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Tausende demonstrieren in Bern für die Rechte von Migranten

Tausende demonstrieren in Bern für die Rechte von Migranten

26.09.2026, 16:3026.09.2026, 16:30
Personen verschiedener Organisationen an der Kundgebung zwischen uns keine Grenzen, am Samstag, 26. September 2026 in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Zur Demonstration aufgerufen hatte die Organisation Solidarité sans frontières.Bild: keystone

Mehrere tausend Menschen haben sich am Samstag in Bern an einer Demonstration der Asyl- und Migrationsbewegung beteiligt. Die Kundgebung richtete sich gegen Verschärfungen im Asylrecht und die Ausgrenzung von Menschen ohne Schweizer Pass.

Die Demonstrierenden forderten Grundrechte für alle Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer Herkunft. Zudem verlangten sie eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie die Möglichkeit zur gesellschaftlichen und politischen Mitbestimmung.

Zur Demonstration aufgerufen hatte die Organisation Solidarité sans frontières gemeinsam mit rund hundert weiteren Organisationen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Der Umzug führte durch die Innenstadt auf den Bundesplatz.

«Zwischen uns keine Grenzen» lautete das Motto der Kundgebung. «Hoch die grenzenlose Solidarität» skandierte die Menschenmenge auf ihrem Weg zum Bundeshaus, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Tiefgreifende migrationspolitische Veränderungen stünden an, hiess es in einer Medienmitteilung von Solidarité sans frontières. Kritisiert wurden unter anderem die Asylstrategie 2027, die Grenzschutzinitiative der SVP sowie die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas).

Gegen Spaltung der Gesellschaft

«Verteidigen wir unsere Grundrechte gegen autoritäre Tendenzen», hiess es auf einem Flugblatt der Veranstalter, das an der Kundgebung verteilt wurde. Migration müsse als etwas Normales betrachtet werden, das es schon immer gegeben habe und das auch in Zukunft stattfinden werde.

«Wir alle sind Teil einer offenen und vielfältigen Gesellschaft», hiess es weiter. «Wir lassen uns nicht spalten.» Statt Grenzen brauche es Bewegungsfreiheit: «Schluss mit den Abschiebungen, Ja zur Regularisierung und zur sofortigen Schliessung der Ausschaffungsgefängnisse.»

Die Grundrechte müssten für alle gelten; dazu zählten der garantierte Zugang zu Gesundheit, Bildung und Arbeit. Auch hätten alle Menschen Anspruch auf Rechtsschutz, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. (sda)

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