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Nachfolge von Parmelin: Diese Kandidaten der SVP sind im Rennen

Bundespraesident Guy Parmelin gibt waehrend einer Medienkonferenz seinen Ruecktritt aus dem Bundesrat bekannt, am Freitag, 2. Oktober 2026 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Tritt zurück: SVP-Bundesrat Guy Parmelin,.Bild: keystone

Nachfolge von Parmelin: Wer kandidieren will – und wer schon abgesagt hat

Céline Amaudruz will Bundesrätin werden. Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli verzichtet auf eine Kandidatur. Wer ist noch im Rennen? Eine Übersicht.
21.10.2026, 13:4521.10.2026, 14:56

Am Freitag, 23. Oktober, um 12 Uhr endet die Frist der SVP Schweiz für die Anmeldung von Kandidaturen zur Bundesratsnachfolge. Unser Überblick zeigt, welche Kandidatinnen und Kandidaten noch im Rennen sind und welche nicht.

Sie wollen:

Rémy Wyssmann

Der 59-Jährige ist seit fast drei Jahren Mitglied des Nationalrats. Seit 2024 ist er zudem Präsident der SVP des Kantons Solothurn. Er ist selbstständiger Rechtsanwalt und Notar.

Rémy Wyssmann
An der Medienkonferenz zur Bekanntgabe seiner Kandidatur bezeichnete sich Wyssmann selbst als «staatskritischer Rechtsanwalt».Bild: screenshot

Céline Amaudruz

Die Genfer Nationalrätin ist seit 15 Jahren im Parlament. Sie ist 47 Jahre alt und Vermögensverwalterin bei einer Privatbank. Die SVP-Vizepräsidentin wird als Favoritin aus der Romandie gehandelt.

Celine Amaudruz, la vice-presidente de l'UDC Suisse et conseillere nationale, s'exprime lors d'une conference de presse pour annoncer sa candidature a la succession de Guy Parmelin au C ...
An einer Medienkonferenz hat Céline Amaudruz ihre Kandidatur bekannt gegeben.Bild: keystone

Sie wollen nicht:

Christian Imark

Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark will nicht Nachfolger von Bundesrat Guy Parmelin werden. Der 44-Jährige begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Seine zwei kleinen Kinder bräuchten ihren Vater.

Auch habe er noch laufende Projekte, sagte Imark am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung von SRF. Imark gehört seit November 2015 dem Nationalrat an.

Nationalrat Christian Imark, SVP-SO, spricht bei der Schlussabstimmungen zu '25.068 BRG. Jederzeit Strom fuer alle (Blackout stoppen). Volksinitiative und indirekter Gegenentwurf', am letzte ...
Christian Imark will aufgrund seiner familiären Situation nicht in den Bundesrat.Bild: keystone

Pascal Schmid

Am Dienstag gab der Thurgauer Pascal Schmid bekannt, dass er nicht kandidieren möchte. Der Grund: Er wolle sich auf seine Ständeratskandidatur konzentrieren. Den Entscheid habe er laut Tagesanzeiger gemeinsam mit seiner Frau getroffen.

Der Asylchef der SVP und Thurgauer Nationalrat Pascal Schmid wurde von Christoph Blocher als Kandidat ins Spiel gebracht. Der 50-Jährige sitzt seit drei Jahren im Nationalrat.

Nationalrat Pascal Schmid (SVP-TG) posiert fuer ein Portrait, aufgenommen am Dienstag, 13. Oktober 2026, in Weinfelden. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Möchte sich auf seine Ständeratskandidatur konzentrieren: Pascal Schmid.Bild: keystone

André Rüegsegger

Der Regierungsrat aus dem Kanton Schwyz wurde von seiner Kantonalpartei als Nachfolger von Bundesrat Guy Parmelin vorgeschlagen. Am Montagnachmittag hat Rüegsegger seinen Verzicht auf eine Kandidatur bekannt gegeben.

Der 50-Jährige ist seit 2012 Mitglied des Schwyzer Regierungsrats und Vorsteher des Baudepartements.

Der Schwyzer Regierungsrat Andre Rueegsegger anlaesslich des traditionellen Mediengespraechs des Regierungsrats des Kanton Schwyz vom Dienstagg, 23. Januar 2024 in Einsiedeln.(KEYSTONE/Urs Flueeler)
André Rüegsegger wurde von seiner Kantonalpartei nominiert, selbst will er aber nicht Bundesrat werden.Bild: KEYSTONE

Natalie Rickli

Die Regierungsrätin des Kantons Zürich hat am Montag ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekannt gegeben. Die 49-Jährige will ihre Verantwortung im Kanton Zürich wahrnehmen und 2027 wieder als Regierungsrätin kandidieren.

