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Sabotage-Verdacht in der Ostsee: Besatzungsmitglieder angeklagt

Sabotage-Verdacht in der Ostsee: Besatzungsmitglieder angeklagt

11.08.2025, 14:3011.08.2025, 14:30

Drei Besatzungsmitglieder des Tankers «Eagle S» werden in Finnland wegen des Verdachts angeklagt, Ende 2024 mehrere Unterseekabel in der Ostsee beschädigt zu haben. Das teilte die finnische Staatsanwaltschaft mit.

Demnach wurde gegen den Kapitän, den ersten sowie den zweiten Offizier der «Eagle S» Anklage erhoben wegen schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung von Kommunikationsanlagen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestreiten die Angeklagten die Vorwürfe.

FILE - The Cook Islands-registered oil tanker Eagle S is anchored near the Kilpilahti port in Porvoo on the Gulf of Finland, Dec. 30, 2024. (Jussi Nukari/Lehtikuva via AP, File)
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Die «Eagle S» am 30. Dezember 2024.Bild: keystone

Am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 waren Schäden an dem zwischen Finnland und Estland verlaufenden unterseeischen Stromkabel Estlink 2 und mehreren Kommunikationskabeln aufgetreten. Die Ermittler hegen den Verdacht, dass die Crew der «Eagle S» die Schäden vorsätzlich verursachte, indem sie den Anker am Meeresgrund hinter dem Tanker herzogen. Im Zuge der Ermittlungen wurde eine kilometerlange Schleifspur sowie der Anker des Schiffes am Meeresboden entdeckt.

Die «Eagle S», die unter der Flagge der Cookinseln fährt, gehört nach Einschätzung der EU zur russischen Schattenflotte. Gemeint sind damit Tanker und andere Frachtschiffe, die Russland benutzt, um Sanktionen zu umgehen, die dem Land infolge seines Angriffskriegs gegen die Ukraine auferlegt wurden. (rbu/sda/dpa)

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