Kurt Krömer mit «Entschuldigung» an AfD
Kurt Krömer schiesst erneut gegen die AfD. Nachdem der Komiker Wähler der Partei von seiner geplanten Lesetour ausgeschlossen hatte, stellte der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Dennis Hohloch Strafanzeige gegen ihn. Er wirft dem Comedian Volksverhetzung und Beleidigung vor. Krömer zeigt sich davon unbeirrt und legt auf Instagram nach.
Am Freitag hatte er in einem Video zunächst klargestellt, kein Mensch zu sein, der Wahlergebnisse beeinflussen wolle. In seiner Kritik an der AfD gehe es ihm stattdessen nur darum, dass sie vom Verfassungsschutz als in Teilen gesichert rechtsextrem eingestuft wird. «Da hab' ich was dagegen, das finde ich scheisse.» Krömer fuhr fort: «Schmeisst die Leute raus, die Rechtsextrem sind und macht 'ne geile, schöne Partei, die politisch rechts steht, die nicht extrem ist, sondern politisch rechts steht.» Als Beispiel für eine solche politisch rechte Partei führte er die CDU der 80er-Jahre an.
Kurt Krömer: «Hab' scheisse gebaut»
Einen Tag nach dem Post veröffentlichte Krömer am Samstag ein weiteres Video, in welchem er Bezug auf seinen vorherigen Beitrag nimmt: «Ich hab' jetzt richtig scheisse gebaut, ich muss mich entschuldigen», spielt er darin Reue vor. Er habe zuvor geäussert, Rechtsextreme «scheisse» zu finden. «Jetzt denken viele von der AfD, die nicht rechtsextrem sind, [...] ich will mich an die ranwanzen und will sie doch in meinem Programm sehen. Um Gottes Willen, ich distanziere mich von meinem gestrigen Post komplett», so Krömer.
Er habe sich missverständlich ausgedrückt und betont: «Es bleibt bitte alles so, wie es ist. Ich finde die AfD komplett als Gesamtkunstwerk betrachtet scheisse. Bitte nicht kommen.» Sein Video schliesst er mit den Worten ab: «Ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Bleibt mir bitte fern, ja? Danke.»
Fabian Köster reagiert auf Krömers Video
Zahlreiche User haben bereits auf Krömers sarkastisches Video reagiert. «Die Entschuldigung kam vom Herzen. Das habe ich gespürt», schreibt etwa ein Follower. Auch «heute-show»-Reporter Fabian Köster, der kürzlich von AfD-Politiker Ulrich Siegmund bedroht wurde, kommentierte ironisch: «Schaffen heutzutage leider wenige, sich ernsthaft zu entschuldigen. Respekt!»
Die AfD gilt derzeit in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg als gesichert rechtsextrem. Die Einstufung des Bundesverbands ist gerichtlich vorläufig ausgesetzt, sodass die AfD auf Bundesebene aktuell wieder als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft ist.
