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Wermuth protestiert bei ARD wegen Köppel

Wermuth bezeichnet die Auftritte Köppels im deutschen Fernsehen als Beleidigung.
Wermuth bezeichnet die Auftritte Köppels im deutschen Fernsehen als Beleidigung.Bild: KEYSTONE

Wermuth protestiert bei der ARD wegen Köppel – doch die wollen nicht auf ihn verzichten

Roger Köppel war wiedermal im deutschen Fernsehen, bei «Hart aber Fair» – und hat damit wie gewohnt Gemüter erhitzt. SP-Nationalrat Cédric Wermuth hat jetzt genug von der Köppelei bei ARD und sich deshalb mit einem Brief an den Sender gewandt.
10.06.2016, 11:5610.06.2016, 12:39

Cédric Wermuth hat genug. Der SP-Nationalrat ärgert sich mächtig über den erneuten Auftritt Roger Köppels in einer deutschen Talkshow. Jetzt fordert er ARD und ZDF auf, die Einladungspraxis zu ändern.

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Die Sendungen würden ein «völlig verzerrtes Bild der Schweiz» zeigen, heisst es im Brief, der «20 Minuten» vorliegt. Über 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wählten nicht die SVP und für diese sei die Vertretung von Köppel eine Beleidigung. Quasi so, als würde das Schweizer Fernsehen jedes Mal AfD-Chefin Frauke Petry als «Stimme Deutschlands» einladen.

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann antwortete, Köppel sei aufgrund der Themenlage (EU-Kritik, Erfolg rechtspopulistischer Parteien) und dem kontroversen Konzept «in erhöhter Frequenz» zu Gast gewesen.

Brief hat doch was erreicht

Ausserdem sei er in Deutschland wegen seiner früheren Arbeit bei «Die Welt» ein bekanntes Gesicht.

Baumann wies zudem den Vorwurf Wermuths zurück, die ARD zeichne ein verzerrtes Bild der Schweiz. Wermuth erliege der irrigen Annahme, die Aussagen von Herrn Köppel seien repräsentativ für die gesamte schweizerische Bevölkerung.

Auf Köppel werde man nicht verzichten – jedoch würde es zukünftig Sinn machen, bei der Vorstellung von Köppel eingangs der Talkshows darauf hinzuweisen, dass er nicht die Schweiz repräsentiere. (dwi)

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