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Alle Hände voll zu tun, trotzdem: Polizei und Sanität ziehen positive Bilanz zur Street Parade

Hitze, fette Bässe und tonnenweise Abfall: Die erste Bilanz der Street Parade 2015.
Hitze, fette Bässe und tonnenweise Abfall: Die erste Bilanz der Street Parade 2015.Bild: EPA/KEYSTONE

Alle Hände voll zu tun, trotzdem: Polizei und Sanität ziehen positive Bilanz zur Street Parade

29.08.2015, 22:4231.08.2015, 11:49

Eine Million Raver haben am Samstag an der Street Parade in Zürich der Hitze getrotzt – so viel wie seit 2005 nicht mehr. Die grösste Freiluft-Disco der Schweiz verlief weitgehend friedlich. Dafür bescherte das Traumwetter den Rettungskräften aber auch mehr Arbeit als im Vorjahr.

Tatsächlich blieb es bis zum Ende der Parade weitgehend friedlich. Allerdings bescherten das gute Wetter und die hohen Besucherzahlen der Stadtpolizei sowie Schutz & Rettung viel Arbeit.

Laut Mitteilung wurden der diesjährigen Street Parade über 1000 Personen an den Behandlungsposten medizinisch versorgt. Dies seien rund vierzig Prozent mehr Patienten als im Vorjahr. Die häufigsten Behandlungsgründe waren Schnittverletzungen und übermässiger Alkohol- und Drogenkonsum. Insgesamt ziehe man «eine positive Bilanz».

Nicht alle Aktionen bei der Street Parade gingen glimpflich aus. Die Rettungskräfte können davon ein Liedchen singen.
Nicht alle Aktionen bei der Street Parade gingen glimpflich aus. Die Rettungskräfte können davon ein Liedchen singen.Bild: EPA/KEYSTONE
  • Wie die Stadtpolizei am Abend mitteilte, wurden rund ein Dutzend Personen von Unbekannten mit Reizstoff besprüht, während ihnen gleichzeitig die Halskette entrissen wurde. Einer der mutmasslichen Täter, ein 34-jähriger Mann, wurde am Abend festgenommen.
  • Kurz vor 15.30 Uhr wurde an der Einmündung des Zürichsees zum Schanzengraben ein 17-Jähriger bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Die junge Mann wurde umgehend ins Spital gebracht. Er befindet sich in kritischem Zustand, ist aber ausser Lebensgefahr. Offenbar hat er sich bei einem Kopfsprung verletzt. Eine Dritteinwirkung kann laut Polizei weitgehend ausgeschlossen werden.
  • Ebenfalls ins Spital eingeliefert wurde ein 21-Jähriger. Er hatte sich um 18 Uhr vor einem Kino beim Bahnhof Stadelhofen an Glasscherben einer Schaufensterscheibe an einer Arterie verletzt.
  • Und um 20 Uhr geriet ein 28-jähriger Schwimmer beim Schanzengraben in eine Schiffsschraube. Er erlitt schwere Beinverletzungen.
  • An den acht Sanitätsposten entlang der Umzugsroute und in der Patientensammelstelle wurden 1041 Personen behandelt.
  • Zwischen Samstag- und Sonntagmorgen leistete der Rettungsdienst in der ganzen Stadt Zürich insgesamt 290 Einsätze (ohne Behandlungsposten). Dies seien rund viermal so viele Einsätze wie an einem gewöhnlichen Samstag.
  • Die meisten Patienten mussten wegen Schnittverletzungen oder wegen Alkohol- und Drogenkonsum behandelt werden. Insgesamt wurden 90 Personen in umliegende Spitäler gebracht. 
  • 11 Personen darunter eine Frau und ein Minderjähriger (17) mussten nach übermässigem Alkohol- und oder Drogenkonsum und Fremd- oder Eigengefährdung in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle eingeliefert werden.

Auch der späte Abend und die Nacht der diesjährigen Street Parade verliefen ohne grössere Zwischenfälle, wie die Stadtpolizei mitteilte. Trotzdem sei man häufig gerufen worden, wegen Lärmklagen aber auch zu Auseinandersetzungen und Schlägereien, bei denen Personen zum Teil leicht verletzt wurden.

Die Stadtpolizei zieht «eine vorwiegend positive Bilanz».
Die Stadtpolizei zieht «eine vorwiegend positive Bilanz».Bild: KEYSTONE

34 Männer verhaftet

Insgesamt verhaftete die Stadtpolizei Zürich im Verlauf des Samstags und in der darauffolgenden Nacht 34 Männer im Alter von 18 bis 43 Jahren. Gründe für die Festnahmen waren: Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Diebstahl, Verbotenes Waffentragen und Hinderung einer Amtshandlung. Bis zur Stunde seien 9 Personen nach erfolgten Befragungen wieder entlassen worden, heisst es in der am Sonntagmorgen verschickten Medienmitteilung. Die Festgenommenen stammten aus der Schweiz (8), Gambia (5), Italien (12), Algerien (4), Guinea Bissau (1) und Deutschland (4).

Detektive und Betäubungsmittelfahnder der Stadtpolizei stellten rund 470 Ecstasy-Tabletten, 260 Gramm Marihuana sowie kleinere Mengen Kokain, Amphetamin und MDMA sicher. Zudem wurden 520 Franken beschlagnahmt.

(egg/sda)

«Magic Moments» an der Street Parade – und irgendwo mitten drin ist Walter

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«Magic Moments» an der Street Parade – und irgendwo mitten drin ist Walter
Die Gesichter der diesjährigen Street Parade.
quelle: x00493 / arnd wiegmann
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