gleichzeitig als «fast unmöglich». Österreich habe die Federkrone komplett für sich vereinnahmt, twitterte er. Der Staatschef veröffentlichte ein Foto, das seine Frau zusammen mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen zeigt.

Die neue Initiative zur Rückerlangung des historischen Stücks gab López Obrador am Jahrestag der Ankunft des Seefahrers Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 auf dem amerikanischen Kontinent bekannt. In Mexiko wird dieser Tag in Anerkennung der gemischten indigenen und europäischen Wurzeln der Bevölkerung und Kultur des Landes begangen.

Die Rückgabe des von Moctezumas Kopfschmuck, der im Weltmuseum Wien ausgestellt ist, fordert Mexiko allerdings bereits seit Jahren. Das Stück besteht aus hunderten Federn des Quetzal-Vogels und ist mit mehr als tausend Goldplättchen besetzt.

Auf welchen genauen Wegen der Kopfschmuck nach Österreich gelangte, ist unklar. Historiker gehen aber davon aus, dass Moctezuma, der von 1502 bis 1520 herrschte, die Federkrone zusammen mit anderen Kostbarkeiten dem spanischen Eroberer Hernán Cortés schenkte und dieser dann den Schmuck an den damaligen Kaiser Karl V. schickte. Der Habsburger herrschte sowohl über Spanien als auch über Österreich.

2014 ergaben wissenschaftliche Untersuchungen durch Spezialisten aus beiden Ländern, dass die Federkrone einen Transport nicht unbeschadet überstehen würde. Eine Rückkehr nach Mexiko ist daher sehr unwahrscheinlich. (aeg/sda/afp)

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