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Lüftler schlagen wieder zu – und lassen in Zürich 30 SUVs die Luft raus

Lüftler schlagen wieder zu – und lassen in Zürich 30 SUVs die Luft aus den Reifen

07.03.2023, 12:0607.03.2023, 12:52

Die Gruppierung «The Tyre Extinguishers» freut sich. Am Dienstagmorgen schreibt sie auf Twitter, dass Aktivisten in Zürich 30 SUVs die Luft aus den Reifen gelassen hätten. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt die Vorfälle auf Anfrage.

«Das Seefeld-Quartier war ein grosses Vergnügen für uns», heisst es im Tweet. Man werde immer wieder zurückkehren, bis alle SUVs aus der Stadt verbannt seien, die Stadt sichere Fahrradwege gebaut habe und der öffentliche Verkehr gratis sei.

Bereits im vergangenen Jahr schlugen die «Tyre Extinguishers» immer wieder in der Schweiz zu. Bei der Gruppierung handelt es sich um eine lose Verbindung, die in ganz Europa aktiv ist. Ihr Ziel: «Wir wollen, dass sich diese Idee auf der ganzen Welt verbreitet, bis es unmöglich wird, einen SUV zu besitzen.»

In den vergangenen Tagen gab es laut ihrem Twitterkanal Aktionen in London, Brüssel und Lyon. Bereits in 16 Ländern seien SUVs die Luft herausgelassen worden.

Im Dezember des vergangenen Jahres war watson dabei, als die Aktivistinnen bei rund 100 Autos die Luft herausliessen. Das Vorgehen ist relativ einfach: Sie schrauben das Ventil des Reifens auf, drücken eine Linse rein und drehen das Ventil wieder drauf. Danach entweicht die Luft langsam. Anschliessend wird der Autobesitzer mit einem Schreiben auf das Fehlen der Luft aufmerksam gemacht.

Die Aktivistinnen informieren die Autofahrer mit einem Schreiben.
Die Aktivistinnen informieren die Autofahrer mit einem Schreiben.bild: chiara jessica hess

Die Aktivisten gaben an, dass sie bei Handwerkern oder Autos mit Rollstuhlklebern nicht tätig würden. Allerdings gab es im Dezember einen Fall, bei dem auch einer Zürcher Rollstuhlfahrerin die Luft herausgelassen wurde. (cma)

«Wie kann man so dekadent sein?» – Fabi weint (doch) über SUVs

Video: watson/Emily Engkent
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