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Russland vermeldet Freilassung von US-Bürger Stephen Hubbard

Putin vermeldet Freilassung von US-Bürger Stephen Hubbard

21.10.2026, 11:4421.10.2026, 13:22

In St. Petersburg haben die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung eines US-Amerikaners bekannt, der 2024 zu langer Haft verurteilt worden war, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen gekämpft haben soll.

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Stephen Hubbard war jahrelang in russischer Haft.Bild: www.imago-images.de

Stephen Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, sagte der Präsident der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Witkoff dankte Putin für die Freilassung des 75-Jährigen. Hubbards Familie und die Amerikaner seien froh darüber. Witkoff will nach den Unterredungen mit dem russischen Präsidenten von Pulkowo abreisen und dürfte Hubbard mitnehmen.

Putin selbst dankte US-Präsident Donald Trump erneut, dass er sich um eine Beendigung des Ukraine-Krieges bemühe. Von Witkoff erwartet er Informationen über seine Ukraine-Gespräche am Vortag in Oslo, wie der Kremlchef im Konstantinpalast sagte.

Witkoff nannte die Gespräche in Norwegen produktiv. Es gebe Fortschritte. Er habe einige Unterlagen zu den Vorschlägen mitgebracht, über die sich Putin Gedanken machen könne.

Witkoff hofft auf Wiederaufnahme von Dreier-Verhandlungen

Witkoff äusserte seine Hoffnung auf Wiederaufnahme von Dreiergesprächen zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung, wie in einem von Staatsmedien verbreiteten Video zu sehen war. Es gebe derzeit ein Momentum für die Beendigung des Krieges, sagte Witkoff.

U.S. President Donald Trump's envoy Steve Witkoff listens to Russian President Vladimir Putin during a meeting at the Senate Palace of the Kremlin in Moscow, on Saturday, Sept. 5, 2026. (Gavriil  ...
Steve Witkoff weilt in Russland.Bild: keystone

Er hoffe auf konkrete Schritte für einen Friedensprozess. Witkoff sagte, dass im Verlauf des Gesprächs auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner per Telefon zugeschaltet werde. Er war bei den Gesprächen in der Vergangenheit auch persönlich anwesend.

Mit am Verhandlungstisch sassen auch Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow und sein Beauftragter für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew. Der Kremlchef sagte, dass Russland an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den USA interessiert sei.

Nach den bereits vereinbarten Diesellieferungen könne Russland auch Dünger in grossen Mengen für den amerikanischen Markt bereitstellen, sagte Putin. Der erste Tanker mit 40.000 Tonnen Diesel soll an diesem Donnerstag seine Reise starten.

Ukraine vor neuem Kriegswinter unter Druck

Der US-Unterhändler hatte am Dienstag auch mit europäischen Spitzenpolitikern in Norwegen gesprochen. Er will Putin die von den Europäern und Amerikanern erarbeiteten Vorschläge für eine Friedenslösung in dem russischen Angriffskrieg unterbreiten.

Konkrete Inhalte waren zunächst nicht bekannt. Nach dem Treffen mit Putin wird Witkoff erneut in Oslo erwartet, um von Putins Reaktion zu berichten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass er mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre am Morgen in Oslo weitere Gespräche über Schritte zu einem Frieden geführt habe.

Nun hänge viel davon ab, ob die US-Seite von Putin etwas Neues höre in Richtung Frieden und nicht zur Fortsetzung des Krieges. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

Die Lage hat sich für das Land in der kalten Jahreszeit angesichts massiver russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur massiv verschärft, weil Kiew auch nicht ausreichend Mittel für die Flugabwehr hat. Russland hofft darauf, mit einem weiteren Kriegswinter den Widerstand der Ukrainer zu brechen.

Selenskyj hatte zuletzt eine Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen befürwortet. Putin lehnte das bisher ab. (dab/sda/dpa)

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