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Achtung festhalten, Monsieur Platini hat mal wieder eine Idee: Frauen und Kinder an Geisterspiele

Geisterspiele sollen nur noch für männliche Zuschauer gelten.
Geisterspiele sollen nur noch für männliche Zuschauer gelten.Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS
In der Türkei gelernt

Achtung festhalten, Monsieur Platini hat mal wieder eine Idee: Frauen und Kinder an Geisterspiele

Mit Geisterspielen – ohne Zuschauer – strafen Fussball-Verbände Vereine mit rassistischen Fans. Uefa-Chef Michel Platini will die Stadien füllen, und hatte eine verblüffend sexistische Idee.
22.10.2014, 18:4922.10.2014, 18:49
Ein Artikel von
Spiegel Online

Die Europäische Fussball-Union zieht zur Lösung des Rassismus-Problems in Stadien sexistische Massnahmen in Erwägung. Uefa-Präsident Michel Platini denke darüber nach, bei Spielen, die wegen rassistischen Verhaltens der Fans ohne Publikum ausgetragen werden müssen, Frauen und Kinder unter zwölf Jahren kostenlos ins Stadion zu lassen, sagte Uefa-Sprecher Pedro Pinto. «Der Präsident ist immer auf der Suchen nach neuen Wegen, unsere Regeln und Regularien weiterzuentwickeln.»

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Bild: Riccardo De Luca/AP/KEYSTONE

Warum genau Frauen und Kinder von der Kollektivbestrafung ausgenommen werden sollen, erläuterte der Sprecher nicht. Die bizarr anmutende Idee geht zurück auf Massnahmen des türkischen Fussballverbandes. In der Türkei wird die Methode seit 2011 angewandt, sagte Pinto, «und es hatte einen sehr positiven Effekt auf den Fussball». Eine solche Änderung müsse natürlich ausführlich diskutiert werden. «Aber es ist eine Idee für mögliche Sanktionen, um leere Stadien zu vermeiden.»

«Der Präsident ist immer auf der Suche nach neuen Wegen.»
Uefa-Sprecher Pedro Pinto.

Aktuelle Situation für alle schlecht

Beim Champions-League-Gruppenspiel zwischen ZSKA Moskau und Manchester City am Dienstag (2:2) waren keine zahlenden Fans erlaubt. Es war das zweite von vier Geisterspielen für den russischen Klub, dessen Fans wiederholt negativ aufgefallen waren. City-Kapitän Vincent Kompany kritisierte danach, dass auch die unschuldigen englischen Anhänger ausgesperrt waren. Trainer Manuel Pellegrini ärgerte sich über die einigen hundert Heimfans, die von Sponsorenplätzen aus zusahen. 

Jetzt auf

Auch Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte komplette Zuschauerausschlüsse kritisiert: «Das ist einfach nur schade, das braucht niemand», sagte Rummenigge vor dem Spiel des Deutschen Meisters gegen Moskau im September. Bei dem 1:0-Sieg der Münchener waren auch Bayern-Fans ausgesperrt worden. (mon/dpa)

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