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E. Jean Carroll will Geld ausgeben für «etwas, das Trump hasst»

US-Autorin Carroll will Geld ausgeben für «etwas, das Trump hasst»

30.01.2024, 02:4030.01.2024, 02:40
epa11107085 Journalist E. Jean Carroll (C) exits Federal Court at the conclusion of her second Civil Defamation Trial against former US President Donald J. Trump in New York, New York, USA, 26 January ...
«Wenn es ihm wehtut, dass ich für bestimmte Dinge Geld ausgebe, dann ist das meine Absicht», sagt die Autorin Carroll, hier nach dem Urteilsspruch am 26. Januar.Bild: keystone

Donald Trump muss E. Jean Carroll über 80 Millionen Dollar zahlen. Beim zweiten Zivilprozess der 80-jährigen US-Autorin gegen Trump wurde der Ex-Präsident von einer Geschworenenjury verurteilt. Die Summe übersteigt die von Carroll verlangten mehr als zehn Millionen Dollar um ein Vielfaches.

Nun will Carroll das Geld ausgeben für «etwas, das Trump hasst». «Wenn es ihm wehtut, dass ich für bestimmte Dinge Geld ausgebe, dann ist das meine Absicht», sagte Carroll am Montag im TV-Sender ABC. Unter anderem wolle sie beispielsweise einen Fonds für Frauen einrichten, die von dem früheren US-Präsidenten sexuell belästigt worden seien.

Sie habe Angst vor dem Prozess gehabt, die dann aber zu Beginn des Verfahrens sofort verflogen sei, sagte Carroll weiter. «Es war so, als ob er nichts wäre – wie ein Kaiser ohne Kleider. Ich hatte so viel Angst im Vorfeld und dann war er da. Er ist einfach nur etwas in einem Anzug.»

In einem zweiten Zivilprozess der 80-jährigen Autorin gegen Trump hatte am Freitag eine Geschworenenjury ihr die Entschädigungszahlung von 83,3 Millionen Dollar zugesprochen. Trumps Anwälte hatten angekündigt, in Revision gehen zu wollen.

Zum Abschluss des ersten Verfahrens hatte es im Mai eine New Yorker Geschworenenjury als erwiesen angesehen, dass Trump Carroll 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und später verleumdet hatte. Die Geschworenen hatten der Schriftstellerin daraufhin eine Entschädigung von fünf Millionen Dollar (etwa 4,65 Millionen Euro) zugesprochen. Auch gegen diese Entscheidung hat Trump Revision eingelegt.

Der 77-jährige Trump gilt bei den im November anstehenden Präsidentschaftswahlen als aussichtsreichster Bewerber der Republikaner. Er muss sich allerdings derzeit auch in zahlreichen verschiedenen Fällen mit Gerichten auseinandersetzen. Noch im Februar könnte eine Entscheidung in einem Betrugsprozess in New York fallen, wo ihm ebenfalls eine hohe Strafzahlung droht. (sda/dpa)

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