Die Zürcherin wurde 2007 als 30-Jährige in den Nationalrat gewählt. Dort blieb sie, bis sie 2019 das Amt als Regierungsrätin des Kantons Zürich übernahm.

Regierungsraetin Natalie Rickli, informiert an einer Medienkonferenz zur Versorgung von Transgender-Jugendlichen, Schutz vor irreversiblen Eingriffen bei Minderjaehrigen, aufgenommen am Montag, 7. Jul ...
Natalie Rickli will 2027 als Regierungsrätin des Kantons Zürich wiedergewählt werden.Bild: KEYSTONE

Esther Friedli

Die Ständerätin aus dem Kanton St.Gallen und Ehefrau von SVP-Politiker Toni Brunner hat eine Kandidatur ausgeschlossen. Sie möchte sich weiterhin auf das Amt als Ständerätin fokussieren. Die Toggenburgerin ist seit 2023 Mitglied des Ständerats, davor sass sie vier Jahre lang im Nationalrat.

SVP Staenderaetin Esther Friedli posiert fuer ein Portrait bei SVP bi de Luet, am Samstag, 3. Oktober 2026, im Landgasthof Sonne (Haus der Freiheit) in Ebnat-Kappel. Esther Friedli wird als moegliche  ...
Die Toggenburgerin Esther Friedli will nicht als Bundesrätin kandidieren.Bild: keystone

Gregor Rutz

Der Zürcher Nationalrat erklärte gegenüber CH Media, dass für ihn eine Kandidatur auch keine Option sei. «Ich habe schon viele Male gesagt, dass ich nicht will», sagte er über einen Bundesratsjob. «Ich habe einen spannenden Beruf und strebe keinen Wechsel an.»

Gregor Rutz, Nationalrat SVP-ZH, erscheint im Abstimmungsstamm der Befuerworter der eidgenoessischen Volksinitiative "200 Franken sind genug (SRG-Initiative)", am Sonntag, 8. Maerz 2026, in  ...
Gregor Rutz hat kein Interesse am Bundesrat.Bild: keystone

Magdalena Martullo-Blocher

Die Tochter von alt Bundesrat Christoph Blocher hat kein Interesse am Amt als Bundesrätin. Die Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher sagte dies bereits am Tag von Parmelins Rücktritt in der SRF-«Arena». Die SVP habe gute Anwärterinnen und Anwärter, erklärte sie. Eine Kandidatur von ihr werde deshalb – so hoffe sie – nicht nötig sein, so Martullo-Blocher in der Sendung.

Die 57-Jährige sitzt seit 2015 im Nationalrat. Sie ist Mitglied der Wirtschaftskommission und verantwortet innerhalb der SVP das Dossier Schweiz-EU.

Nationalraetin Magdalena Martullo-Blocher, SVP-GR, spricht an der Delegiertenversammlung der SVP, am Samstag, 17. Oktober 2026 in Bulle. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Sieht sich mehr als Unternehmerin als als Bundesrätin: Magdalena Martullo-Blocher.Bild: keystone

Marcel Dettling

Auch der SVP-Parteipräsident Marcel Dettling will nicht als Nachfolger von Guy Parmelin kandidieren. Im Interview mit der bz sagte er, dass seine Aufgabe das Führen der Partei sei.

Der Landwirt aus dem Kanton Schwyz sitzt seit 2015 im Nationalrat und ist seit zwei Jahren Präsident der SVP Schweiz.

Der Praesiedent der SVP Schweiz, Marcel Dettling bei einer Rede, anlaesslich der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz vom Samstag, 22. August 2026 in der Waldmannhalle in Baar. (KEYSTONE/Urs Flueele ...
Marcel Dettling will lieber die Partei führen.Bild: keystone

Sylvain Freymond

Freymond ist Präsident der SVP Waadt, also der Kantonalpartei, aus welcher auch Parmelin stammt. Als möglicher Nachfolger des abtretenden Bundesrats nahm sich Freymond aber schnell aus dem Spiel. «Vielleicht ein anderes Mal, sollte sich die Gelegenheit bieten», so der Nationalrat.

Nationalrat Sylvain FReymond, SVP-VD, am Mittwoch, 20. Dezember 2023 im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Sylvain Freymond ist Präsident der SVP Waadt.Bild: KEYSTONE

Yvan Pahud

Der Waadtländer Nationalrat sagte zunächst, er prüfe eine Kandidatur, ehe er dann doch seinen Verzicht erklärte. «Jetzt ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt», sagte er. Stattdessen will er Céline Amaudruz unterstützen, damit der Sitz in Westschweizer Hand bleibt.

