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Brandanschlag auf Starlink-Lagerfirma: Litauen verdächtigt Russland

epa13298209 Prime Minister of Lithuania Mindaugas Sinkevicius speaks during the 'Europe's Strategic Moment in a Fracturing World' panel at the Warsaw Security Forum in Warsaw, Poland, 1 ...
Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius.Bild: keystone

Brandanschlag auf Starlink-Lagerfirma: Litauen verdächtigt Russland

18.10.2026, 15:2518.10.2026, 15:25

Litauens Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius hat einen versuchten Brandanschlag auf ein Unternehmen, das Starlink-Ausrüstung lagert, mit Russland in Verbindung gebracht. Es sei offensichtlich, dass es sich um einen versuchten Sabotageakt handle und Teil des hybriden Krieges Russlands sei, sagte der Regierungschef des baltischen EU- und Nato-Landes im litauischen Rundfunk. Ähnliche Aktionen seien in ganz Europa, darunter in Polen und Bulgarien, zu beobachten gewesen.

Sinkevicius hatte zuvor auf Facebook über den Vorfall informiert. Demnach sei in der Nacht zu Sonntag versucht worden, eine litauische Firma in Brand zu setzen, in dem Ausrüstung für Anlagen des Satellitendienstes Starlink gelagert wird. Der Anschlag sei aber gescheitert, weil die Behörden das Unternehmen vor möglichen Angriffen gewarnt hatten und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden seien, schrieb er.

Wer gab den Auftrag für den versuchten Brandanschlag?

Nach Angaben des litauischen Regierungschefs stellt das Unternehmen den Anschluss von neun Starlink-Antennen sicher, die von der Ukraine genutzt werden. «Gegen 2:00 Uhr wurde versucht, Satellitenantennen und eine Steuereinheit in Brand zu setzen. Es wurden Brandflüssigkeiten sowie Behälter mit einem Fassungsvermögen von drei bis zehn Litern gefunden», sagte Sinkevicius, der für Montag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats einberief.

«Wir werden mehr darüber erfahren, wer den Befehl gegeben hat, wie alles ablief und wer ihn erteilt hat. Es ist wahrscheinlich, dass bereits bekannt ist, wer den Auftrag erteilt hat – es ist die russische Seite», sagte Sinkevicius. Er äusserte die Hoffnung, dass die an dem Brandanschlag beteiligten Personen bald festgenommen werden.

Verteidigungsminister Robertas Kaunas bestätigte die Informationen. Er betonte aber, dass er noch keine Einzelheiten nennen könne. «Der Vorfall ist unter Kontrolle und konnte verhindert werden, wird aber dennoch untersucht», sagte er einem Rundfunkbericht zufolge.

Brände an Starlink-Antennen in Polen und in Bulgarien

Anlagen des Satellitendienstes Starlink waren zuletzt wiederholt zu Zielen von Saboteuren geworden. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland. In Polen war es unter der Woche zu einem Feuer an einer Starlink-Bodenstation gekommen, hinter dem die Regierung in Warschau russische Geheimdienste vermutet. Auch in Bulgarien sollen Starlink-Antennen vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. (sda/dpa)

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