Schweiz
Migration

Solinetz Luzern kritisiert Ausrufung der Asyl-Notlage

Solinetz Luzern kritisiert Ausrufung der Asyl-Notlage

12.03.2024, 09:2512.03.2024, 09:25

Das Solinetz für geflüchtete Menschen kritisiert die Ausrufung der Asyl-Notlage durch den Luzerner Regierungsrat. Dies suggeriere, dass asylsuchende Personen eine Belastung seien. Besser wäre aber eine Politik, die Migration und gesellschaftliche Vielfalt als Chance und Bereicherung wahrnehme.

Mit der Ausrufung des Asyl-Notstandes kann der Kanton zudem vermehrt auf unterirdische Zivilschutzanlagen als Notunterkünfte zurückgreifen. Diese kritisiert das Solinetz Luzern in seiner Mitteilung vom Dienstag.

Im zweiten Quartal ist die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz stark zur
Symbolbild.Bild: sda

Solche Unterkünfte würden den Geflüchteten kaum Privatsphäre und Rückzugsorte bieten, hiess es in der Mitteilung. Gemäss Solinetz ist eine solche Unterbringung ein schwerwiegender Eingriff in die Würde und Freiheit von Asylsuchenden. Es fordert den Kanton deswegen auf, auf unterirdische Quartiere zu verzichten. Was es brauche, sei genügend überirdischen und adäquaten Wohnraum.

Dem Solinetz Luzern gehören verschiedene Organisationen an, die sich für Geflüchtete einsetzen. Zu diesen zählen gemäss Homepage neben anderen das Luzerner Asylnetz, das Flüchtlingscafé Hello Welcome, die Kontakt- und Beratungsstelle für Sans Papiers oder die Katholische Kirche und Reformierte Kirche der Stadt Luzern an.

Der Luzerner Regierungsrat hat am Montag den Notstand mit der anhaltend hohen Zahl an Flüchtlingen und Schutzsuchenden begründet. Demnach zeichnet sich auf den Sommer hin ein Engpass bei der Unterbringung ab. Wegen des ausgetrockneten Wohnungsmarktes sei es aber schwierig, neue Unterkünfte zu finden. (rbu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Flucht einer jungen Saudi-Araberin
1 / 17
Die Flucht einer jungen Saudi-Araberin
Rahaf Mohammed al-Kunun hat es geschafft, sich vor ihrer Familie in Sicherheit zu bringen.
quelle: ap/the canadian press / chris young
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ein Happy End nach über 2 Jahren
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Jans könnte Parmelin beerben – die Bürgerlichen werden nervös
Mit Parmelins Rücktritt könnte es zur Rochade im Bundesrat kommen. Besonders im Fokus steht Justizminister Beat Jans – die Aussicht auf einen SP-Wirtschaftsminister sorgt im bürgerlichen Lager bereits für Unruhe.
Nach wochenlangen Spekulationen herrscht Gewissheit: Bundespräsident Guy Parmelin tritt zurück. Der gelernte Winzer verlässt Bundesbern und kehrt ab nächstem Jahr zurück in die Waadtländer Weinberge. Kaum ist dies klar, stellt sich bereits die nächste grosse Frage: Kommt es nun zur grossen Rochade im Bundesrat? Die Blicke richten sich vor allem auf Justizminister Beat Jans.
Zur Story