Abend der Überraschungen: Ajoie, Lakers und Kloten stark – der SCB bodigt den HCD
Zug – Lausanne 4:1
Nach acht Auswärtsspielen darf der EV Zug in der National League erstmals zuhause antreten – und kommt zu einem 4:1-Sieg gegen Lausanne. Wegen des Stadionumbaus musste Zug lange auf seinen ersten Heimauftritt warten. Deshalb täuscht auch die Platzierung in der Tabelle. Die Zuger stehen aber durchaus gut da, nach dem dritten Sieg in Folge belegen sie mit 19 Punkten den 9. Platz. Der unterlegene Gegner Lausanne weist nur zwei Zähler mehr auf – hat aber sieben Spiele mehr absolviert.
Zug - Lausanne 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
7334 Zuschauer. - SR Tscherrig/Dipietro, Humair/Meusy.
Tore: 1. (0:57) Rohrer (Kubalik, Moverare) 1:0. 8. Suomela (Holdener, Kurashev) 1:1. 35. (34:25) Senteler (Petrovic) 2:1. 36. (35:15) Gredig (Moverare, Tobias Geisser) 3:1. 58. Rohrer 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Rohrer; Fuchs.
Zug: Genoni; Diaz, Sklenicka; Schneller, Moverare; Tobias Geisser, Riva; Stadler; Tatar, Kovar, Wingerli; Künzle, Rohrer, Kubalik; Petrovic, Senteler, Hofmann; Gredig, Leuenberger, Antenen; Lindemann.
Lausanne: Huet; Fora, Baragano; Heldner, Carrick; Vouardoux, Sansonnens; Loeffel, Fiedler; Riat, Suomela, Kurashev; Rüegsegger, Lazar, Caggiula; Simic, Fuchs, Zehnder; Holdener, Vidal, Fust.
Bemerkungen: Zug ohne Bengtsson, Egli und Martschini (alle verletzt), Lausanne ohne Brännström, Czarnik, Marti, Miller und Oksanen (alle verletzt). Lausanne von 56:32 bis 57:26 ohne Torhüter.
Davos – Bern 1:4
Den Schwung des Siegs bei den ZSC Lions nicht nutzen kann der HC Davos. Der Playoff-Finalist unterliegt zuhause dem SC Bern 1:4. Zwar war die Partie lange umkämpft, doch ein Doppelschlag in der 47. Minute durch die jungen Berner Graf und Rhyn sicherte den Mutzen den Auswärtssieg in den Bündner Bergen. Der HCD, letzte Saison noch Dominator in der regulären Saison, kommt weiter nicht vom Fleck und rutscht sogar auf den 10. Platz ab.
Davos - Bern 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
5107 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/MacFarlane (USA), Schlegel/Cattaneo.
Tore: 31. Merelä (Marchon, Dionicio/Powerplaytor) 0:1. 37. Grossniklaus 0:2. 47. (46:12) Graf (Mitchell) 0:3. 47. (46:32) Rhyn (Graf) 0:4. 56. Lemieux (Corvi, Zadina/Powerplaytor) 1:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Zadina; Mitchell.
Davos: Aeschlimann; Egli, Jung; Allard, Frick; Andersson, Gernat; Van der Kaaij; Frehner, Corvi, Zadina; Steiner, Jäger, Tambellini; Aebli, Nussbaumer, Lemieux; Kessler, Blandisi, Parrée; Waidacher.
Bern: Hughes; Mitchell, Dionicio; Rhyn, Kreis; Balestra, Lindholm; Kindschi, Barandun; Bemström, Aaltonen, Lehmann; Merelä, Abols, Grossniklaus; Marco Müller, Baumgartner, Marchon; Ritzmann, Graf, Alge.
Bemerkungen: Davos ohne Asplund, Gross, Ryfors und Schreiber (alle verletzt), Bern ohne Milano und Rohrbach (beide verletzt).
Rapperswil – Ambri 6:3
Der überraschende erste ZSC-Verfolger Ambri-Piotta unterliegt ebenso überraschend beim Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers mit 3:6. Die St.Galler, in diesem Jahrzehnt bisher häufig eine positive Erscheinung waren, taten sich in dieser Saison bisher sehr schwer. Doch gegen Ambri führten sie in den letzten zehn Spielminuten auf überzeugende Art und Weise, mit drei Toren, den Sieg herbei. Die Rosenstädter verhindern damit, vom ebenfalls siegreichen Kloten zum Schlusslicht gemacht zu werden.
Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 6:3 (2:2, 1:0, 3:1)
5011 Zuschauer. - SR Ruprecht/Stricker, Huguet/Nater.
Tore: 5. (4:26) Jensen (Rask, Pilut) 1:0. 5. (4:38) Lukas Landry (Heed, Worge Kreü) 1:1. 9. Wetter (Moy) 2:1. 15. Heed (Järventie, Schnarr/Powerplaytor) 2:2. 28. Moy (Labanc, Dünner/Powerplaytor) 3:2. 42. Järventie (Isacco Dotti) 3:3. 49. Rask (Jensen, Larsson/Powerplaytor) 4:3. 56. Wetter (Rask, Jensen/Powerplaytor) 5:3. 58. Dünner 6:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Graf) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Larsson; Järventie.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Quinn, Pilut; Bisig, Larsson; Capaul, Dufner; Maier; Jensen, Rask, Fritz; Labanc, Zangger, Lammer; Moy, Dünner, Wetter; Graf, Albrecht, Hornecker; Segafredo.
Ambri-Piotta: Senn; Dario Wüthrich, Pezzullo; Heed, Worge Kreü; Bachmann, Isacco Dotti; Häfliger, Zaccheo Dotti; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Kodytek, Pestoni; Muggli, Heim, Lukas Landry; Bosson, Manix Landry, Borradori.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Ustinkov (verletzt), Ambri-Piotta ohne Müller (krank), Virtanen und Philip Wüthrich (beide verletzt). Ambri-Piotta von 56:48 bis 57:07 ohne Torhüter.
Lugano – Kloten 2:5
Denn auch die Klotener feierten mit einem 5:2 in Lugano drei Punkte. Dabei entdeckten die Flughafenstädter plötzlich ungeahnte Offensivpower. Erstmals seit den beiden Startspielen gewinnen die Zürcher Unterländer wieder zwei Partien in Folge, und erneut ist Lugano das «Opfer». Wie am 18. September zuhause lautet das Resultat auch im Tessin 5:2. Der Finne Petteri Puhakka und der Captain Dario Meyer zeichnen sich als Doppeltorschützen aus. Am Dienstag hatte Kloten gegen Lausanne 4:3 gewonnen, fünf Treffer in einem Spiel gelangen ihnen aber nur zweimal – beide Male gegen Lugano.
Lugano - Kloten 2:5 (1:3, 1:2, 0:0)
5297 Zuschauer. - SR Gerber/Piechaczek (GER), Urfer/De Paris. Tore: 1. (0:21) Puhakka (Aberg, Ruotsalainen) 0:1. 2. (1:04) Lycksell (Fazzini) 1:1. 2. (1:23) Meyer (Joel Henry) 1:2. 13. Puhakka (Ruotsalainen, Lindroth/Powerplaytor) 1:3. 25. Meyer 1:4. 31. Kupari (Innala) 2:4. 39. Lindroth (Ramel) 2:5. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Innala; Puhakka.
Lugano: Mayer; Thomson, Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Guebey, Alatalo; Togni; Fazzini, Sanford, Lycksell; Kupari, Thürkauf, Innala; Tanner, Shore, Olsson; Marco Zanetti, Morini, Cyrill Henry; Aleksi Peltonen.
Kloten: Fadani; Johansson, Lindroth; Sidler, Rupli; Profico, Wolf; Moser; Aberg, Ruotsalainen, Puhakka; Weibel, Ramel, Luoto; Rafael Meier, Schäppi, Derungs; Liniger, Joel Henry, Meyer; Simon Meier.
Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia, Canonica, Dahlström, Jesper Peltonen und Simion (alle verletzt), Kloten ohne Delémont, Gignac, Hausheer, Hügli, Körbler, Prassl und Schlumpf (alle verletzt). Lugano ab 57:04 ohne Torhüter.
ZSC Lions – SCL Tigers 3:2
Die ZSC Lions reagieren sofort auf die erste Saisonniederlage am Dienstag gegen Davos. Diesmal verschlafen die Zürcher den Start nicht, geraten dafür am Ende durch das 3:2 der SCL Tigers noch leicht ins Zittern. Simon Knak im ersten, Verteidiger Mikko Lehtonen im zweiten und Topskorer Denis Malgin im dritten Drittel sorgen regelmässig für ein zunächst klares Skore, der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Jérôme Bachofner fällt gut zwei Minuten vor Schluss.
ZSC Lions - SCL Tigers 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
10'814 Zuschauer. - SR Wiegand/Arpagaus, Bachelut/Altmann. Tore: 18. Knak (Berni, Malgin) 1:0. 35. Lehtonen (Strömwall) 2:0. 45. Malgin (Andrighetto, Lehtonen) 3:0. 49. Salzgeber (Nussbaumer) 3:1. 58. Bachofner (Emil Pettersson, Noah Meier) 3:2 (ohne Torhüter). - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Emil Pettersson.
ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Knak, Malgin, Andrighetto; Frödén, Grant, Balcers; Strömwall, Lammikko, Gruber; Riedi, Sigrist, Baechler; Bader.
