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Angriff auf SVP-Sitz: SP und Grüne suchen gemeinsam nach Kandidaten

Angriff auf SVP-Sitz: SP und Grüne suchen gemeinsam nach Kandidaten

Im Kanton Bern wollen SP und Grüne gemeinsam den Jura-Sitz und damit die Mehrheit im Regierungsrat zurückerobern. Wen sie ins Rennen schicken, steht Ende August fest.
05.05.2025, 10:18

Das teilten die beiden Parteien am Montag mit. Den garantierten Sitz des Berner Juras in der Kantonsregierung hat zurzeit Pierre Alain Schnegg (SVP) inne. Ob er wieder antritt, ist noch nicht bekannt. «Wir werden sicher vor den Sommerferien kommunizieren», teilte die SVP Kanton Bern auf Anfrage mit.

Im Regierungsrat haben die Bürgerlichen seit 2016 die Mehrheit. Damals wechselte der Jura-Sitz in einer Ersatzwahl vom abtretenden Philippe Perrenoud (SP) zu Pierre Alain Schnegg. Dieser wurde 2018 und 2022 wiedergewählt. Die nächsten kantonalen Wahlen finden im März 2026 statt.

Pierre Alain Schnegg, Berner Regierungsrat und Praesident der Organisation ambulante Arzttarife (OAAT AG), spricht an einer Medienkonferenz ueber die Genehmigung des Tarifvertrags zum ambulant-aerztli ...
Ist unklar, ob er wieder antritt: SVP-Politiker Pierre Alain Schnegg.Bild: keystone

Die SP hat zurzeit zwei Sitze inne, die Grünen einen. Evi Allemann (SP) strebt die Wiederwahl an, Christoph Ammann (SP) und Christine Häsler (Grüne) treten nicht mehr an. Ihre Parteien werden als Nachfolge je eine Kandidatur festlegen; es gibt mehrere Interessierte.

Vornominationen geplant

Die französischsprachige Kandidatur für den Jura-Sitz soll das übliche Rotgrün-Ticket ergänzen. Der Ball liegt zunächst bei den beiden Regionalparteien. Innerhalb der PS Grand Chasseral und den Vert-e-s Grand Chasseral soll es Vornominationen geben.

Die definitive Nomination der gemeinsamen Jura-Kandidatur soll am 27. August erfolgen. An jenem Tag ist sowohl eine Delegiertenversammlung der Grünen Kanton Bern als auch ein Parteitag der SP Kanton Bern angesetzt.

Schlüssel für Mehrheit im Berner Jura

Im Berner Jura gebe es ein grosses Potenzial für einen ökologischen und sozialen Wandel, sagte Brigitte Hilty Haller, Co-Präsidentin der Grünen, gemäss Communiqué. «SP und Grüne können es gemeinsam schaffen, eine Mehrheit zu gewinnen. Denn mit uns wird auch die Region grüner und solidarischer.»

«In der Gesundheits- und der Sozialpolitik des Berner Regierungsrats braucht es einen Wandel», liess sich die bernische SP-Präsidentin Manuela Kocher Hirt zitieren. «Wir wollen einen Kurswechsel hin zu einer guten Grundversorgung für die Menschen im Kanton Bern, ob ländlich oder urban, ob deutsch- oder französischsprachig.» (dab/sda)

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