Schweiz
Wallis

Crans-Montana: Delegation aus Rom fühlte sich respektlos behandelt

Crans-Montana: Knatsch beim Treffen zwischen Italien und der Schweiz

26.02.2026, 10:4626.02.2026, 10:46

Das Treffen zwischen den Strafverfolgungsbehörden der Schweiz und Italiens soll nicht harmonisch verlaufen sein. Die Vertreter des Bundesamts für Justiz hätten sich respektlos gegenüber den fünf Gästen aus Italien verhalten, schreibt die NZZ unter Berufung auf eine anonyme italienische Quelle. Die italienische Delegation habe das Treffen fast frühzeitig abgebrochen.

epa12758156 Beatrice Pilloud (R), Attorney General of the Canton of Valais, and Francesco Lo Voi (L), Chief Prosecutor of Rome, speak to media after their meeting between prosecutors of the Canton of  ...
Der römische Staatsanwalt Lo Voi und die Walliser Staatsanwältin Beatrice Pilloud.Bild: keystone

Der Hauptpunkt, in dem sich die Italiener und Schweizer nicht einig sind, ist die Gründung gemeinsamer Ermittlungsgruppen.

Das Bundesamt für Justiz soll nach Angaben der Quelle einen Antrag von Italien zur Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe abgelehnt haben.

Italien soll bis heute keinen Antrag für eine Ermittlungsgruppe gestellt haben, sagt jedoch das Bundesamt für Justiz gegenüber RTS.

Allerdings liegt der «NZZ» ein Mail der römischen Staatsanwaltschaft vom 30. Januar vor, worin diese die «Bereitschaft» betonte, eine gemeinsame Ermittlungsgruppe einzurichten.

Das Bundesamt habe sich auf Anfrage der NZZ inhaltlich kaum geäussert. Das Treffen in Bern sei vertraulich und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, teilte es laut der «Neuen Zürcher Zeitung» mit. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Der nationale Trauertag für die Opfer von Crans-Montana
1 / 11
Der nationale Trauertag für die Opfer von Crans-Montana

Am 9. Januar 2026 fand der nationale Gedenkanlass und Trauertag für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana.

quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Jugendliche Augenzeugin der Tragödie in Crans-Montana hält am Trauertag emotionale Rede
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mafia: Ein Mord ohne Leiche – und die Spur führt in die Schweiz
Der Fall des verschwundenen italienischen Unternehmers Lamberti wird zum Mordfall. Nicht nur Geldspuren führen ins Schweizer Mafia-Milieu.
Am 3. Juli 2021 verschwand der damals 68-jährige Unternehmer Pasquale Lamberti spurlos. Bevor er mitten in der Nacht zu einem mysteriösen Treffen aufbrach, hinterliess er in seiner Wohnung in Norditalien einen Zettel. Darauf stand: «Mein Leben ist in Gefahr.» Auf seinem Handy hinterliess er zudem eine Notiz, in der er fünf Personen nannte, die für sein allfälliges Verschwinden verantwortlich seien.
Zur Story