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Lidl lanciert KI-Waagen – das ändert sich für Kunden

Lidl lanciert Waagen mit KI – was sich für Kunden ändert

08.03.2026, 13:5609.07.2026, 09:45

Lidl Schweiz setzt bald auf eine Neuerung beim Wägen von Früchten und Gemüse. Wie der Tages-Anzeiger schreibt, sollen ab April schrittweise neue KI-Waagen in sämtlichen 195 Filialen eingeführt werden. Ab Sommer sollen zudem auch die Self-Checkout-Kassen mit KI-Funktionen fürs Wägen ausgestattet werden.

[Editor's Note: staged photo/dated staff uniform] Customers pay for their shopping at a checkout in a branch of supermarket chain Lidl Schweiz in Amriswil in the Canton of Thurgau, Switzerland, p ...
Durch die neuen KI-Waagen muss das Kassenpersonal keine Früchte und Gemüse mehr wägen.Bild: KEYSTONE

Die KI-Waagen sollen den Kunden das Leben erleichtern. Wer eine Frucht oder ein Gemüse darauflegt, muss künftig nicht mehr eine Zahl eintippen, um die Etikette zu scannen. Stattdessen sollen die Waagen dank künstlicher Intelligenz sofort erkennen, um welches Produkt es sich handelt. Die Kundin muss dies dann nur noch mit einem Fingertipp bestätigen.

Mit den neuen Waagen beschleunige sich der Scanprozess um fast 50 Prozent, so Bram van der Valk von der Lidl-Geschäftsleitung. Die Waagen würden das Produkt in nur 60 Millisekunden erkennen, die Genauigkeit liege bei über 99 Prozent. Dabei werde das Produkt von der Waage nicht direkt erkannt, sondern die Form und Farbe. Weiter werde die Waage nicht vorgängig programmiert, sondern lerne laufend aus den Eingaben der Kunden.

Auch für Lidl selbst bringt die Neuerung Vorteile, insbesondere bei der Diebstahl-Prävention. Bei der KI-Waage ist es nicht mehr möglich, ein teures Produkt mit einem Etikett für ein billigeres zu versehen, weil die Waage dies erkennt.

Neues Selfscanning mit App

Die Neuerung bei Lidl ist nötig, weil gleichzeitig das Selfscanning eingeführt werden soll. Dabei ist es nicht mehr möglich, dass die Kassenmitarbeitenden und die Self-Checkout-Kassen das Wägen vornehmen, wie es bis anhin gehandhabt wird. Durch das neue Selfscanning können Kunden ihre Einkäufe selbst erfassen. Dafür gibt es keine Handscanner wie bei Migros und Coop. Stattdessen braucht man dafür das Smartphone sowie die Lidl-Plus-App.

Lidl ist der erste Schweizer Detailhändel, der KI-Waagen einführt. Bei Aldi werde eine solche Technologie derzeit geprüft, sagt eine Sprecherin dem Tages-Anzeiger. Bei Migros und Coop gibt es derzeit keine solchen Pläne. Die beiden orangen Riesen haben das Problem, dass das Früchte- und Gemüsesortiment grösser ist als bei den anderen zwei Konkurrenten – was für zusätzliche Herausforderungen bei KI-Waagen sorgen würde. So ist es für diese derzeit noch schwierig, etwa zwei verschiedene Apfelsorten auseinanderzuhalten. (dab)

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