SCL Tigers: Meyer; Gian Meier, Phil Baltisberger; Kinnunen, Nussbaumer; Noah Meier, Mathys; Lehmann; Allenspach, Björninen, Mäenalanen; André Petersson, Emil Pettersson, Dahlen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Eggenberger; Petrini, Salzgeber, Bachofner; Wagner.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Riikola (krank), Erni und Lapinskis (beide verletzt). SCL Tigers von 56:20 bis 57:46 und ab 58:04 ohne Torhüter.
Ajoie – Servette 5:0
DIE Überraschung der Saison ist bisher Ajoie. Das Dauerschlusslicht darf sich langsam an eine Position in der vorderen Ranglistenhälfte gewöhnen. Die Jurassier gewinnen zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Servette und wahren ihre Serie, noch nie zweimal in Folge verloren zu haben. Jesse Zgraggen und Julius Honka bringen Ajoie bereits im Startdrittel 2:0 in Führung, am Ende resultiert ein deutlicher 5:0-Sieg. Goalie Antoine Keller wehrt für seinen ersten Shutout 38 Schüsse der nach wie vor ersatzgeschwächten Genfer ab, die zum dritten Mal in Folge verlieren. Ajoie verzeichnete «nur» 24 Abschlüsse und damit ausgezeichnete Effizienz.
Ajoie - Genève-Servette 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)
4742 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Fritschi, Gnemmi/Duc. Tore: 9. Zgraggen (Anttoni Honka) 1:0. 20. (19:32) Julius Honka (Sopa, Devos/Powerplaytor) 2:0. 35. Smirnovs (Tanus, Turkulainen) 3:0. 50. Wick (Robin, Pilet) 4:0. 59. Cormier (Christe, Berthoud) 5:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Tanus; Vesey.
Ajoie: Keller; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Christe, Pilet; Kellenberger, Horak; Turkulainen, Smirnovs, Tanus; Sopa, Devos, Nättinen; Robin, Wick, Cormier; Christen, Diem, Berthoud.
Genève-Servette: Charlin; Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Chanton; Puljujärvi, Verboon, Vesey; Bozon, Jooris, Miranda; Ignatavicius, Müller, Douay; Lemyre, Hedlund, Dandois; Achermann.
Bemerkungen: Ajoie ohne Cavalleri, Gerber (beide verletzt) und Carr (gesperrt), Genève-Servette ohne Boqvist, Granlund, Hischier, Kneubuehler, Manninen, Praplan, Rod, Saarijärvi und Untersander (alle verletzt).
Fribourg – Biel 6:3
Fribourg-Gottéron bleibt zuhause eine Macht. Mit einem 6:3-Erfolg gegen Biel holt der Meister im eigenen Stadion den sechsten Sieg im siebten Spiel. Für Biels Coach Christian Dubé gibt es der langjährigen Wirkungsstätte nichts zu holen. Die Entscheidung fällt nach zwei torlosen Dritteln allerdings erst mit neun Treffern im letzten Abschnitt. Fribourg revanchiert sich damit für die Niederlage zum Saisonauftakt in Biel. Bereits in der letzten Saison gab es mit 4:0 und 6:1 zwei deutliche Siege gegen die Seeländer.
Fribourg-Gottéron - Biel 6:3 (0:0, 0:0, 6:3)
9620 Zuschauer. - SR Borga/Hungerbühler, Francey/Bichsel.
Tore: 42. (41:18) Nemeth (Sörensen, Borgström) 1:0. 43. (42:48) Sylvegard (Söderström, Andersson/Powerplaytor) 1:1. 45. (44:31) Schmid (Johnson, Sörensen/Powerplaytor) 2:1. 46. (45:30) Richard (Reber, Kapla) 3:1. 49. De la Rose (Schmid, Sörensen/Powerplaytor) 4:1. 54. (53:39) Jecker (Schild, De la Rose) 5:1. 55. (54:34) Jonah Neuenschwander (Zwerger, Burren) 5:2. 56. (55:19) Rajala (Söderström, Stampfli) 5:3. 58. Jecker (Schmid) 6:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Sylvegard.
Fribourg-Gottéron: Galley; Nemeth, Johnson; Seiler, Streule; Rathgeb, Kapla; Jecker; Bertschy, De la Rose, Schild; Sörensen, Schmid, Marchon; Reber, Borgström, Richard; Nicolet, Dorthe, Hedlund; Boppart.
Biel: Säteri; Söderström, Stampfli; Trutmann, Aeschbach; Burren, Zryd; Christen; Sylvegard, Andersson, Skinner; Hofer, Jonah Neuenschwander, Zwerger; Rajala, Cajka, Sever; Sablatnig, Vermin, Bärtschi; Villard.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Taibel und Walser (alle verletzt), Biel ohne Grossmann, Haas und Iakovenko (alle verletzt).
(con/sda)
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