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Lara Gut-Behrami

Trotz Odermatt – die Schweiz nach Punkten nicht mehr Skination Nummer 1

Trotz König Odermatt – die Schweiz nach Punkten nicht mehr Skination Nummer 1

20.03.2022, 16:4020.03.2022, 16:40

Die Schweiz muss nach zwei Jahren an der Spitze ihren Status als Skination Nummer 1 wieder abgeben. Der Triumph der Österreicher stand allerdings erst nach dem 75. und letzten Saisonrennen fest.

10'667 zu 10'410 Punkte, so lautete am Ende das knappe Verdikt zugunsten Österreichs. Interessant dabei, dass in der Saison 2021/22 für beide Topnationen jeweils 46 Athletinnen und Athleten punkteten. Bei den Siegen (13:8), Podestplätzen (51:43) und Rangierungen von 4 bis 10 (104:103) lag die Schweiz jeweils leicht in Führung.

epa09838191 Marco Odermatt of Switzerland celebrates with the men's overall crystal globe trophy on the podium at the FIS Alpine Skiing World Cup finals in Meribel, France, 20 March 2022. EPA/URS ...
Im Gesamtweltcup war keiner besser als der Nidwaldner Marco Odermatt.Bild: keystone

Dass der ÖSV nach zwei Jahren Unterbruch erstmals wieder knapp obenaus schwang, ist mit den zahlreicheren Klassierungen zwischen den Positionen 11 bis 30 zu erklären.

Im Gegensatz zum vorherigen Winter, als sie 15-mal siegten und 53 Podestplätze holten und pro Rennen rund 150 Punkte gewannen, sank der Durchschnitt der Schweizer leicht. Wogegen sich die Österreicher gerade im erforderlichen Mass steigern konnten.

Ein Erfolgserlebnis durfte Swiss-Ski zum Saisonabschluss dennoch verbuchen. Das Männer-Team, das mit 19 Punkten Rückstand zum Weltcup-Finale nach Courchevel und Méribel angereist war, konnte sein österreichisches Pendant mit einem starken Schlussspurt noch abfangen. Am Ende gaben 23 Punkte den Ausschlag zugunsten der Equipe von Cheftrainer Thomas Stauffer (5705:5682 Punkte).

IMAGO / Sammy Minkoff

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Die Männer und Cheftrainer Thomas Stauffer haben die Nase vorn.Bild: IMAGO / Sammy Minkoff

Weitere Kristallkugeln gewann die Schweiz nur dank Marco Odermatt. Im Gesamtweltcup triumphierte der Nidwaldner als erster Schweizer seit Carlo Janka vor zwölf Jahren. In der Riesenslalom-Wertung setzte er sich dank acht Podestplätzen bei acht Rennen (fünf Siegen) ebenfalls an die Spitze. Er war mit sieben Triumphen für mehr als die Hälfte der 13 Schweizer Rennsiege besorgt und seine 16 Podestplätze sind bei den Schweizer Männern Weltcup-Rekordwert. Mehr Siege als die Schweiz schafften Norwegen (19) und Italien (15).

An Olympia war die Schweiz die stärkste Nation, mit neun Medaillen, sieben davon fürs Frauen-Team. Neben Odermatt (Riesenslalom) gab es auch für Beat Feuz und Corinne Suter (beide Abfahrt), Michelle Gisin (Kombination) und Lara Gut-Behrami (Super-G) Olympia-Gold. (sda)

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