Schweiz
Auto

Zürcher Messungen zeigen: Autoposer teils so laut wie 80 Autos

Zürcher Messungen zeigen: Autoposer teils so laut wie 80 Autos

28.04.2021, 11:2728.04.2021, 13:26

Die Stadt Zürich hat während elf Tagen die durch Autoposer entstehende Lärmbelastung gemessen. Dabei zeigte sich, dass Autoposer den Dauerschallpegel um bis zu 5 Dezibel erhöhen - einzelne Poser-Fahrten sind teils so laut wie solche von 80 normalen Autos.

Während einer Freitagnacht zwischen 22.00 und 2.00 Uhr wurde über ein Drittel der Fahrten an der Hohlstrasse Autoposern zugewiesen, wie der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) am Mittwoch mitteilte. Poser-Fahrten waren durchschnittlich viermal lauter als Vorbeifahrten regulärer Autos. Einzelne Fahrten von Autoposern ergaben Messwerte von 99 Dezibel.

Die Messung war letzten September an der Hohlstrasse durchgeführt worden. Laut UGZ handelt es sich dort um einen bei Autoposern belieben Strassenabschnitt. Das Amt wollte so mehr über den von Autoposern verursachten Lärm lernen, da das Phänomen in den letzten Jahren zugenommen habe, heisst es in der Mitteilung.

Lärm könne gesundheitliche Folgen haben. Schon ab 40 Dezibel, der Lautstärke eines surrenden Kühlschranks, könnten Aufwachreaktionen bei schlafenden Menschen erfolgen. Der von Autoposern erzeugte Lärm weise eine hohe Tonhaltigkeit - hörbare Einzeltöne im Gesamtgeräusch -, schnellen Lärmanstieg und häufige Knallgeräusche auf.

Die Polizei kontrolliert laut Mitteilung deshalb bekannte Poser-Routen und -Treffpunkte punktuell und spricht dabei auch Verzeigungen aus. Letztes Jahr kam es in Zusammenhang mit Autoposern zu 479 Anzeigen. Dieses Jahr waren es bisher 317. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Festnahmen bei Antimafia-Aktion in Italien, Spanien und der Schweiz
In einer konzertierten Aktion gegen mafiöse Machenschaften sind in Italien, Spanien und der Schweiz 30 Verdächtigte festgenommen worden. Dabei wurden Gelder und Wertsachen in der Höhe von über 21 Millionen Euro beschlagnahmt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete.
Die Aktion geht auf Ermittlungen der Abteilung für Wirtschafts- und Finanzkriminalität der Finanzpolizei in Mailand zurück. Mit Unterstützung aus Monza hat sie eine kriminelle Vereinigung zerschlagen, die in der internationalen Geldwäsche, dem Steuerbetrug, in Konkursdelikten, dem Drogenhandel und Waffenverbrechen tätig war.
Zur Story