Sport
FC Luzern

Luzern-Trainer Mario Frick giftelt wegen Penalty VAR Sandro Schärer an

Trainer Mario Frick (FCL) im Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen dem FC St. Gallen (SG) und dem FC Luzern (FCL), am Sonntag, 24. August 2025, im kybunpark in St. Gallen. (KEYS ...
Luzerns Trainer Mario Frick hatte keine Freude am Penaltypfiff in der Nachspielzeit – auch wenn es aus seiner Sicht gut ausging.Bild: keystone

Noch süsserer Sieg? Luzern-Trainer Frick bedankt sich bei VAR-Schärer fürs «Einmischen»

24.08.2025, 20:2324.08.2025, 20:23

In der Nachspielzeit zwischen St.Gallen und Luzern überschlugen sich die Ereignisse. Die Gäste aus der Zentralschweiz führen mit 1:0, der FCSG schlägt verzweifelt Flanke um Flanke in den Luzerner Strafraum. Bei einem der letzten Versuche klammert sich Stefan Knezevic etwas fest an Lukas Görtler fest, doch die Pfeife von Schiedsrichter Lionel Tschudi bleibt stumm.

Da meldet sich der VAR aus dem Keller in Volketswil. Videassistent Sandro Schärer bittet den Unparteiischen auf dem Platz, sich die Szene nochmals anzuschauen. Nach dem Videostudium zeigt Tschudi auf dem Punkt. Penalty für St.Gallen in der 94. Minute, das ultimative Drama. Doch Christian Witzig versagen die Nerven. Luzerns Goalie Pascal Loretz hält den Schwach getretenen Penalty des St.Galler Mittelfeldspielers. Wenig später ist das Spiel vorbei und die ganze Luzerner Mannschaft – inklusive Trainer Mario Frick – sprintet aufs Feld, um Keeper Loretz zu feiern.

Doch diese Euphorie ist wenig später beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF wieder verflogen. Frick kommentiert die Schlussphase ziemlich scharfzüngig. «Die Dramaturgie wird natürlich extrem erhöht, durch das Einmischen von Sandro Schärer. Da möchte ich mich bedanken, so ist der Sieg umso schöner», giftelt der 50-jährige Liechtensteiner.

Frick dürfte der Meinung gewesen sein, dass bei der Situation in der Nachspielzeit kein klarer Fehlentscheid vorlag und deshalb VAR Schärer Feldschiedsrichter Tschudi überhaupt nicht vor den Bildschirm hätte zitieren dürfen.

Blue-Experte Rolf Fringer sah das ähnlich und Blue-Schiedsrichter-Experte Stephan Klossner gab ihm teilweise Recht. Der frühere Super-League-Schiri warf aber ein: «Wenn Tschudi auf dem Platz das Halten gar nicht gesehen hat, darf der VAR ihn darauf aufmerksam machen. Wenn er das Halten gesehen hat und nicht als Foul taxiert, dann müsste der VAR das akzeptieren.»

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Auch Penalty-Verursacher Stefan Knezevic sagte nach dem Schlusspfiff, noch etwas gereizt zu sein, wegen dieser Entscheidung. «Ich zupfe am Anfang ein wenig, doch danach lasse ich sofort los und er stolpert ein wenig.» Dass der VAR hier eingreife, fände er hart, was ihm auch von vielen anderen Seiten bestätigt worden sei.

Auf die Frage, ob er Goalie Loretz nun noch ein Bier oder eine Pizza zahle, antwortet Knezevic mit einem Grinsen: «Heute kann er auswählen, was er will. Wir sind sehr stolz auf ihn.» (abu)

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quelle: keystone / philipp schmidli
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