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Babyleiche in Müllcontainer in mexikanischem Gefängnis: 19 Festnahmen

Babyleiche in Müllcontainer führt zu 19 Festnahmen in einem mexikanischen Gefängnis

25.01.2022, 06:5425.01.2022, 06:54

Nach dem Fund eines toten Babys in einem Abfallcontainer in einem mexikanischen Gefängnis sind 19 Mitarbeiter der Strafanstalt festgenommen worden. Darunter waren auch Mitglieder der Gefängnisleitung, wie die Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates Puebla am Montag mitteilte. Das drei Monate alte Kind war den Ermittlungen zufolge auf einem Friedhof in Mexiko-Stadt ausgegraben und in das Gefängnis in der gut 100 Kilometer entfernten Stadt Puebla gebracht worden.

Innenansicht Gefängnis
Das Baby wurde vom Friedhof in das Gefängnis gebracht.Bild: shutterstock

Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Medienberichten zufolge war zunächst spekuliert worden, dass bei einem vorgetäuschten Familienbesuch Drogen im Körper des Babys – das demnach am 5. Januar an einem Magenleiden gestorben war– in das Gefängnis eingeschmuggelt worden sein könnten. Die Staatsanwaltschaft betonte, die Leiche habe eine Narbe von einer Operation, alle Organe seien aber an ihrem Platz. Die Eltern des Kindes seien identifiziert und befragt worden. Die Leiche war am 10. Januar entdeckt worden.

Gegen die Festgenommenen wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauchs oder Pflichtverletzung, Verstössen gegen die Gesetze und Vorschriften über Bestattungen und Exhumierungen sowie Strafvereitelung ermittelt. Der Gouverneur von Puebla, Miguel Barbosa, tauschte am Montag auch den Polizeichef und den Leiter des Strafvollzugssystems des Bundesstaates aus. (saw/sda/dpa)

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