Nach schwerem Sturm: Fast 200 Migranten aus Mittelmeer gerettet
Nach dem Abklingen eines schweren Herbststurms sind südlich von Kreta binnen weniger Stunden 195 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet worden.
Wie der staatliche griechische Rundfunk ERTNews weiter berichtete, gab es vier Rettungseinsätze. Dabei wurden zunächst 50 und später 65 Menschen sowie bei zwei weiteren Einsätzen jeweils 40 Menschen in Sicherheit gebracht.
Überfahrt von Libyen aus
Nach Aussagen der Migranten waren alle von der Küste der Region um die libysche Hafenstadt Tobruk aus gestartet. In der vergangenen Woche waren wegen stürmischer Winde keine Migranten auf Kreta angekommen.
Mehr als 16'300 Ankünfte
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind seit Jahresbeginn bis Ende September mehr als 16'300 Migranten auf Kreta angekommen. Die beliebte Ferieninsel ist ein Anlaufpunkt für Migranten, die von Nordafrika aus nach Griechenland und damit in die EU gelangen wollen. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris sagte zuletzt, dass in Libyen mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Überfahrt nach Europa warteten.
Die Route gilt als sehr gefährlich. Plötzliche Wetterumschwünge und Motorenschäden an den oft veralteten und schlecht ausgerüsteten Booten stellen eine zusätzliche Gefahr für die Migranten dar. Tobruk liegt rund 300 Kilometer südlich von Kreta. (sda/dpa)
