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Zürcher Moschee-Schütze tötete bereits am Sonntag in Schwamendingen

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Schiesserei in islamischem Gebetszentrum in Zürich
In islamischem Gebetszentrum an der Eisgasse in Zürich hat sich am späteren Montagnachmittag eine Schiesserei ereignet.
quelle: epa/keystone / ennio leanza
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Zürcher Moschee-Schütze tötete bereits am Sonntag in Schwamendingen

20.12.2016, 16:1220.12.2016, 16:35

Der 24-jährige Schütze von Zürich war nicht nur für den Angriff auf eine Moschee vom Montag, sondern auch für ein Tötungsdelikt verantwortlich: Der Schweizer mit Wurzeln in Ghana hatte nur einen Tag zuvor einen ehemaligen Freund auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen erstochen.

Auf die richtige Fährte führten DNA-Spuren, die der Täter vor sieben Jahren bei einem Velodiebstahl hinterlassen hatte. Die gleiche DNA fanden die Strafverfolger am Sonntag bei der Leiche auf dem Spielplatz in Schwamendingen und am Montagabend nach dem Angriff auf die Moschee.

Selbst gerichtet

«Es gibt keinen Zweifel daran, dass dieser Mann, der sich nach dem Angriff auf die Moschee in der Nähe erschossen hat, für die beiden Taten verantwortlich ist», sagte Christiane Lentjes Meili, Chefin der Kriminalpolizei.

Hintergrund und Motiv für beide Taten sind noch unklar. Klar ist jedoch, dass die Schüsse in der Moschee «keinen terroristischen Bezug haben. Auch gibt es keinerlei Hinweise auf eine Verbindung zum IS», wie Lentjes Meili weiter sagte. Weshalb er die Moschee auswählte, ist ebenfalls offen. Es sei keine Verbindung ersichtlich.

In der Wohnung des Täters im Bezirk Uster ZH fand die Polizei jedoch Gegenstände, welche einen Hang zum Okkultismus belegen. Mit der Auswertung der Beweismittel aus der Wohnung stehe man jedoch noch am Anfang, sagte sie weiter.

Täter und Opfer kannten sich

Der Täter und das gleichaltrige Spielplatzopfer, ein Chilene, kannten einander seit Jahren. Sie waren offenbar eng befreundet. In letzter Zeit habe es jedoch Streitigkeiten gegeben, sagte Lentjes weiter. Das Opfer sei mit zahlreichen Messerstichen umgebracht worden.

Nach dieser Tat sei der Täter nach Hause gegangen, was an den Spuren in der Wohnung erkennbar sei. Als ihn die Polizei dort am Montagmorgen aufgrund der auf dem Spielplatz gefundenen DNA-Spuren verhaften wollte, war er aber nicht zu Hause.

Täter hat Arbeitsstelle gekündigt

Mitten in die Polizeiarbeit platzte dann die Meldung von der Schiesserei in der Moschee. Kurz nach dem Angriff auf Betende erschoss sich der Täter an der Sihl. Die Auswertung aller Spuren ergab, dass der 24-Jährige für beide Delikte verantwortlich war.

Der Täter lebte alleine. Am vergangenen Freitag kündigte er seine Stelle als Verkäufer und verliess seinen Arbeitsplatz per sofort. Ob er allenfalls psychische Probleme hatte, ist unklar. «Bei seinen Taten wäre dies aber nicht völlig abwegig», sagte Lentjes.

Tatablauf in Moschee noch unklar

Die drei Opfer, die im Gebetsraum angeschossen wurden, befinden sich mittlerweile ausser Lebensgefahr. Sie wurden notoperiert und sind gemäss Polizeiangaben stabil.

Über den genauen Tatablauf in der Moschee gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Gemäss Zeugen soll der Mann beim Angriff «Raus aus unserem Land» geschrien haben. Die Kripo-Chefin konnte dies jedoch nicht bestätigen. Dies werde noch abgeklärt. (whr/sda)

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