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Islam

IS-Anhänger planten Anschlag in der Schweiz

Hinweis von «befreundetem» Geheimdienst

IS-Anhänger planten Anschlag in der Schweiz

24.09.2014, 04:2524.09.2014, 08:47
Der Sitz des Verteidigungsdepartements: Hier ist auch der Nachrichtendienst BND untergebracht.
Der Sitz des Verteidigungsdepartements: Hier ist auch der Nachrichtendienst BND untergebracht.Bild: KEYSTONE

Drei Iraker planten in der Deutschschweiz einen Terroranschlag mit Sprengstoffen und giftigen Gasen. Diese Information erhielt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) von einem «befreundeten» ausländischen Geheimdienst, berichtet der Tages-Anzeiger. Die drei Verdächtigen, die eine mutmassliche Zelle des Islamischen Staates (IS) bildeten, sitzen seit Frühling in verschiedenen Berner Gefängnissen in Untersuchungshaft.

Der Partnerdienst, der die Kommunikation dreier Iraker überwacht hat, meldete den Schweizer Kollegen, dass es konkrete Hinweise darauf gebe, dass diese einen Anschlag in ihrer Wahlheimat planten. Die Bundeskriminalpolizei begann ebenfalls, das Trio zu überwachen und schlug schliesslich zu, als jemand versuchte, Material für Terrorakte zu beschaffen: Ende März 2014 wurden die drei verhaftet.

IS-Kämpfer in Syrien: Drei Iraker sollen die Miliz aus der Schweiz aktiv unterstütz und einen Anschlag hier geplant haben.
IS-Kämpfer in Syrien: Drei Iraker sollen die Miliz aus der Schweiz aktiv unterstütz und einen Anschlag hier geplant haben.Bild: AP Militant Website

Auch Pornografie mit Minderjährigen vorgeworfen

Die mutmasslichen Terroristen sind zwischen 28 und 33 Jahre alt. Einer der Männer lebt im Aargau, einer in Schaffhausen, der dritte gab als letzten festen Wohnsitz die syrische Hauptstadt Damaskus an. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie Gewaltdarstellung. Dazu kommt der Vorwurf illegaler Pornografie mit Minderjährigen.

Das Trio wehrt sich mit seinen Berner Strafverteidigern gegen die schweren Anschuldigungen und gegen die Inhaftierung. Bislang erfolglos: Das kantonale Berner Zwangsmassnahmengericht und das Bundesstrafgericht haben mehrere Gesuche auf Haftentlassung abgewiesen. 

Ein weiterer al-Kaida-Ableger plante Anschläge in Europa

Neben dem Islamischen Staat geriet auch die Chorasan-Miliz in den Fokus der Öffentlichkeit – auch sie ist das Ziel von den US-Luftschlägen in Syrien. Nach Angaben des Pentagons sei die Terrorgruppe kurz vor der «Ausführung einer Attacke» gewesen. Aus diesem Grund habe US-Präsident Barack Obama den Befehl zu Luftschlägen gegeben. 

Die Chorasan-Gruppe wurde im vergangenen Jahr von Kaida-Veteranen gegründet. Sie soll der «New York Times» zufolge von Muhsin al-Fadhli angeführt werden, einem der engsten Vertrauten des getöteten Kaida-Chefs Osama bin Laden. Es kursieren Gerüchte, dass al-Fadhli bei dem US-Angriff getötet worden sei. (rey)

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