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So schnell kann es gehen

10 Dinge, die Sie innerhalb einer Stunde umbringen können

Tödliche Pflanzen, giftige Schnecken, oder ein mörderisches Lachen; der Sensenmann lauert überall.



Mathieu Gilliand
Mathieu Gilliand

Redaktor

Schneelawine

Menschen, die in eine Lawine geraten, haben nur rund 25 Minuten Zeit, um gefunden zu werden. Danach droht der Erstickungstod. Der warme Atem lässt den Schnee erhärten, sodass Kohlendioxid nicht mehr entweichen kann.

Quelle: YouTube/Ortovox

Suizidgedanken? Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch

Blauer Eisenhut

In Europa gilt die Pflanze als die giftigste überhaupt. Das Gift dringt allein durch Berührung in die Haut ein. Die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird unregelmässig, der Blutdruck sinkt, der Tod erfolgt durch Herzversagen oder Atemstillstand. Der Exitus tritt bei starker Vergiftung schon nach 30 bis 45 Minuten ein.

Bild: Shutterstock

Tabak

Würde man eine Zigarre essen, dann würden schon nach wenigen Minuten tödliche Atemlähmungen einsetzen. Der Tabak einer Zigarre enthält 40 bis 60 Milligramm Nikotin. Das sind so viel wie zirka fünf Zigaretten. Beim Rauchen wird es zwar verbrannt – allerdings nicht restlos.

Der Tabakhaendler Robert McKoy raucht in Whiteville (US-Bundesstaat North Carolina) eine Zigarette zwischen den Stapeln mit frisch geernteten Tabakblaettern (22. Juli 1997). Das Rauchen war in den USA schon laenger verpoent. Die Zigarettenhersteller wehrten sich aber immer hartnaeckig, die Gefaehrlichkeit des Rauchens einzugestehen. Doch Ende Juni kommt es zu einem ueberraschenden Pakt zwischen den US-Bundesstaaten und der Tabakindustrie: Die Zigaretten-Konzerne erklaeren sich bereit, ueber einen Zeitraum von 25 Jahren 368,5 Milliarden Dollar in einen Fonds zu zahlen, aus dem Schadenersatzansprueche befriedigt werden. Weiter verzichten sie fortan auf jegliche Zigarettenwerbung in der Oeffentlichkeit. Dafuer muessen die Bundesstaaten auf Schadenersatzklagen fuer die Behandlung krebskranker Raucher verzichten. (KEYSTONE/AP/Tyler Hicks)

Bild: AP

Zigaretten-Schnecke

Sie sind schleimig, tödlich und manche auch schmackhaft. Von den über 40'000 Arten möchten Sie dem Conus geographus lieber nicht begegnen. Dieser lebt vorwiegend in den Gewässern Südostasiens und wird auch Zigaretten-Schnecke genannt. Der Name kommt nicht von ungefähr. Nach einem Biss würde es genau noch für einen letzten Glimmstängel reichen, bevor das Nervengift einen qualvollen Tod herbeiführt. Das gleiche Gift wird ironischerweise für die Herstellung von Schmerzmittel verwendet.

Quelle: YouTube/zedmusic12

Würfelqualle

Mit einer Würfelqualle sollten Sie auch nicht auf Tuchfühlung gehen. Unter Umständen reicht es nicht mal mehr für eine letzte Zigarette. Die Fangarme der Qualle sind mit Nesselkapseln bestückt, die bei Berührung aufreissen und an der Haut stecken bleiben, wo sie ihr Nervengift entleeren. Dies kann innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden zum Tod durch Atemstillstand oder Herzversagen führen.

Bild: tumblr.com/nickthesnorlax

Lachen

30 Minuten ununterbrochen lachen kann fatal sein: Es kann zu Herzversagen oder Atemstillstand führen. Man sagt, dass ein griechischer Maler namens Zeuxis ein Bild einer alten Dame gemalt hätte. Als er fertig war, musste er so sehr lachen, dass er erstickte.

Strychnin

Die Samen der gewöhnlichen Brechnuss enthalten das giftige Alkaloid Strychnin. In Krimis wird Strychnin immer wieder als toxische Beigabe in das Getränk des jeweiligen Opfers gemischt. Die geringe Menge von 30 bis 120 Milligramm reicht aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten.

Bild

Strukturformel von Strychnin (Bild: Wikipedia)

Natrium-Pentobarbital (NaP)

Natrium-Pentobarbital (NaP) ist ein Betäubungsmittel und wirkt schlaffördernd. In hohen Dosen kann es ein Koma oder sogar den Tod herbeiführen. Berühmtes Beispiel für eine tödliche NaP-Überdosis ist Marilyn Monroe. Das Betäubungsmittel wird auch von Sterbehilfeorganisationen wie EXIT oder DIGNITAS eingesetzt. Sie verwenden eine wässrige Lösung von 15 Gramm NaP.

Das Schlafmittel Pentobarbital wird zuhause von Sterbewilligen eingenommen, aufgenommen bei EXIT Schweiz in Zuerich, am Freitag, 5. Dezember 2008. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Kältetod

Die Passagiere der Titanic, die auf keinem Rettungsboot mehr Platz fanden, starben innerhalb von 20 Minuten im kalten Wasser. Bei einer normalen Körpertemperatur von 37°C spricht man bei einer Unterschreitung von 35°C von einer Unterkühlung. Unter 27°C kann es tödlich werden, die Menschen sind nicht mehr ansprechbar. Die tödliche Schwelle liegt schliesslich bei einer Körpertemperatur unter 20°C.

Schweissfieber (oder auch Englischer Schweiss)

Die Infektionskrankheit gibt es heute zwar nicht mehr, aber ein wenig Allgemeinwissen schadet nicht. Im 15. und 16. Jahrhundert gab es hauptsächlich in England Seuchenwellen, die viele Menschen in den Tod rissen. Der charakteristische, oft übelriechender Schweiss brach urplötzlich aus. Gefolgt von Hitzegefühl, Kopfschmerzen, Delirium und rasendem Puls. Oft suchte den Erkrankten der rasche Tod heim; zum Teil schon innerhalb einer Stunde. Der Verursacher des «Englischen Schweisses» bleibt bis heute unklar.

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