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Zürich: Stadtzürcher Parlament streicht Hochhauszonen

Stadtzürcher Parlament streicht Hochhauszonen

26.02.2026, 07:2726.02.2026, 07:27

Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwochabend die Gebiete in denen Hochhäuser entstehen könnten, deutlich verkleinert oder heruntergestuft. FDP und GLP erwägen, ein Referendum gegen die Vorlage zu ergreifen.

Eine Uebersichtsaufnahme eines instabilen Baugeruests eines Hochhauses in Zuerich Oerlikon, am Montag, 8. Dezember 2025 in Zuerich. Ein rund 80 Meter hohes Baugeruest an einem Hochhaus in Zuerich-Oerl ...
Der Stadtzürcher Gemeinderat will die Hochhausgebiete im Zentrum von Zürich-Nord konzentrieren. (Symbolbild)Bild: keystone

Hochhäuser polarisieren. Das war am Mittwochabend im Gemeinderat deutlich zu spüren. Während GLP und FDP sich klar für die neuen Hochhausrichtlinien der vom Stadtrat vorgeschlagene Hochhausgebiete aussprachen, hielten SP, Grüne, AL und SVP kräftig dagegen.

Der Gemeinderat stimmte denn auch mehreren Anträgen zu, die zu einer Verkleinerung und Fokussierung der Gebiete führen.

Der Stadtzürcher Gemeinderat will die Hochhausgebiete entlang der Gleise und im Zentrum von Zürich-Nord konzentrieren. In den Aussenquartieren soll es deutlich weniger Hochhausgebiete geben, als der Stadtrat vorgeschlagen hatte.

In Schwamendingen darf im Hochhausgebiet statt der vom Stadtrat vorgesehenen 80 Meter nur 40 Meter in die Höhe gebaut werden und für 60 Meter hohe Häuser verlangt das Parlament eine Gestaltungsplanpflicht.

Hochhäuser sollen am richtigen Ort entstehen

«Wenn wir Hochhausgebiete nicht zulassen, ist das nicht gegen mehr Wohnraum, sondern lediglich gegen das höhere Bauen» betonte Marco Denoth von der SP. Die SP sei für Hochhäuser mit Gegenleistung und sozialer Verantwortung ohne Verdrängung von Menschen aus den Quartieren und aus der Stadt.

Marco Denoth (SP) spricht zu Geschaeft 12, einer Interpellation fuer Zuerich als moeglicher Austragungsort der Olympischen Spiele 2026 im Zuercher Gemeinderat am Mittwoch, 18. Januar 2017. (KEYSTONE/W ...
Stadtzürcher SP-Gemeinderat Marco Denoth.Bild: KEYSTONE

Hochhäuser ja, aber nur an den richtigen Orten und nicht zum Beispiel an der Limmat, forderten die Grünen. Allerdings erachteten sie es als schwierig Hochhäuser preisgünstig zu erstellen.

Als ein Mammutprojekt bezeichnete Reto Brüesch von der SVP die Hochhausrichtlinien. Bei diesen handele es sich aber um kein Verdichtungselement, machte er deutlich. Es werde werde weder mehr gebaut noch gebe es mehr Wohnungen und mehr Grünflächen.

Blick auf die Swiss Life Arena und Altstetten Nord anlaesslich eine Fernwaerme-Energiezentrale in der Abwasserreinigungsanlage Werdhoelzli anlaesslich des Umbaus der Waermeversorgung und zur Stilllegu ...
Der Bau der Hochhäuser sei nicht mehr tragbar.Bild: keystone

Die AL sei schon immer Hochhauskritisch gewesen, sagte Tanja Maag. Unterschiedliche Vorstellungen von Städtebau würden hier aufeinander prallen.

«Zu komplizierte Bauvorschriften»

Flurin Capaul von der FDP bezeichnete die vom Gemeinderat bestimmten Änderungen als «Hochhausverhinderungsrichtlinie». Zudem erachtet er einige Bestandteile der Vorlage als nicht genehmigungsfähig. Deshalb werde die Partei nächste Woche über ein Referendum diskutieren.

Von einer verschlimmbesserten Vorlage sprach auch Nicolas Cavalli von der GLP. Diese sei so nicht mehr tragbar. Er forderte den Stadtrat auf, die Vorlage zurückzuziehen. Andernfalls werde sich die GLP der FDP anschliessen und ein Referendum in Erwägung ziehen.

Auch Die Mitte/EVP Fraktion erachtet die Bauvorschriften als zu kompliziert. Das Bauen werde dadurch eingeschränkt, weshalb sie ebenfalls die Vorlage ablehnen. (sda)

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quelle: wikimedia
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