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Messis Vertrag geleaked: Ex-Präsident und Ligachef verteidigen Summen

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Ex-Präsident Josep Bartomeu verteidigt die Riesensummen, die Lionel Messi verdient.Bild: EPA/FC BARCELONA

Barça schuldet Messi noch Millionen-Bonus – Ex-Präsident und Ligachef verteidigen den Star

01.02.2021, 12:0101.02.2021, 12:56

Gestern platzte die grosse Messi-Bombe: Die spanische Zeitung «El Mundo» enthüllte, dass der argentinische Superstar in seinem aktuellen Vertrag 555 Millionen Euro kassiert – notabene von einem Klub, der mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldet ist. Der Staub dieser Meldung hat sich auch heute Montag noch nicht gelegt.

Während Messi empört ist über die Enthüllungen, prüfen seine Anwälte Klagen gegen «El Mundo» sowie Josep Bartomeu, Oscar Grau und Carles Tusquets – alle drei waren verantwortlich für die Unterzeichnung des erwähnten Vertrags.

Bartomeu verneint derweil, irgendetwas mit dem Leak zu tun zu haben. Der frühere Präsident des FC Barcelona liess einem TV-Sender eine Nachricht zukommen: «Ich habe nichts damit zu tun. Es ist eine ernste Situation und absolut illegal, professionelle Verträge zu veröffentlichen.» Er sei sich sicher, dass der Fall noch vor Gericht kommen werde.

Gleichzeitig verteidigt Bartomeu auch seinen langjährigen Schützling: «Messi verdient diese Summen, aus fussballerischen aber auch marketingtechnischen Gründen. Ohne die Pandemie wäre es für Barça kein Problem, dieses Geld zu bezahlen.»

Ins gleiche Horn stösst auch Ligapräsident Javier Teba, der auf Twitter schreibt: «Die schwierige finanzielle Situation des FC Barcelona ist nicht Messis Fehler, daran sind die verheerenden Auswirkungen von Covid-19 schuld. Ohne Pandemie würden die Einnahmen, die Messi generiert, diese Kosten decken.»

Sowohl Bartomeu als auch Teba ignorieren dabei allerdings die Tatsache, dass Barcelona schon vor der Pandemie einen grossen Schuldenberg vorzuweisen hatte. Aber es stimmt natürlich, dass Messi aufgrund seiner weltweiten Beliebtheit auch viele Einnahmen generiert. Wie viel Geld da ungefähr zusammenkommt, hat der Fan-Account «Managing Barça» vorgerechnet.

Demnach verkauft Barcelona rund 2 Millionen Messi-Trikots pro Jahr. Bei einer angeblich handelsüblichen Gewinnmarge von rund 15 Prozent wären das rund 37 Millionen Euro pro Jahr, die der Argentinier dem Klub nur mit Trikotverkäufen einbringt.

Dazu kämen noch ein Anteil an den Ticketverkäufen, Sponsoring-Einnahmen sowie Bildrechten und Marketingmöglichkeiten auf Social Media, was sich dann auf Einnahmen von rund 145 Millionen Euro pro Jahr summieren soll. Das wiederum wäre in einer normalen Saison ohne Corona mehr als die 138 Millionen, die Messi pro Jahr kostet.

Doch es ist auch nicht so, dass Messi bereits fertig ausbezahlt ist. Wie der jüngste Bericht von «El Mundo» zeigt, wird im Juli bereits die nächste grosse Zahlung an Messi fällig. Ein «Loyalitätsbonus» soll dem Argentinier rund 39 Millionen Euro ins Portemonnaie spülen. (abu)

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