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Postauto verkauft in Graubünden keine Billette mehr im Bus

Ein Postauto wartet auf die Abfahrt am Sonntag 31. Mai 2015 auf der Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Abschaffung des Ticketkaufs im Bus wirke sich positiv auf den Fahrplan aus. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Postauto verkauft in Graubünden keine Billette mehr im Bus – das musst du dazu wissen

10.11.2025, 10:4410.11.2025, 10:44

Ab Mitte Dezember können Fahrgäste in Graubünden keine Billette mehr in den Postautos lösen. Das Unternehmen bietet stattdessen Mini-Automaten in den Fahrzeugen an. Graubünden ist somit eine Ausnahme in der Schweiz.

Was hat Postauto entschieden?

Ab dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember wird auf den Billett-Verkauf in Bündner Postautos verzichtet. Damit will das Unternehmen den anderen Verkehrsbetrieben im Kanton folgen, die den Ticket-Verkauf in den Bussen bereits eingestellt haben, wie es in einer Mitteilung vom Montagmorgen hiess.

Was sind die Gründe?

Neben dem einheitlichen Vorgehen will Postauto damit Stabilität im Betrieb erreichen. Fahrerinnen und Fahrer würden keine Zeit mehr verlieren, wenn sie zusätzlich Tickets verkaufen müssen. Dies wirke sich positiv auf den Fahrplan aus, so Postauto weiter. Ausserdem seien die Kassensysteme vielerorts am Ende ihrer Lebensdauer, sagte ein Postauto-Sprecher auf Anfrage von Keystone-SDA.

Was bedeutet das für Fahrgäste?

Tickets können nur noch digital gekauft werden. Der Anteil digitaler Billette befinde sich bereits heute bei 75 Prozent, so Postauto. In Graubünden gibt es neu Mini-Automaten in den Bussen. Hier können Fahrgäste die Strecke eingeben und mit der Kreditkarte bezahlen. Das Ticket wird dann direkt auf die Karte geladen. Ausserdem gibt es für das System Wertkarten zu kaufen.

Ansonsten sind Ticketkäufe auch über die SBB-App und andere digitale Verkaufsstellen möglich. Bis März 2026 bietet Postauto ausserdem eine Übergangsfrist. Gäste, die das neue System noch nicht kennen, können bis dahin beim Fahrpersonal noch ein Billett kaufen.

Wie ist es in der übrigen Schweiz?

Graubünden sei eine Ausnahme, so der Postauto-Sprecher weiter. Bislang gibt es nur beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) eine ähnliche Regelung. Auch dort können Fahrgäste beim Personal keine Tickets kaufen – allerdings gibts dort keine Mini-Automaten, sondern einfach die üblichen digitalen Verkaufsstellen.

Im Kanton Tessin will Postauto per Ende 2026 eine Regelung wie in Graubünden einführen, bestätigte der Sprecher. Acht Verkehrsbetriebe wollen dort gemeinsam Mini-Automaten beschaffen und dann auf den Ticket-Verkauf in den Bussen verzichten. (sda)

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