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Der Freiburger Nicolas Kolly kandidiert nicht für den Bundesrat

Nicolas Kolly, SVP-FR, spricht als Kommissionssprecher in der Debatte um Reservekraftwerke, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 28. September 2026 im Nationalrat in Bern. (KEYS ...
Will nicht Nachfolger von Guy Parmelin werden: Nicolas Kolly.Bild: keystone

Der Freiburger Nicolas Kolly kandidiert nicht für den Bundesrat

23.10.2026, 06:1523.10.2026, 07:08

Der Freiburger SVP-Nationalrat Nicolas Kolly kandidiert nicht für den Bundesrat. Der 40-Jährige ist der Ansicht, dass sein Profil interessant gewesen wäre, wie er in einem Interview mit «La Liberté» sagte. Er strebt stattdessen einen Sitz im Ständerat an.

«Hätte die Partei diese Ansicht geteilt, wäre ich ins Rennen gestiegen.»
Nicolas Kolly

Die Westschweizer SVP habe sich gewünscht, dass der Bundesratssitz einer Kandidatur aus der lateinischen Schweiz vorbehalten bleibe. «Hätte die Partei diese Ansicht geteilt, wäre ich ins Rennen gestiegen, warum nicht auf einem Ticket Amaudruz-Kolly, das ich angesichts unserer unterschiedlichen Profile interessant gefunden hätte», sagte Kolly zu «La Liberté».

Da die Kandidatur allen offenstehe, wolle er die Chancen der Westschweiz nicht schmälern. Der Freiburger sitzt seit 2023 im Nationalrat.

Kolly bedauere, dass die Westschweiz auf dem definitiven Wahlticket möglicherweise nicht vertreten sein könnte. Er erinnerte zudem daran, dass beim Dossier der Bilateralen III ein Graben zwischen den Sprachregionen bestehe. «Wenn wir gewinnen wollen, dürfen wir die Westschweiz nicht vernachlässigen, die immer stärker links und proeuropäisch ausgerichtet ist.»

Nicolas Kolly, Nationalrat SVP-FR, spricht waehrend einer Medienkonferenz des Komitees der Volksinitiative "Ja zu einer unabhaengigen, freien Schweizer Waehrung mit Muenzen oder Banknoten (Bargel ...
Wünscht sich eine Westschweizer Nachfolge: Nicolas Kolly. Bild: keystone

Bei den eidgenössischen Wahlen strebt Kolly seine Wiederwahl in den Nationalrat an. Gleichzeitig stellt er sich seiner Partei für eine Kandidatur für den Ständerat zur Verfügung. «Ich bin der Ansicht, dass dieser Sitz in den nächsten acht Jahren von einem SVP-Vertreter besetzt werden könnte, sei es von mir oder von Pierre-André Page.»

Neben der Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz und dem Solothurner Nationalrat Rémy Wyssmann bewirbt sich auch der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg um einen Sitz im Bundesrat. Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa hat ebenfalls Interesse an der Nachfolge von Guy Parmelin bekundet. Die SVP-Kantonalparteien haben noch bis Freitagmittag Zeit, ihre Kandidaturen bei der Findungskommission der SVP Schweiz einzureichen.

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