International
Türkei

Hagia Sophia in Istanbul kostet ausländische Touristen nun Eintritt

Besuch der Hagia Sophia kostet neu Geld – für Touristen

15.01.2024, 18:4915.01.2024, 21:11

Touristen aus dem Ausland können die prächtige Hagia Sophia in Istanbul von nun an nur noch gegen ein Eintrittsgeld betreten.

Ab Montag würden Menschen, die zum Gebet kommen, von ausländischen Besuchern am Eingang des Prachtbaus getrennt, wie ein Sprecher des Tourismusministeriums sagte. Der Eintritt zu dem 2020 zur Moschee erklärten Bau koste 25 Euro.

hagia sophia istanbul
Der Eintritt in die Hagia Sophia kostet jetzt.Bild: shutterstock

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die einst als Kirche gebaute Hagia Sophia in Istanbul im Sommer 2020 von einem Museum in eine Moschee umgewandelt.

Errichtet von Kaiser Justinian war die Hagia Sophia fast ein Jahrtausend lang das grösste Gotteshaus der Christenheit. Nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) 1453 durch die Osmanen wurde die Hagia Sophia in eine Moschee umgewandelt. Auf Anordnung des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk wurde das Gebäude 1934 zum Museum.

Touristen wie Betende durften bislang gemeinsam den Innenraum der Hagia Sophia betreten. Während die Betenden nun die bisherigen Eingänge nutzen können, werden Touristen über eine Galerie ins obere Stockwerk geführt.

Reiseführer dürfen laut Kulturminister Mehmet Nuri Ersoy nicht mehr erklärend durch die Gänge geleiten. Stattdessen sollen Kopfhörer eingesetzt werden. «Unsere Priorität dort ist das Gebet», sagte Ersoy vor Kurzem. Touristen machten unvermeidlich Lärm und störten damit unfreiwillig den Frieden und das Gebet. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
AIPAC, die Heritage Foundation und der Antisemitismus
Zwei wichtige konservative Kampftruppen in den USA befinden sich wegen der Israel-Frage und dem Zionismus in der Krise.
In den Neunzigerjahren unterstützten rund 80 Prozent der Amerikaner Israel. Heute sind es noch 32 Prozent, wie eine Umfrage von NBC News kürzlich ergeben hat. «Schlimmer noch, Israel hat die Unterstützung vieler amerikanischer Juden eingebüsst», stellt der Historiker Eric Alterman in einer Gastkolumne in der «New York Times» fest und verweist auf eine Umfrage der «Washington Post»: 61 Prozent der befragten Juden glauben, dass Israel im Gaza-Streifen Kriegsverbrechen begeht, 40 Prozent bezeichnen es gar als Völkermord.
Zur Story