Schweiz
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SVP-Politikerin Stefanie Köpfli geht im Aargau gegen Regenbogen-Foto vor

SVP-Politikerin geht gegen dieses Regenbogen-Foto vor – und krebst dann zurück

26.01.2026, 15:3726.01.2026, 15:37

Im Kanton Aargau sorgt derzeit ein Foto für politische Diskussionen. So wurde im Lenzburger Bezirksanzeiger ein Bild abgedruckt, das Regierungsrat Dieter Egli in einer Kirche beim Vereidigen neuer Gemeinderäte zeigt – vor einem Regenbogen.

Dieses Bild sorgt im Aargau für politische Aufruhr.
Dieses Bild sorgt im Aargau für politische Aufruhr.screenshot: tele m1

Dies passte SVP-Grossrätin Stefanie Köpfli nicht. Wie sie gegenüber Tele M1 sagt, hätten sich Wähler ab dem Bild gestört, weshalb sie diesbezüglich Anschriften erhalten habe. Das Problem in ihren Augen: «Es ist so, dass der Regenbogen momentan mehrfach interpretiert wird», so Köpfli.

Köpfli meint damit, dass der Regenbogen auch als Symbol der LGBTQ-Bewegung gilt. «Der Regenbogen hat eine Doppeldeutigkeit», so Köpfli. Daran würden sich die Wählerinnen und Wähler stören.

Stefanie Köpfli Grossrätin
SVP-Grossrätin Stefanie Köpfli. Bild: svp oberwil-lieli

Hinweise darauf, dass der Regenbogen als Symbol für die LGBTQ-Bewegung aufgehängt wurde, gibt es keine. Trotzdem entschied sich die SVP-Politikerin dazu, gegen das Foto vorzugehen. So reichte sie gemeinsam mit Martin Bossert (EDU) am 6. Januar einen Vorstoss im Aargauer Kantonsparlament ein.

In einer Interpellation wollte sie von der Regierung etwa wissen, wie man die «staatliche Neutralitätspflicht» der Mitglieder sicherstellen und eine «einseitige gesellschaftspolitische Positionierung» verhindern wolle. Weiter fragte sie, welche Aussage der Regierungsrat habe vermitteln wollen, wenn Mitglieder «vor solchen Symbolen» auftreten.

Wenige Stunden später zog Köpfli den Vorstoss allerdings zurück. Es seien «Unklarheiten» aufgetaucht, sagte sie gegenüber Tele M1 – weitere Details wollte sie dazu nicht sagen.

Auf der gegnerischen Seite des politischen Spektrums sorgt die Aktion derweil für Kopfschütteln. Der Vorstoss sei absolut gesucht, so SP-Grossrat Rolf Schmid. «Man geht einer Erzählung nach, wonach der Woke-Wahn herrscht», sagt er und spricht von einer gewissen Peinlichkeit. (dab)

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