Alexander Zverev steht ab Montag an der Weltranglistenspitze
Als zweiter Deutscher steht Alexander Zverev ab Montag an der Spitze der Tennis-Weltrangliste der Männer. Der 29-jährige Hamburger wird nach seinem Achtelfinalsieg in Wien als 30. Spieler das 1973 eingeführte ATP-Ranking anführen.
Es ist die Krönung eines Jahres der Superlative für Alexander Zverev. In dieser Saison gelangen dem Olympiasieger von 2021 am French Open in Paris und am US Open in New York die langersehnten ersten Grand-Slam-Triumphe. Das 6:4, 7:5 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor (ATP 50) am Donnerstagabend beim Turnier in Wien war der letzte, kleine Schritt zu einem weiteren Meilenstein in seiner Karriere.
«Es ist ein Traum, der wahr wird», hielt Zverev fest. «Es stecken so viel Arbeit und Mühe darin, dieses Ziel zu erreichen.» Dass der 26-fache ATP-Turniersieger in diesem Jahr die Nummer 1 werden würde, war bereits seit dem vorzeitigen Saisonende des verletzten und am Montag als Weltranglistenersten abgelösten Jannik Sinner klar. Deshalb ging Zverev die Aufgaben in Wien recht entspannt an, wie er selber sagte. Im Achtelfinal nahm er Griekspoor zweimal den Aufschlag ab: ganz zu Beginn und im vorletzten Game des Matches. Selber blieb er mit dem eigenen Service unantastbar. Weiter geht es für ihn am Freitag im Viertelfinal mit dem Duell gegen den Briten Arthur Fery (ATP 35).
Gute Perspektiven für Zverev
Gut möglich, dass sich Zverev nun längere Zeit an der Spitze der Weltrangliste hält. Den Vorsprung auf Sinner dürfte er bis Saisonende ausbauen, schliesslich gehen dem Italiener aus dem Vorjahr viele Ranking-Punkte verloren. Sinner gewann 2025 mit Wien, Paris und den ATP Finals die letzten drei Turniere des Jahres. Derweil hat Zverev in diesem Zeitraum nur wenige Punkte zu verteidigen.
Bereits sicher ist, dass Zverev als erster Deutscher ein Jahr als Nummer 1 beenden wird. Landsmann Boris Becker war im Januar 1991 erstmals Weltranglisten-Führender gewesen. Insgesamt blieb der dreifache Wimbledonsieger zwölf Wochen an der Spitze des Rankings. Rekordhalter bezüglich Anzahl Wochen als Nummer 1 ist Novak Djokovic (428) vor Roger Federer (310). (sda)
