«Bin entsetzt»: Anwalt äussert sich nach Todesdrohung gegen Cornell-Klägerin im Interview
Im Oktober 2024 soll eine Studentin der Cornell-Universität im US-Bundesstaat Washington von mehreren jungen Männern über Stunden unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht und vergewaltigt worden sein. Die Betroffene hat vor einigen Wochen Anklage gegen die mutmasslichen Täter erhoben. Bekannt ist die junge Frau unter dem Pseudonym «Jane Doe», ihre Identität ist nicht öffentlich bekannt.
Ihr Anwalt hat dem US-Fernsehsender «CNN» am Mittwochabend (Ortszeit) ein Interview gegeben. Dabei erzählt er von Drohungen und Hassnachrichten, die die junge Frau in den vergangenen Wochen erhalten hat. Er ist sichtlich entsetzt:
Der Fall der Cornell 7
Zur mutmasslichen Tat ist es im Oktober 2024 gekommen. Die junge Frau sei von mehreren Männern der Studentenverbindung Chi Phi vergewaltigt worden. Einige von den Männern riefen zudem in einem Gruppenchat auf der Plattform Snapchat dazu auf, dass weitere Kollegen sich an der Frau vergreifen würden.
Die Betroffene zeigte den Fall daraufhin auch bei der örtlichen Polizei und der Universität an, im Zuge dessen wurden zwei der Männer von der Universität suspendiert, zwei wurden der Uni verwiesen. Andere mussten zur Strafe einen Aufsatz schreiben.
Nach einer neuen Zivilklage, die im Herbst 2026 eingereicht wurde, wird der Fall nun zivilrechtlich vom Generalsekretariat in New York untersucht. Neben einer Welle der Solidarität schlagen der Klägerin nun aber auch Hassnachrichten und Todesdrohungen entgegen. (nib)
