Sport
Lara Gut-Behrami

Weirather fährt auf der Kandahar in einer eigenen Liga – Gut und Gisin schaffen den Sprung in die Top 10

Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen
1. Tina Weirather (Lie) 1:40.94
2. Anna Fenninger (Ö) +0,51
3. Tina Maze (Slo) +0,91
8. Lara Gut (Sz) +1,51
9. Dominique Gisin (Sz) +1,61
15. Fabienne Suter (Sz) +2,02
23. Nadja Jnglin-Kamer (Sz) +2,64
29. Priska Nufer (Sz) +3,16 
35. Marianne Abderhalden (Sz) +3,89
DNF: Jasmine Flury (Sz)
Die Sonnenbrillen-Girls: Anna Fenninger, die 25-jährige Liechtensteinerin Tina Weirather und Tina Maze (v.l.). 
Die Sonnenbrillen-Girls: Anna Fenninger, die 25-jährige Liechtensteinerin Tina Weirather und Tina Maze (v.l.). Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Weirather fährt auf der Kandahar in einer eigenen Liga – Gut und Gisin schaffen den Sprung in die Top 10

Tina Weirather gewinnt die Abfahrt in Garmisch deutlich vor Anna Fenninger und Tina Maze. Mit Lara Gut und Dominique Gisin fahren zwei Schweizerinnen in die Top 10. 
07.03.2015, 10:2707.03.2015, 14:52

Die Siegerin

Nach der Bestzeit im einzigen Training fährt Tina Weirather auch im Rennen allen davon und distanziert ihre Konkurrentinnen um mindestens 51 Hundertstelsekunden. Für die Liechtensteinerin ist es der zweite Abfahrtssieg ihrer Karriere und das insgesamt fünfte Mal, dass sie im Weltcup zuoberst auf dem Treppchen steht.

Tina Weirather schreit die Freude über ihre nahezu perfekte Fahrt laut heraus.
Tina Weirather schreit die Freude über ihre nahezu perfekte Fahrt laut heraus.Bild: MICHAEL DALDER/REUTERS

Das Podest

Anna Fenninger reitet weiter auf einer Erfolgswelle und fährt auf den starken zweiten Schlussrang. Die Salzburgerin macht sowohl in der Weltcup-Gesamtwertung als auch im Disziplin-Klassement weiter Boden gut. Im Kampf um die grosse Kristallkugel liegt sie nunmehr noch 24 Punkte hinter der nach wie vor führenden Tina Maze. Die Slowenin belegt im heutigen Rennen den dritten Platz und komplettiert das Podest. In der Abfahrts-Wertung beträgt Anna Fenningers Rückstand auf Leaderin Lindsey Vonn vor dem finalen Rennen in Méribel noch 35 Punkte. Die Amerikanerin kommt in Garmisch nicht über Rang 7 hinaus.

Strahlende Gesichter – einzig Tina Maze scheint ob ihrem dritten Schlussrang nicht zufrieden zu sein.
Strahlende Gesichter – einzig Tina Maze scheint ob ihrem dritten Schlussrang nicht zufrieden zu sein.

Die Schweizerinnen

Die Schweizerinnen vermögen mit den Besten nicht mitzuhalten. Lara Gut und Dominique Gisin belegen als beste Fahrerinnen des Schweizer Teams die Plätze 8 und 9. Die beiden verpassen das Podium um sechs respektive sieben Zehntel. Für Marianne Abderhalden erfüllt sich die Hoffnung nicht, ihre Karriere beim Saison-Finale in Méribel ausklingen zu lassen. Die Toggenburgerin, die gestern den Rücktritt auf Ende Saison angekündigt hat, zeigt eine zu fehlerhafte Fahrt, um in der Disziplin-Wertung bei letzter Gelegenheit den Sprung unter die besten 25 zu schaffen und sich somit für das abschliessende Rennen in Savoyen zu qualifizieren. Wie Marianne Abderhalden (35.) wird auch Nadja Jnglin-Kamer (23.) in Méribel nicht dabei sein. Die Schwyzerin verpasst in Garmisch eine Klassierung unter den ersten zwanzig Fahrerinnen. Von den restlichen Schweizerinnen vermag ebenfalls keine für einen Exploit zu sorgen. Fabienne Suter wird 15., Priska Nufer fährt auf den 29. Schlussrang und Jasmine Flury scheidet aus.

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Der letzte Fehler ihrer Karriere: Marianne Abderhalden verpasst das Saisonfinale.Bild: EPA/DPA

Der Aufreger

Nicole Hosp beweist mit der hohen Startnummer 30, dass die Piste auch zu diesem Zeitpunkt noch Topzeiten ermöglicht. Die Österreicherin liegt lange auf Podestkurs und scheitert nur um drei Hundertstelsekunden an der Zeit der drittplatzierten Tina Maze. Somit verpasst sie es, ihren ersten Podestplatz in der Abfahrt einzufahren und gleichzeitig Teamkollegin Anna Fenninger im Kampf um die grosse Kristallkugel zu helfen.

Mit einer fulminanten Fahrt verpasst Nicole Hosp das Podest nur um drei Hundertstelsekunden.
Mit einer fulminanten Fahrt verpasst Nicole Hosp das Podest nur um drei Hundertstelsekunden.Bild: EPA/DPA
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