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International
Schottlands Weg zur Unabhängigkeit

Schottlands Sturgeon will Unabhängigkeitsreferendum bis Ende 2023

Schottlands Sturgeon will Unabhängigkeitsreferendum bis Ende 2023

10.09.2021, 18:1710.09.2021, 19:34

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon hat ihre Pläne für ein neues Unabhängigkeitsreferendum spätestens Ende 2023 untermauert. Dieser Zeitraum sei realistisch, sagte Sturgeon am Freitag der BBC. Die Corona-Pandemie erschwere zwar die Umstände, und der Ausweg aus der Krise habe für sie Priorität.

Aber der Verbleib im Vereinigten Königreich würde die Corona-Sorgen nicht wegzaubern, sagte Sturgeon vor Beginn des Online-Parteitags ihrer Schottischen Nationalpartei (SNP). Es wird erwartet, dass die Regierungspartei bei der viertägigen Veranstaltung ihre Pläne für eine neue Volksbefragung vorantreibt.

Sturgeon sagte, es müssten wichtige Entscheidungen darüber getroffen werden, was Schottland für ein Land sein wolle und wer über die Werte dafür entscheide. «Soll es (der britische Premierminister) Boris Johnson und seine Regierung sein oder die Regierung, die wir hier in Schottland wählen? Das ist die zentrale Frage», betonte Sturgeon.

Die britische Regierung lehnt ein Referendum eigentlich ab, für das sie ihre Zustimmung geben müsste. Zuletzt hatten aber Kabinettsmitglieder angedeutet, unter bestimmten Umständen einer neuen Befragung zuzustimmen. So sprach Schottland-Minister Alister Jack davon, dass in Umfragen 60 Prozent der Schotten dafür sein müssten, damit die Regierung grünes Licht gibt.

Derzeit halten sich Anhänger und Gegner der Unabhängigkeit in etwa die Waage. Im Parlament in Edinburgh haben die Parteien, die für die Loslösung von London sind, eine deutliche Mehrheit. 2014 hatten sich die Schotten zwar für den Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen. Allerdings argumentiert Sturgeon, der Brexit, den die Schotten abgelehnt hatten, habe die Ausgangslage völlig verändert. (sda/dpa)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Überdimensionierte Riesenshrimps aka Reaper
10.09.2021 18:53registriert Juni 2016
Tja die Herren David Cameron und Boris Johnson Könnten tatsächlich als die Totengräber des Vereinigten Königreichs eingehen
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Cerulean
10.09.2021 21:02registriert Februar 2016
London hat den Schotten beim letzten Referendum damit gedroht, dass sie im Fall der Unabhängigkeit nicht mehr Teil der EU sein könnten. Danach kam ein eher knappes Nein zustande. Kurz darauf zwang die Englische Bevölkerung Schottland aus der EU. Wenn die First Minister sagt, die Ausgangslage habe sich geändert, hat sie damit sicherlich nicht unrecht.
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