Schweiz
SVP

SVP-Nationalrat Walter Wobmann tritt bei den Wahlen im Herbst nicht an

SVP-Hardliner Walter Wobmann tritt ab – nach 20 Jahren im Nationalrat

07.07.2022, 09:2512.01.2023, 14:50

Der Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann tritt bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2023 nicht mehr an. Als Gründe für den Verzicht auf eine erneute Kandidatur gibt der 64-jährige Politiker seine Amtszeit von 20 Jahren und sein Alter an.

Walter Wobmann, SVP-SO, spricht waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 27. September 2016, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Walter Wobmann verzichtet auf eine erneute Kandidatur.Bild: KEYSTONE

Wobmann bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des Regionalsenders Tele M1 und der «Solothurner Zeitung». Der Verkaufsleiter und KMU-Berater gehört seit 2003 als Solothurner Vertreter dem Nationalrat an. Als Herausforderer hatte Wobmann 2015 für den Ständerat kandidiert; er unterlag jedoch dem amtierenden Ständerat Roberto Zanetti (SP).

20 Jahre Amtszeit

«20 Jahre sind genug», sagte Wobmann dem Sender Tele M1. Er habe sich den Verzicht auf eine Wiederkandidatur schon länger überlegt. Wobmann hatte als Präsident des Egerkinger Komitees die eidgenössische Volksinitiative «gegen den Bau von Minaretten» lanciert. Der Souverän stimmte dem Begehren 2009 zu. Das Volk hiess 2021 auch die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» gut.

Die SVP hält mit Wobmann und Christian Imark zwei der sechs Solothurner Sitze im Nationalrat. Die weiteren Mitglieder sind Kurt Fluri (FDP), der seit 2003 im Amt ist, und Stefan Müller-Altermatt (Mitte) sowie Franziska Roth (SP) und Felix Wettstein (Grüne). (lab/sda)

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Walter Wobmann an der Nacht der langen Messer
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