Junger Wisentstier tot im Gehege in Welschenrohr SO aufgefunden
Ein 2025 geborener Wisentstier ist Ende September im Testgehege in Welschenrohr SO tot aufgefunden worden. Laut des verantwortlichen Vereins war das Tier am Bauch verletzt gewesen. Als Todesursache komme ein Hornstoss eines anderen Wisents oder ein Sturz im Gelände infrage.
Bereits am Abend des 15. September wurde festgestellt, dass das Tier in der Herde fehlte, gab der Verein Wisent Thal am Montag bekannt. Ab dem 16. September habe das Projektteam intensiv nach dem Tier gesucht. Vor allem in jenen Bereichen, in denen sich die Herde gemäss den GPS-Daten aufgehalten hatte.
Das 100 Hektaren grosse Gehege im Solothurner Jura umfasse rund 87 Hektaren Wald und weise teilweise felsiges und zerklüftetes Gelände mit stark eingeschränkter Sicht auf. «Unter diesen Bedingungen ist die Suche nach einem einzelnen Tier schwierig», hiess es in der Medienmitteilung weiter.
Tier war schon Mitte September verstorben
Das Tier sei dann bei einem Kontrollgang zu Fotofallen entdeckt worden. Aufnahmen der Fallen zeigten, dass der Wisent bereits am Morgen des 15. September verendet sei.
Die Fundstelle sei mit Maschinen nicht erreichbar gewesen. Die Bergung habe daher erst am vergangenen Samstag abgeschlossen werden können. Der Kadaver sei fachgerecht entsorgt worden. Der Schädel soll wenn möglich präpariert werden.
Mit der Testherde untersuchen die Verantwortlichen seit Herbst 2022 und noch bis 2027, ob der im Mittelalter hierzulande ausgerottete Wisent wieder als Wildtier im Jura tragbar ist. Das Gehege wird während des Versuchs weiterhin land- und forstwirtschaftlich genutzt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. (hkl/sda)
