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Der SC Bern wollte HCD-Assistent Johan Lundskog verpflichten

Florence Schelling, ehemalige Schweizer Eishockey-Nationaltorhueterin, in ihrer neuen Funktion als Assistant Coach beim Spiel der Schweizer Damen U18 Eishockey Nationalmannschaft gegen Russland, aufge ...
Sorgt für Schlagzeilen: SCB-Sportchefin Florence Schelling (Archivbild).Bild: KEYSTONE
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Verwunderung in Davos: Der SC Bern wollte Christian Wohlwends Assistenten als Cheftrainer

Die neue SCB-Sportchefin Florence Schelling wirbelt die Liga bereits mächtig durcheinander. Zur Verwunderung von HCD-Sportchef Raëto Raffainer.
12.06.2020, 20:2713.06.2020, 12:31

Raëto Raffainer sagt, er habe das beste Coaching-Team, das er sich vorstellen könne. Cheftrainer Christian Wohlwend (43) wird von den beiden Assistenten Johan Lundskog (Sd, 35) und Waltteri Immonen (Fi, 53) ergänzt und unterstützt. Dieses Trio Grande hat den HCD aus dem Ranglistenkeller in die Spitzengruppe der Liga zurückgeführt und wird die Mannschaft auch nächste Saison coachen.

Davos' Headcoach Christian Wohlwend, Mitte, rechts Assistenztrainer Johan Lundskog beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions, am Samstag, 30 ...
Johan Lundskog (rechts) auf der HCD-Trainerbank.Bild: KEYSTONE

Titelverteidiger SC Bern ist Anfang Juni als einziger Klub der höchsten Liga sportlich nach wie vor führungslos und auf der Suche nach einem «billigen Banden-Jakob»: Nach einem neuen Trainer, der möglichst wenig kostet. Inzwischen haben die Spieler mit ersten Eistrainings in Burgdorf begonnen. Aber sie wissen nach wie vor nicht, wer nächste Saison ihr Chef sein wird.

Und so ist die neue Sportchefin Florence Schelling auf den Gedanken gekommen, Christian Wohlwends Assistenten Johan Lundskog als Cheftrainer zu engagieren. Der Schwede hat zwar keinerlei Erfahrung als Cheftrainer auf Profiebene. Aber er kostet wenig. «Alles ist korrekt gelaufen» sagt der HCD-Sportchef. «Der SCB hat uns ganz offiziell angefragt, ob man mit Johan Lundskog verhandeln dürfe. Wir habe dafür grünes Licht gegeben.»

Inzwischen ist Raëto Raffainer erleichtert. Er sagt, die Verhandlungen mit der SCB-Sportabteilung hätten zu keinem Resultat geführt. «Johan Lundskog bleibt bei uns.» Die Suche nach einem «billigen Banden-Jakob» geht in Bern also weiter.

Dieser Transfer ist bereits unter Dach und Fach:

Eines muss man SCB-Manager Marc Lüthi lassen: Er versteht es, sein Unternehmen im Gespräch zu halten – sei es mit einem mutigen Entscheid bei der Besetzung der Führungsposition der Sportabteilung, sei es bei der Verpflichtung von prominenten Verwaltungsräten oder nun eben mit einer kurzweiligen Suche nach einem billigen neuen Trainer.

Eigentlich sollte der SCB nicht den billigsten, sondern den bestmöglichen Trainer engagieren. Sonst reicht es auch im nächsten Frühjahr nicht für die Playoffs. Aber wer weiss, vielleicht gelingt es seiner neuen Sportchefin, einen sehr guten Trainer zu finden, der wenig kostet.

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