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Neue Technologie im Fussball? Uruguay testet Handy-Screen statt Karten

Bildschirm statt Karten – dieser Test in Uruguay ist nichts für Fussball-Traditionalisten

18.10.2026, 15:3518.10.2026, 15:35

Und dann zückt der Schiedsrichter plötzlich ein Handy. Nicht, um ein Selfie zu machen oder seine Familie anzurufen, sondern um einen Spieler auf dem Feld zu verwarnen.

Wir befinden uns in Uruguay, wo momentan gerade der nächste Schritt in der Digitalisierung des Fussballs getestet wird. Das Gerät, das im Cupspiel zwischen Nacional Rentistas zum ersten Mal zum Einsatz kommt, ist auch kein echtes Handy, sondern ein eigens entwickeltes Android-Gerät. An der Seite verfügt es über einen gelben und einen roten Knopf, mit denen der Unparteiische die Farbe der «Karte» auswählen kann, damit der Bildschirm in der richtigen Farbe aufleuchtet.

Danach muss er nur noch das entsprechende Team und den Spieler auswählen und das Gerät übermittelt die Information automatisch ans System des Verbands. Auch Tore oder Auswechslungen können auf dem Gerät erfasst werden. Damit sollen die Schiedsrichter entlastet werden, indem sie diese Informationen nicht mehr selbst aufschreiben müssen.

Beim 3:0-Sieg von Nacional gegen Rentistas in der Nacht auf Samstag wurde vier Mal der gelbe und gar einmal der rote Bildschirm gezückt. Allerdings lief noch nicht alles nach Wunsch, so sei etwa das rote Display aus etwas Distanz nur schwer erkennbar gewesen. «Wir haben einige Tests durchgeführt und hatten dabei Probleme mit der Beleuchtung», sagte Uruguays Schiedsrichterchef Marcelo de Leon.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/AUFTV

Trotzdem bleibt er überzeugt, dass das «Schiedsrichter-Handy» die Zukunft ist: «Es verbessert die administrative Arbeit der Unparteiischen.» Ob andere Länder in dieser Hinsicht bald nachziehen, wird sich zeigen. (abu)

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