Nationalrat Yvan Pahud, SVP-VD, spricht waehrend der Herbsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 18. September 2025 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Yvan Pahud stellt sich hinter Céline Amaudruz.Bild: keystone

Sie überlegen noch:

Thomas Aeschi

SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi sagte gegenüber dem «Blick», dass er sich derzeit mit einer möglichen Kandidatur befasse. Der Zuger trat schon bei der Bundesratswahl 2015, damals unterlag er Parmelin im dritten Wahlgang. Aeschi sitzt seit 2011 im Nationalrat und wurde 2017 zum Fraktionspräsidenten gewählt.

Nationalrat Thomas Aeschi, SVP-ZG, spricht anlaesslich der Debatte zur Verschaerfung Lex Koller, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 22. September 2026 in Bern. (KEYSTONE/Pet ...
Thomas Aeschi ist Fraktionschef der SVP.Bild: keystone

Thomas Matter

Der Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter überlegt sich eine Kandidatur. Im «SonntagsBlick» sagte der 60-Jährige, dass er sich Gedanken mache und intensiv mit seiner Frau darüber spreche.

Der Unternehmer sitzt seit zwölf Jahren im Nationalrat und ist Vizepräsident der SVP.

Thomas Matter, Nationalrat, SVP-ZH beantwortet Fragen des SRF nach der Medienkonferenz des ueberparteilichen Ja-Komitees zur SRG-Halbierungsinitiative, fotografiert am Mittwoch, 14. Januar 2026 in Ber ...
Thomas Matter überlegt sich eine Kandidatur.Bild: keystone

Franz Grüter

Nationalrat Franz Grüter prüft eine Bundesratskandidatur. Er wolle sich Gedanken machen, erklärte er kurz nach Parmelins Ankündigung. Der Luzerner sitzt seit 2015 im Nationalrat.

WAHLEN 2019 - NATIONALRAT - KANTON LUZERN - Franz Grüter (bisher), SVP. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === HANDOUT, NO SALES ===
Franz Grüter überlegt noch.Bild: PARTEI

Jean-Pierre Gallati

Der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati sagte nach dem Rücktritt von Guy Parmelin in der Aargauer Zeitung, dass er eine Kandidatur prüfen möchte.

Der 60-jährige Rechtsanwalt wurde 2019 in den Aargauer Regierungsrat gewählt und ist Vorsteher des Gesundheitsdepartements.

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati. (Archivbild)
Möglicher Kandidat aus dem Aargau: Jean-Pierre Gallati.Bild: sda

Franz Ruppen

Der 55-Jährige sass von 2015 bis 2021 im Nationalrat und ist mittlerweile Staatsrat im Kanton Wallis. Er wurde von Esther Friedli als möglicher Kandidat ins Spiel gebracht und sagte in der Folge, er wolle darüber nachdenken.

Franz Ruppen, conseiller d'Etat valaisan, delivre son discours dans le GERA Park, implante au-dessus de l'autoroute A9 apres des travaux d'assainissement des sols consecutifs a la pollu ...
Franz Ruppen politisiert derzeit im Wallis.Bild: keystone

Nicolas Kolly

Der Freiburger Nationalrat prüft derzeit eine Kandidatur. Mit seinen erst 40 Jahren ist er der jüngste aller möglichen Kandidaten. Er ist seit 2023 im Nationalrat und war zuvor im Grossen Rat des Kantons Freiburg.

Nicolas Kolly, Nationalrat SVP-FR, spricht waehrend einer Medienkonferenz des Komitees der Volksinitiative "Ja zu einer unabhaengigen, freien Schweizer Waehrung mit Muenzen oder Banknoten (Bargel ...
Nicolas Kolly ist der jüngste Kandidat.Bild: keystone

Benjamin Giezendanner

Der Aargauer Nationalrat hält sich bedeckt. «Wenn die Partei auf mich zukäme, würde ich mir eine Kandidatur überlegen», sagte er der SonntagsZeitung. Giezendanner wurde 2001 mit 18 Jahren als jüngstes Mitglied überhaupt in den Grossen Rat des Kantons Aargau gewählt und seit 2019 im Nationalrat.

Nationalrat Benjamin Giezendanner, SVP-AG, spricht waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 19. Maerz 2026 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Benjamin Giezendanner wurde als 18-Jähriger in den Grossen Rat des Kantons Aargau gewählt.Bild: keystone

(sel)

Mehr zur Nachfolge von Guy Parmelin:

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11 Jahre Bundesrat Guy Parmelin in Bildern
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11 Jahre Bundesrat Guy Parmelin in Bildern

Am 9. Dezember 2015 wählte das Parlament Guy Parmelin zum neuen Bundesrat.

quelle: keystone / peter klaunzer
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Céline Amaudruz möchte erste SVP-Bundesrätin werden
Video: watson
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